Schlagwort-Archiv: sonnenklar

Urlaubschecker in Marsa alam Magic Tulip

Das schöne an unserer Arbeit bei Sonnenklar.TV ist, dass wir viele verschiedene Einsatzorte haben.  Heute fahre ich in den Süden, kurz hinter Port Ghalib, wo sich auch der Flughafen Marsa Alam befindet. Ziel ist das Magic Tulip Hotel. Bei der Fahrt überlege ich, ob es wirlich ein Vorteil ist, direkt nach Marsa alam zu fliegen, da die Strecke durch die Wüste entlang am Meer einfach sehenswert ist. Ich höre Internetradio und fühle mich klasse. Schmunzelnd  denke ich an die vielen erstaunten Gesichter, die sich immer wieder darüber wundern, dass ich alleine 300 KM durch die Wüste fahre, ohne Angst. „Was machst du bei einer Panne?“ Ja, was soll ich machen? ADAC gibt es hier nicht, aber viele hilfsbereite Menschen. Zur äußersten Not müsste ich das Auto stehen lassen und mit jemanden mitfahren. Auch das würde ich bedenkenlos machen.

Doch Gott sei Dank passiert nichts unvorhergesehenes auf der Strecke, so dass ich nach knapp vier Stunden ankomme.

Neugierig schaue ich mich im Hotel um. Eine schöne Lobby mit integrierter Bar lässt die Gäste kurze Weile aufkommen, falls sie beim Check in warten müssen. Hinter der Lobbybar ist auch der Eingang zur Diskotheke, denn ich mache hier kurz eine Zigarettenpause mit einem Glas frisch gepressten Orangensaft.

Da das Hotel gut belegt ist, kann ich noch nicht das Zimmer beziehen, und lasse mich zum Mittagessen einladen.

Draussen auf der Terrasse wird gegrillt, drinnen  kann man sich vom Salatbüffet oder den warmen Gerichten bedienen. Natürlich gibt es eine Pastastation, die sich morgens in die Crepestation verwandelt. Besonders erschrocken bleibe ich bei einem Schild stehen:  Diätecke!

Vor dem Restaurant kann man sich anmelden für eines der beiden ala carte Restaurants, das italienische im Schwesternhotel Royal Tulip oder für das Strandrestaurant. Das Strandrestaurant bietet drei feste Menüs an, aus denen man eines vorbestellt.  Hier könnt ihr euch ein paar Impressionen vom Hotel bei Nacht holen.

Das Hotelmanagement ist freundlich und begleitet mich durch die Anlage. Gerade wenn wir das erste Mal von einem Hotel live berichten, ist eine Orientirung und gute Informationen vom Personal wichtig. Ich erfahre, dass das Hotel erst seit ein paar Tagen von Tulip übernommen wurde und man jetzt innerhalb der nächsten Wochen einige Veränderungen vornimmt, besonders der schöne Garten soll liebevoll gepflegt werden.

Jetzt beziehe ich mein Zimmer und dann geht es auch schon los. Da in dem Angebot auch 15 Minuten reiten enthalten ist, freue ich mich, dass der Hotelmanager organisiert, im Hintergrund mit den Pferden ein paar Runden zu drehen. Warum nich einmal im Urlaub den Strand auf dem Rücken eines Pferdes erkunden?

Auf die Frage, was das besondere an diesem Hotel ist, kommt spontan: „Die familiäre Atmosphäre.“ Es sind nur 208 Zimmer, so ist es wirklich möglich, schnell Urlaubsbekanntschaften zu machen. Und: morgens gibt es keinen Wettlauf um die besten Liegeplätze zu reservieren! Es gibt trotz 85% Auslastung genug Plätze am Strand oder Pool.

Beim Kameraaufbau sehe ich, wie ein kleines Elektoauto Richtung Steg fährt. Man muss somit sein Tauchequipment nicht von der Basis bis zum Einstieg selbst tragen. Da der Steg wirklich lang ist, würde ich diesen Service immer beanspruchen.

 Mein Zimmer ist jetzt bezugsfertig und das großzüge Doppelzimmer lädt zu einem längeren Aufenthalt ein. Im Bad sehe ich einen wirklich außergewöhnlichen Zahnputzbecherhalter! Doch noch außergewöhnlicher ist die Aussicht vom Balkon.

Fazit: Die kleine Anlage lässt sich schnell erkunden und man fühlt sich sofort aklimatisiert. Das Personal ist gut gelaunt, man bekommt alles mit einem Lachen serviert. Die Gäste haben gute Laune und die Sportaktiven kommen hier mit Tauchen, Tennis, Kitesurfen oder Fitnessraum voll auf ihre Kosten. Die Kinder können unter deutscher Betreuung sich im Club austoben oder auf den Wasserrutschen. Das Meer ist vor dem Riff maximal 70 cm tief, so dass man sich hier gut abkühlen kann. Doch bitte unbedingt nur mit Badeschuhe ins Wasser gehen, da durch das nahe Riff immer Fische oder Korallen am Boden sein können.

Hier könnt ihr einen erholsamen Urlaub mit glasklarem Wasser und einer unberührten Unterwasserwelt verbringen! Hier noch ein paar Bilder!

Eure Urlaubsschecker

Astrid und Andreas

Fairholiday

 

 

Dahab – das lockere Ägypten-echt zu empfehlen

Auch wir müssen uns ab und zu mal ein paar Tage Auszeit nehmen. Also sind wir mit unserer Freundin dach Dahab geflogen. Von Hurghada aus ist es sonntags und donnerstags wirklich günstig, da es über Egypt Air Direktflüge gibt. Nach nur 15 Minuten Flugzeit, und da es ein Inlandsflug ist, muss man maximal 30 Minuten vorher einchecken, ist man mit Transferzeit innerhalb von 1,5 Stunden am Flughafen Sharm el Sheik.

Dort treffen wir auch Sonja und Edith, zwei Freundinnen, die sich auch Dahab ansehen werden. Mit ihrer Erlaubnis kann ich euch jetzt eine Zusammenfassung geben, die ein Mix aus Taucherfahrung, das war unser Schwerpunkt, und Erkundungstour, von den Anderen, ist.

Kann ich beruhigt im Süden der Sinaihalbinsel Urlaub machen?

Natürlich dürft ihr diese Frage niemals jemanden stellen, der hier lebt. Das wäre dasselbe, wenn ihr einen Metzger  fragt, ob die Aufzucht und Schlachtung der Tiere eine Qual sei.

Die einzige relevante Stelle ist das Auswärtige Amt, welches im Krisenfall dafür verantwortlich ist, Urlauber und auch uns Residente sicher zurück nach Deutschland zu bringen. Deshalb findet man auf der Internetseite für alle Länder Reise- und Sicherheitshinweise sowie Reisewarnungen. (Den Unterschied könnt ihr hier nachlesen).

Wir haben uns natürlich bei der Botschaft registriert, so dass wir bei Gefahr unverzüglich gewarnt werden würden. Deshalb könnt ihr schon mal sicher sein: solange wir noch hier sind, gibt es keine Gefahr für Land und Leute, denn wir sind nicht Lebensmüde!

Für die Nordsinai Halbinsel liegt tatsächlich eine Teilreisewarnung vor. Die Küste am Golf von Aqaba, in der Dahab liegt, ist 350 Kilometer südlich von Sheikh Zuweid,  welches in der Teilreisewarnung angesprochen wird.  Andererseits spricht das Auswärtige Amt auch einen weltweiten Sicherheitshinweis aus. Wir sehen es deshalb ziemlich gelassen und fliegen neugierig zum Sinai.

Am Flughafen angekommen, werden wie wie Touristen von unserem Freund Ezzad erwartet und mit einem Minibus durcht die Berge in unser Domizil der nächsten Tage gebracht. Der Shuttle kostet zwischen 100 € und 200 € und wird oft auch vom Hotel angeboten.

 

Die Lage und Freizeitmöglichkeiten

 

Dahab, das arabische Wort für Gold, liegt am Golf von Aqaba, etwa 70 Kilometer nördlich von Sharm el Sheikh. Gegenüber liegt Saudiarabien und ihr könnt abends die Lichter erkennen, da es keine 20 KM entfernt ist. Die Fahrt durch die Berge mit etwa 1000 Meter Höhenunterschied ist traumhaft, die Straßen gut und die Umgebung sehr sauber.

Wer, wie wir, der Meinung ist, Dahab ist traditionell, würde, genau wie wir, sehr erstaunt sein. Obwohl noch viele Beduinen dort wohnen und arbeiten, ist Dahab ursprünglich und doch moderner, als jeder natürlich gewachsener Ort, den wir bisher kennen gelernt haben. Wer in Wikipedia nachliest, versteht auch, warum.

Dahab wurde erst in den 80er Jahren von Individualtouristen erschlossen und war damals eine Enklave für „Hippies“. Nach dem der Flughafen in Sharm el Sheikh ausgebaut wurde, änderte sich Dahab grundlegend, doch den Flair von Freiheit und Individualismus ist erhalten geblieben.

Hier stört sich keiner daran, wenn die Urlauber an der Uferpromenade in Badebekleidung ihr Restaurant oder aufsuchen. Heute ist es nicht nur ein Mekka für Taucher, die bei etwa 50 Tauchschulen die Qual der Wahl haben. Nein, Dahab ist bekannt für Yoga und Meditation, Kiten und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Fahrten in das Landesinnere. Wir hatten übrigens vor, in Dahab die anerkannte Sprachschule LISA zu besuchen.

Leider wird vom auswärtigen Amt vor Fahrten an den Mosesberg und in das weltbekannte Katharinenkloster abgeraten. Trotzdem werden wir bei unserem nächsten Aufenthalt privat diese geschichtliche Sehenswürdigkeit besuchen. Dieses Mal beschränken wir uns auf die nicht weniger bekannten Tauchspots. Unsere Freunde erkunden dazu noch die Wüste.

Unterkunft

Wer möchte, kann auch in Dahab Hotels mit all inklusiv buchen. Wir hatten uns für das Swiss Inn entschieden. Das kleine Hotel hat eine sagenhafte Strandlage, ein kleines a la carte Restaurant und Pool.

Natürlich erwartete uns der Reiseleiter zur herzlichen Begrüßung. Vom Hotel bekamen wir ein Getränk und wurden zum Zimmer begleitet.

Die Zimmer sind geräumig, ein großes Doppelbett, genügend Stauraum im Schrank mit Safe. Das Bad mit Dusche in Wanne ist verhältnismäßig groß. Mit Erstaunen sehe ich, dass wir hier 24 Stunden Roomservice beanspruchen könnten, doch Andreas meint, der Wasserkocher für den ersten Kaffee im Bett oder auf dem Balkon wäre ausreichend.

 

Im Hauptrestaurant bekommt man gutes, abwechslungsreiches Essen und wir bevorzugten die Plätze auf der Terrasse. Mein Morgencappuccino ist leider nicht inklusive. Doch mit einer klaren Ansage beim Kellner, dass ich gerne die 2 Euro dafür bezahle, war dieses Thema gegessen. Ab dem nächsten Morgen klappte das einwandfrei.  Natürlich bekam „unser“ Kellner zum Ende ein gutes Trinkgeld, da er für meine extra Bestellung jeden Morgen die Kaffeemaschine in der Strandbar anmachen musste. Abends beendeten wir dort jeden Tag bei einem Gin Tonic und der Shisha für Andreas, was ein Vorteil zum benachbarten JAZ Hotel ist, wie wir von Gästen erfahren haben.

Auch das Le Meridien, in dem unsere Tauchbasis Seadancers ihren Hauptsitz hat, hat seine Besonderheit durch eine hervorragende Aussicht, da es etwas oberhalb vom Meer liegt.

Aber eigentlich ist ein Hotel mit all inclusive zu buchen wie Perle vor die Säue schmeißen, das haben wir bei unserem Besuch in Dahab feststellen müssen. Deshalb gibt es auch genügend Angebote ohne Verpflegung oder mit Halbpension, was unsere Freunde bevorzugt haben.

Restaurants und Verpflegung in Dahab

Bereits das Frühstück kann man bei Ralph, der Backwaren nach deutschem Geschmack anbietet, ausgiebig genießen. An der Promenade reiht sich ein Restaurant neben dem anderen, wie Perlen einer Perlenkette. Wer die Möglichkeit sucht, ein Sonnenbad am Meer zu nehmen, der legt sich einfach an den dazugehörigen Strandabschnitt eines Restaurants in die Liege. Auf der anderen Seite sind Shops und

Tauchbasen. Deshalb sieht man am Tag auf der Strandpromenade so viele Menschen in Badekleidung.

Abends verwandelt sich die Straße in eine Freßmeile mit vielen Lichtern. Wer hier spazieren geht, wird weniger von den Shopbesitzern angesprochen, als eher von den Restaurantmitarbeitern. Marlies, unsere Freundin hat deshalb in jedem Restaurant eine Reservierung für den nächsten Tag versprochen. Leider war unser Aufenthalt nicht lange genug, um alle auszutesten.

Wir können das Alibaba empfehlen, unsere Freundinnen waren beim Thai und im Shark essen. Uns Allen ist aufgefallen, dass das Essen wirklich vorzüglich schmeckt. Das Steak von Andreas war das Beste, was er bisher in Ägypten gegessen hat, auch besser als jedes renomierte Restaurant in Hurghada. Wir haben einen Tag eine Fischplatte und am nächsten Tag das Lamm gekostet. Auch hier können wir nur schwärmen. Sonja und Edith haben noch Pizza und Fleischgerichte versucht und waren froh, dass es nur ein Kurzurlaub war, weil sie sonst Angst hätten, zu stark zuzunehmen.

Wir haben im Shark und Alibaba orientalische Vorspeisen mit frischem Fladenbrot dazubekommen und hinterher wurden die Hände mit einer mobilen, goldenen Waschschüssel mit Zitronensaft gewaschen und warmen Wasser abgespült. Die Hauptgänge kosten zwischen 7,50 Euro und 10 Euro, für die Vorspeisen wurde nichts berechnet.

Tipp: Trotzdem wir all in hatten, haben wir uns dieses Erlebnis mehrmals gegönnt.

Was ist der Unterschied beim Tauchen in Dahab zum Roten Meer?

 

Natürlich hatten wir deshalb in unserer Recherche versucht, ein Hotel mit eigener Tauchbasis zu finden. Doch als wir vor Ort waren merkten wir, dass dies überhaupt nicht wichtig ist!

Der große Unterschied zu Hurghada ist, dass die Riffe ganz nah am Strand sind und deshalb nicht mit dem Boot angefahren werden.

Es ist somit auch nicht ein so bequemes Tauchen wie vom Boot aus. Man zieht sich entweder in einer Tauchschule an der Promenade um oder auf einem ausgebreiteten Teppich am Strand. Viele Tauchspots sind auch gleichzeitig Treffpunkte von Safaris. An denen gibt es dann kleine Restaurants, in denen die Tauchpause verbracht wird.

Ein weiterer großer Unterschied zum Tauchen vom Boot ist die Verpflegung. Da man vom Strand aus Taucht, kann man einen oder zwei Tauchgänge buchen. Wer dazwischen etwas Essen will, muss sich das Essen bestellen und natürlich bezahlen.

Die Sandwiches sind nicht aus Brot, sondern gefüllte Brottaschen und immer mit Pommes. Kosten etwa 5 Euro, Softgetränke etwa 1 Euro.

Unsere Tauchschule Seadancers

Nach diesem Wissen haben wir uns für die Tauchschule Sea Dancers entschieden, die unserem Verband angehört und auch deutsche Tauchlehrer beschäftigt.

Im Le Meridien ist die Hauptbasis, in der wir unsere Formulare ausfüllten und dann mit Marlis, unserer Tauchlehrerin die Spots auswählten. Natürlich gehört das Tauchen im legendären Blue Hole genauso dazu wie auch der Canayon.

Gestartet sind wir am ersten Tag am Lighthouse direkt an der Promenade, wo auch eine Basis der Tauchschule ist. In der oberen Etage befinden sich Sonnenliegen und der Schulungsraum für die Tauchschüler. Andreas wollte bei diesem Ausblick das Tauchen direkt ausfallen lassen.

Tipp: Das Lighthouse ist auch der Tauchplatz, an dem die Tauchschüler üben oder Spezialausbildungen wie perfektes Tarieren machen.

Als wir nach dem Tauchgang zurückkommen um unsere Oberflächenpause hier zu verbringen, schaue ich mich fragend um. Natürlich sind wir von den Tauchausflügen in Hurghada sehr verwöhnt. Diese sind zu 90% vom Boot aus, dauern den ganzen Tag und dazu gehört auch die Verpflegung an Bord.

Als ich danach frage lacht Marlis und deutet auf die vielen kleinen Restaurants in der Umgebung. Schlecht vorbereitet, denke ich mir, da wir weder Geld mitgenommen haben noch etwas zu Trinken oder zu Essen. Als ich das kleinlaut bemerke lacht Marlies und meint: „Wasser gibt es hier, einen Kaffee kann ich machen und ein paar Knabbereien bekommen wir auch aus dem Supermarkt.“

Die Tauchplätze sind alle in sehr gutem Zustand und auch hier ist das Wasser glasklar, so dass auch die Schnorchler gute Sicht haben.

Das Blue hole ist legendär, da sich dort viele Taucher überschätzt haben und den Tod gefunden haben. Deshalb tauchen wir nicht in 56 Metern tiefe ins offene Meer, sondern gehen bei „the Bells“ ins Wasser und tauchen am Riff entlang ins Blue hole, bei etwa 26 Metern Tiefe. Der Einstieg ist in ein kleines Loch im Riff und der Weg dorthin ist etwa 200 Meter, was mit der Ausrüstung nicht einfach ist.

Tipp: Wer die Ausrüstung nicht so weit tragen kann, sagt bitte Bescheid, damit er die Ausrüstung getragen bekommt und erst vor Ort anzieht. Dies gilt übrigens für alle Tauchspots. Man muss dafür geübt sein, die Ausrüstung im Wasser anzuziehen.

Natürlich gibt es auch Tauchplätze, die mit dem Boot angefahren werden. Die Tauchschulen arbeiten zusammen, um mindestens 10 Taucher zu finden, die einen Bootstag buchen. Es gibt sogar Tauchspots, die nur mit einer Kamalsafari erreicht werden kann. Unser Urlaub ist definitiv zu kurz, um alles zu erleben. Wir müssen noch einmal kommen.

Was kann man außer schnorcheln noch machen?

Auch unseren Freunden wird es nicht langweilig. Die Seadancers bieten auch Schnorcheltouren oder Safaris an, so dass die Auswahl unserer Tauchbasis auch optimal für Paare oder Familien sind, in denen nicht alle Tauchen, denn viele unsere Tauchspots waren auch für Nichttaucher interessant.

An den Canyons genißt man die Aussicht auf den Golf von Aqaba und die Natur . Lunch wird bei den Beduinen eingenommen.

Am Blue hole kann man nicht nor Apnoe-Taucher bei der Vorbereitung beobachten, sondern entdecket eingeschlossenen Fossilien in den Steinen oder man schwimmt an das Außenriff und entdeckt als Schnorchler die Schönheit der Unterwasserwelt.

Oder wie wäre es mit einem Ausflug mit Quad, Pferd oder auf dem Kamel? Der Besuch einer Oase auf dem Kamel lässt einem ein bisschen wie ein Beduine fühlen.

Ein besonderes Highlight muss man zusammen machen:

Der Besuch auf dem Mosesberg und im Katharinenkloster. Beides ist für den Tourismus geöffnet und kann besucht werden, doch das auswärtige Amt warnt ausdrücklich von einer Fahrt dorthin. Mir persönlich ist dies nicht verständlich, da  es geographisch im Süden liegt, mitten in einem Naturschutgzgebiet. Das Katharinenkloster zählt  zum Weltkulturerbe und es ist noch bewohnt. Ich habe diesbezüglich auch eine Anfrage an das auswärtige Amt gesendet und warte noch auf die Antwort.

Welche Kosten kommen auf mich zu

Der Flug von Hurghada nach Sharm el Sheikh kostet etwa 100 Euro (nur donnerstags und sonntags, da es da Direktflüge gibt)

Flug von Deutschland nach Sharm el Sheikh kostet etwa 400 Euro (Hin und zurück).

Der Transfer nach Dahab etwa 100 Euro.

Übernachtung gibt es ab 25 Euro pro Person, es ist zu beachten, dass auf die angegebenen Preise über online Buchungsportale zur Zeit noch 26% Steuern dazugerechnet werden müssen. Deshalb ist ein Pauschalurlaub oft günstiger.

Das Essen in Dahab kommt bei Snacks auf etwa 5 Euro, Hauptgerichte etwa 10 Euro und alkoholfreie Getränke liegen bei etwa 1 Euor.

Ein Tauchgang kostet etwa 30 Euro. Equipment auszuleihen etwa 25€ pro Tag. Viele Tauchschulen bieten Paketpreise an. Am einfachsten ist es, mit der Tauchschule vorher online in Kontakt zu treten und zu buchen.

Die Getränke und Snacks am Mittag müsst ihr mit etwa 5€ pro Person einkalkulieren.

Die Schnorchelausflüge kommen auf etwa 50 Euro für den Tag.

Die Ausflüge mit Kamel, Quad oder Jeep sind so unterschiedlich, dass man diese nicht pauschalisieren kann.

Fazit

 

Hier in Dahab fühlten wir uns wie Gäste im Orient mit einer Offenheit gegenüber westlicheer Kultur, wie wir es nur aus El Gouna kennen. Es war sauber, man konnte über die Promenade schlendern ohne von Shopbesitzern bedrängt zu werden. Es war vollkommen anders, als wir es erwartet hatten und wir sind begeistert.

Dahab ist nicht nur das Mekka der Taucher und Schnorchler, sondern bietet einzigartige Natur und Kultur. An manchen Strandabschnitten kann man auch Kiten uns surfen, doch durch die tollen Riffe ist dies eher die Ausnahme.

Dahab ist der perfekte Urlaub für abenteuerlustige Erwachsene. Durch die gute Auswahl an Restaurants und die Möglichkeit, unbesorgt zu flanieren, empfehlen wir auch einfach ein Hotel mit Frühstück zu buchen, um die Vielfalt voll auskosten zu können.  

Wer mit Kindern vereisen möchte, dem empfehlen wir eher Sharm El Sheikh oder eine entsprechende Hotelanlag in Dahab.

Aber auch einfach ein Kurztripp, wie wir ihn gemacht haben, ist bei beinem längeren Auftenthalt in Hurghada möglich.

 

Eure Urlaubschecker

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Fairholiday.com

Urlaub als Senior – kleine Hilfen und Tipps

Gibt es vielleicht ältere Menschen, die gerne einmal alleine in den Urlaub fliegen würden, sich aber nicht trauen? Wir selbst erleben es regelmäßig, wenn unsere Eltern uns besuchen wollen: Es gibt Hürden, die mit Wissen zu bewältigen sind. Hier ein paar praktische Tipps und allgemeine Hinweise.

Vorab einige Gründe, warum Ägypten ein wunderbares Land für 60+ ist:

Klima

Wir haben eine trockene Hitze, die durch den Wind im Sommer sehr gut auszuhalten ist. Wer es lieber kühler möchte, der fühlt sich in den Monaten November bis Februar hier sehr wohl, da tagsüber die Temperaturen nicht über 30 Grad klettern, abends es sich angenehm auf bis zu 10 Grad abkühlt und man ohne Klimaanlage schlafen kann. Schaut euch die Klimatabelle an!

Gesundheit

Poollandschaft Club

Durch die salzhaltige Luft werden Atemwegserkrankungen hier gelindert. Ich selbst bin Asthmatiker und brauche hier keinerlei Medikamente. Auch Allergiker können wörtlich aufatmen, denn es gibt hier wenig Pollen. Das Meer ist sehr salzhaltig, so dass Hauterkrankungen hier Linderung erhalten. Welche Aspekte dazu führen, dass Schmerzpatienten hier weniger Probleme haben, weiß ich nicht, doch ich kenne mehrere Menschen, die hier teilweise schmerzfrei sind. Natürlich helfen dazu auch die Möglichkeit, sich ganzjährig im Meer oder Pool sich gelenkschonend bewegen zu können.

Preis-Leistungsverhältnis

Wer Einnahmen aus Rente hat, hat hier einfach mehr für sein Geld. Eine Person kann hier mit 700 Euro sehr gut leben, Miete, Nebenkosten Restaurantbesuche, Cafes, Ausflüge und Taxifahrten und Extras eingeschlossen.

Geographische Lage

Ägypten liegt fast auf demselben Längengrad, so dass nur im Winter eine Stunde Zeitverschiebung ist, die sich im Sommer mit der europäischen Sommerzeit aufhebt, solange Ägypten keine Sommerzeit mehr einführt.

Ägypten liegt direkt gegenüber von der Türkei am Mittelmehr und hat südwestlich das Rote Meer.  Mit 4,5 Stunden Flugzeit gehört es zu den nächsten Urlaubsländern.

Und hier sind die drei Punkte, die manchen davon abhalten, diese vielen Vorteile nicht zu nutzen:

  1. Gefühlte Unsicherheit
  2. Unsicherheit vor dem Fliegen (nicht Flugangst)
  3. Sprachbarriere
  4. Was tun, wenn ich krank werde?

Ist Ägypten sicher?

Diese Frage wird fast täglich in den sozialen Foren bei Ägyptenliebhaber gestellt. Die Frage wird meist sehr subjektiv beantwortet und es wäre das gleiche, einen Metzger zu fragen, ob er meint, dass Schweinefleisch ungesund ist.

Die globale Weltsicherheit hat sich geändert. Terroristische Anschläge, das haben wir in den letzten Monaten gesehen, können auch in den vermeintlich sichersten Ländern durchgeführt werden. In diesem Punkt behaupte ich sogar, dass in einem Staat wie Ägypten es schwieriger ist, einen Anschlag durchzuführen.

Durch Medien, auch Reisebüroangestellte oder dem Gespräch mit dem Nachbarn wird man jedoch so beeinflusst, dass man subjektiv das Gefühl bekommt, in eine Kriegsgegend reisen zu wollen.

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in NizzaParisBerlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

 Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

 Wie komme ich in mein Flugzeug und wie wieder raus?

Ich erinnere mich noch, wie ich vor 25 Jahren meine damals 85 jährige Großmutter von München nach Aschaffenburg holte und alleine mit dem Zug zurück fahren ließ, mit umsteigen. Ich wartete stündlich auf eine Radiodurchsage: „Ältere Frau irrt in Nürnberg umher und hat die Orientierung verloren. Wer vermisst diese Frau?“ Und wie soll man sich dann heute auf den Flughäfen zurechtfinden? Wie bekomme ich mein Flugticket, wer hilft mir den Koffer tragen? Was muss ich bei der Ausreise beachten? Wo muss ich hin?

Fragen über Fragen und eine ganz einfache Lösung:

Die großen Fluggesellschaften haben einen Mobilitätsservice, meist kostenlos. Wir haben diesen über Condor getestet und meine Mama (80) war begeistert. Diesen Service bestellt man mindestens 48 Stunden vor Abflug telefonisch direkt bei der Fluggesellschaft. Man bekommt eine Bestätigung per Mail oder Post. Mit dieser Bestätigung bin ich in Hurghada zum Sicherheitspersonal. Daraufhin wurde über Funk ein Rollstuhl mit Betreuungsperson geschickt, der meine Mutter vom Auto abholte. Er ging mit ihr durch die Sicherheitskontrollen, hat natürlich den Koffer mitgenommen, zum Check in. Hat ihr Ticket geholt, die Ausreisekarte ausgefüllt, den Ausreisestempel geholt und sie beim Gate zum Warten abgegeben. Dort wurde sie von einer Stewardess in Empfang genommen, mit einem separaten Bus zum Flugzeug gefahren worden und dort als erstes mit einer Hebebühne im Rollstuhl eingecheckt. Zum Platz ist sie dann alleine gegangen. In Deutschland wartete wieder ein Betreuer mit Rollstuhl am Gate, holte sie ab und brachte sie durch den Zoll, Koffer abholen,  bis zum Ausgang, wo sie vom Taxi erwartet wurde.

Fazit: „Ich werde immer mit diesem Service fliegen!

Wer nur ansatzweise Schwierigkeiten hat, mit Treppen oder Gehen, der sollte telefonisch sich diese Unterstützung holen!

Ansonsten bieten einige Fluggesellschaften und Flughäfen Guids an, die einem begleiten. Dieser Seniorenservice  ist jedoch meist gegen Bezahlung.

Wie verständige ich mich?

Sogar die Shopbesitzer sprechen deutsch

Natürlich sind Englischkenntnisse immer von Vorteil. Wer über keine Fremdsprachenkenntnisse verfügt und im Ausland Urlaub machen möchte, sollte sich ein Hotel aussuchen, welches überwiegend deutsche Gäste hat. Die Ägypter sind in meinen Augen „Sprach Chamäleons“, sie passen sich den Touristen an. Inzwischen lernen sie sogar chinesisch. Am Flughafen wird man von einem deutschsprechenden Reiseleiter empfangen, im Hotel gibt es meist eine deutschsprachige Gästebetreuung und auch die Rezeptionsmitarbeiter und Kellner können meist ein wenig deutsch.

Wer sich überlegt, hier vielleicht zu überwintern oder sogar seinen Lebensabend hier zu verbringen, der sollte dann ägyptisch lernen, am besten vor Ort.

Gesundheit

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egyptair wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger sind als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Weihnachten in Ägypten

Wenn man über den Ursrprung von Weihnachten recherchiert, taucht auch immer wieder Ägypten auf. Die Sonnenwendfeier wurde mit Palmwedel gefeiert, die die 12 Monate symbolisieren sollen und Leben, durch das immer grüne. Da es in Europa keine Palmen gab, nahm man die Tanne, die von der Form dem Palmwedel am ähnlichsten war und auch im Winter grünt. Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung also in Ägypten! 

Heute fragt man sich: „Wie ist es, im Land der Sonne Weihnachten zu feiern?“

Koptisches Weihnachten

Eigentlich war Ägypten christlich, orthodox koptisch, bis es im 7. Jahrhundert islamisiert wurde. Heute sind die Kopten eine Minderheit von etwa 10 Prozent der Bevölkerung. Das koptische Weihnachtsfest wird am 7. Januar gefeiert.

Weihnachten in den Hotels

Durch die vielen europäischen Touristen hat man sich darauf eingestellt, dass auch am Roten Meer zum 24.12. Weihnachten gefeiert wird. Die Hotels werden ab Ende November mehr oder weniger kitschig weihnachtlich geschmückt. Manchmal erinnert es mich an die amerikanischen Stadtviertel, wo ich als Kind die bunten, blinkenden Fenster bestaunt habe. Und es werden nicht nur Palmen geschmückt, sondern es gibt auch richtige Weihnachtsbäume, Rentiere und  Schneemänner. An Weihnachten wird ein besonderes Menü oder Büffet angeboten, die Animation zieht rote Mützen auf und aus den Lautsprechern ertönen Weihnachtslieder. Wer also vor Weihnachten flüchten will, wird es auch in Ägypten nicht ganz schaffen. Die Dekoration wird auch erst nach dem koptischen Weihnachtsfest abgebaut.

Weihnachten in der Stadt/El Gouna

Auch die Shops und die Senzomall sind auf Weihnachten eingestellt. Dekoration, Angebote und viel Lichtschmuck erinnert daran. Am besten gefällt uns El Gouna, wo es einen Weihnachtsmarkt gibt, Weihnachtssingen und Christbäume, aus allen erdenklichen Grundstoffen. Und es darf der Glühwein mit Plätzchen nicht fehlen. Ob ein Glühwein in Ägypten schmeckt? Ja! Im Januar ist der Wind kalt und wenn die Sonne untergegangen ist, kann die Temperatur schon einmal einstellig werden. Da schmeckt auch ein Glühwein, der an den Weihnachtsmärkten in El Gouna, der Hotelfachschule oder auch bei Blue Moon, eine Art Gnadenhof für Tiere, veranstaltet wird.

 

In El Gouna zieht ein wirklich großer, schön geschmückter Weihnachtsbaum magisch die Blicke der Besucher der Abu Tig Marina an. Neben an wird im Tenders, einer Bar, aus alten Autoreifen ein Schneemann dargestellt.

Und wenn dann der Chor weihnachtliche Lieder singt, kann ein kleines bisschen Weihnachtsfeeling aufkommen.

Die Bäckereien wie Bred Basket oder Sevenstars bieten Plätzchen, Lebkuchen und auch Stollen an.

Fazit

Wer vor dem Weihnachtsfest fliehen möchte, schafft es mit einem Urlaub in Ägypten, zumindest Region Hurghada, nur teilweise. Wer Weihnachten intensiv erleben möchte, macht am besten bis 08.01. Urlaub, dann kann er das koptische Weihnachtsfest miterleben. Von Glühwein über Stollen bis hin zum Weihnachtsmarkt ist hier alles möglich.

Frohe Festtage

Eure Urlaubschecker

Astrid und Andreas

150 Interviews – Rückblick, Einblick, Durchblick?

„Wie sieht denn so ein Arbeitstag bei euch aus?“, fragte mich ein Moderator im live Interview. Ich muss schmunzeln, denn natürlich entspricht der „Arbeitstag“ für Sonnenklar.TV ziemlich dem Klischee, das man sich vorstellt. Dazu muss man wissen, dass dies nicht unsere „Arbeit“ ist, sondern wir diese Interviews aus drei Gründen machen:

  1. Wir haben die Möglichkeit, über Land, Leute, Menschen und Hotels zu informieren und diese kennen zu lernen;
  2. Wir geben diese Eindrücke gerne über die Kamera weiter, weil wir unsere Wahlheimat lieben und diese gerne bewerben;
  3. Weil wir Spaß daran haben!
Erster Studioauftritt Februar 2016

Wir hatten keine wirkliche Ahnung, auf was wir uns eingelassen hatten, als wir unserem Freund Andreas Lambeck (GF Sonnenklar.TV) die Zusage gaben, für Ägypten Liveübertragungen nach München zu machen. Auch wenn diese Aufgabe nicht unseren Lebensunterhalt finanziert, nehmen wir sie ernst denn wir arbeiten nach dem Motto: Wenn du etwas machst, mache es gut!

So haben wir auch alle Skeptiker überzeugt! Wir begannen unsere Interviews im Februar 2016 via Skype mit Iphone. Im Herbst bekamen wir die Einladung nach München, um diese Kamera erklärt zu bekommen. Oh, das fühlte sich an wie eine Beförderung!

Aus den anfänglichen zwei bis drei Liveschaltungen in der Woche sind jetzt inzwischen sechs bis zehn geworden. Im August 2017 haben wir unser erstes kleines Jubiläum – die 150. Liveübertragung mit unserer Kamera in 30 Hotels aus Ägypten, Malta, Agadir und den Vereinigten Arabischen Emiraten! Und nach 150 mal Auf- und Abbau, Internet- und Platzsuche hoffen wir, alle möglichen Pannen einmal erlebt zu haben und für die Zukunft gewappnet zu sein.

Einsatz bitte

Abends zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr bekommen wir eine Mail mit unserem geplanten Einsatz am nächsten Tag. Wir haben die Freiheit als Freelancer, zu akzeptieren oder abzusagen, ein Privileg, was uns wichtig ist. Kennen wir das Hotel, ist alles relativ einfach:

  • Wir informieren den Ansprechpartner
  • Wir sind eine Stunde vor Liveinterview vor Ort.

Ist es nicht eines der inzwischen 25 bekannten Hotels, brauchen wir

  • Den Namen des Ansprechpartners
  • Mindestens zwei Stunden Vorlaufzeit
  • Eine offizielle Anmeldung über Meetingpoint.

In jedem Hotel bereitet unsere Anmeldung Stress, denn die Info: „Morgen kommt jemand von Sonnenklar und macht ein Liveinterview.“, lässt viel Spielraum. Wer wird interviewt? Was wird gezeigt? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden? Das alles klären wir gerne vor Ort.

Im Hotel

In den meisten Fällen werden wir sehr gastfreundlich begrüßt. Inzwischen wissen wir auch, dass wir vor 10.00 Uhr keinen Ansprechpartner antreffen, da das Management um 9.00 Uhr mit einem Meeting beginnt.

In der Regel reicht es uns aus, wenn wir uns selbst ein Bild von der Anlage machen und diese Fragen noch beantwortet bekommen. Wir wollen das Hotel ja aus Gästesicht kennenlernen. Um 8.30 Uhr erreichen wir das Hotel. An der Rezeption stelle ich mich vor und werde prompt gebeten, Platz zu nehmen und zu warten, bis das Meeting vorbei ist. Habe ich schon einmal gesagt, dass Geduld nicht meine Stärke ist? Ich habe eine Stunde Zeit, um mir die Anlage anzusehen, das ist nicht viel. Ich versuche dem Mitarbeiter zu erklären, dass ich statt zu warten, mir schon einmal ein bisschen was ansehe. Nein, das möchte er nicht. OK, dann Trick 17: „Wo ist bitte die Toilette?“ Meine Kameraausrüstung lasse ich als Pfand an der Rezeption, wichtigstes Utensil ist jetzt das Handy. Ich gehe los und schaue mir das Restaurant an, in dem gerade Frühstückszeit ist. Ich schieße ein paar Bilder. Draußen sehe ich schon die erste Poollandschaft und einen hektischen Rezeptionisten, der den Braten gerochen hat und mich sucht. Böses Mädchen – zurück in die Stille Ecke namens Lobby!

Na gut, hier schnappe ich mir eine braun gebrannte Familie, die bestimmt schon ein paar Tage hier sind. „Wie gefällt Ihnen das Hotel?“, stürze ich direkt mit der Tür ins Haus. Punktlandung: zufriedene Gäste, die gerade auf den Shuttle zum Flughafen warten. Ich bekomme einige meiner Fragen beantwortet.

Noch schnell einen Blick in die Lobbybar und an den Computer daneben, an dem man die Reservierung für die a la carte Restaurants macht. Jetzt kommt eine deutschsprachige Gästebetreuung auf mich zu und ich bekomme meine letzten, nötigen Infos.

Manchmal gibt es auch interne Richtlinien, die besagen, dass wir nur mit Genehmigung der Hauptzentrale drehen, und somit Werbung machen dürfen. Leider klappt das nicht mit der kurzen Vorlaufzeit, da diese Genehmigung zwei Tage dauert.

Doch zu 99 Prozent setzen wir uns mit dem Management und/oder Gästebetreuung zusammen und klären die anfallenden Fragen und bekommen dann im Gegenzug die Informationen, die uns wichtig sind:

  • Was ist das Besondere an dem Hotel
  • Was können wir erzählen, was nicht im Werbefilm gezeigt wird,
  • Wo sind die schönsten Plätze?

Wenn nach dem Gespräch noch Zeit ist, dann machen wir noch eine Besichtigung des Hotels, wenn nicht, holen wir das später nach. Oft werden wir dann zum Essen eingeladen oder sogar ein Day-Use angeboten. Doch solche Angebote nehmen wir erst an, wenn wir uns durch viele Einsätze schon als Mitarbeiter des Hotels fühlen.

Der Kamera Aufbau und die Tücken

 

Ach, waren das noch Zeiten, als wir einfach mit Handy uns hingestellt haben und loslegten. Die Kamera wiegt 8 KG, das Stativ 5 Kilo. Da wir einen schönen Blick für die Gäste brauchen, gehen wir meist Richtung Pool und Strand, ohne Schatten. Bis wir also den ersten Punkt erreicht haben, sind wir schon nass geschwitzt. Für dem Aufbau selbst sind wir schon routiniert. Andreas schafft es sogar innerhalb von drei Minuten! Doch lieber machen wir es in Ruhe und ohne Stress.

Die Technik für die Übertragung sieht wie folgt aus: Die Kamera, mit der via Internet das Bild nach München live übertragen wird, ein Handy, über das wir die Regieanweisung und Moderation hören können.

Also schweißgebadet haben wir unseren ausgewählten Punkt erreicht. Andreas liebt es am Wasser oder an einem hohen Punkt, meine Vorlieben gelten dem Wellnessbereich oder Restaurants. Wir bauen auf.

Lichtverhältnis: wie beim Fotografieren, immer mit der Sonne.

Schlecht für meine Frisur, denn der Wind kommt meist entgegengesetzt.

Bild: Wir müssen rechts im Bild stehen mit wenig Kopffreiheit und nach unten Platz. Neben uns sieht man den Moderator oder Werbeeinblendungen, unter uns läuft ein Banner über das Produkt. Nicht zu nah, nicht zu fern.

Jetzt alles gut. Wir stecken den Internetstick rein. Drei Punkte die aufleuchten müssen, dauerhaft. Wie ein kleines Kind, welches auf das Christkind wartet, beobachten wir die Leuchten. Erst eins, dann zwei dann drei! Kein Blinken wie bei einer Diskothek. Jetzt wird die Kameraeinstellung soweit voreingestellt, dass wir nur noch auf „live“ drücken müssen, wenn München anruft.

Wir werden leicht nervös. Nein, nicht wegen Lampenfieber – wir sind meistens 30 Minuten vor dem Einsatz startklar, damit wir noch ein bisschen versteckte Kamera spielen können, falls München keinen Empfang bekommt. Ich zünde mir eine Zigarette an. 15 Minuten vor geplanter Schaltung. Wir wollen einmal die Gelassenheit von München haben. Zu Beginn habe ich dann auf Live gedrückt um München auf uns aufmerksam zu machen. Da habe ich dann sofort einen Anruf bekomme! „Mach live aus, Ali aus der Türkei ist noch dran und du hast ihn jetzt rausgeschmissen!“ Huch, ein wenig lustig finde ich die Vorstellung schon, wenn Ali gerade über die Türkei erzählt und die liebe Astrid dann ganz nervös zu sehen ist, die sich darüber aufregt, dass keiner anruft. Seit dem wir das wissen, schauen wir immer erst ins Programm um sicher zu sein, dass niemand anderes gerade live ist.

Doch wenn es 5 vor Schalttermin ist, machen wir an. Schlecht ist dann, wenn München anruft und bittet, jetzt die Kamera anzuschalten. Dann wissen wir, unser kleiner Gau startet jetzt:

Kamera aus, Kamera an, Kamera an einen anderen Platz stellen. Manchmal sind es wirklich nur 5 Meter weiter weg und wir haben Bild. Wenn nicht, dann kommt ganzes Repertoire:

  • Stick wechseln
  • Simkarte wechseln
  • WLAN testen

Da ist die Münchner Gelassenheit dann von Vorteil: niemand schimpft, niemand macht einen noch zusätzlich nervös. Man nimmt ein anderes Produkt nach vorne, damit wir 5 Minuten gewinnen. Ein Lob auf die Flexibilität der Moderatoren und der Technik mit Regie. Zu 99 Prozent klappt es auf den letzten Drücker, dass wir das erlösende Wort hören: „Bild!“

Doch zu diesen Macken mit unserem Internet schleichen sich jetzt noch weitere Varianten ein:

Bild und Ton bei Kamera gut, Handyempfang nur ET mäßig

Meist ist das Phänomen nur einseitig, also wir hören nichts oder München hört nichts. München hört uns noch zusätzlich über das Micro, also nicht schlimm. Aber wenn wir nichts verstehen, dann können wir nur ahnen, was gefragt wird. Das ist dann der Startschuss für einen Monolog. Wir lassen dem Moderator keine Chance, nachzufragen. Manchmal ist die Zeitverzögerung so lange, dass wir denken, wir hätten keine Telefonverbindung. Das ist dann blöd. Erst warten wir, dann fallen wir uns gegenseitig ins Wort.

Wir haben es auch schon geschafft, dass wir das Handy zu stark in der Sonne hatten, so dass es wegen Überhitzung ausgegangen ist.

Bild und Handy gut, der Ton knackt im Micro

Das war ein neues Thema, wir kamen nur noch abgehackt in der Sendung an. Tatsächlich verschleißt auch die Hardware, wir hatten einen Kabelbruch. Und was soll ich euch sagen? Es gibt so etwas in Hurghada zu kaufen!

Alles gut!

Vielleicht kann man jetzt ein bisschen verstehen, warum wir uns freuen wie ein kleines Kind auf dem Rummel, wenn alles passt. Dann wird man auch mal übermütig und versucht die Möglichkeiten der Kamera auszuschöpfen: ich zoome und schwenke zu den Punkten, was Andreas gerade erklärt. Bingo! Das hält unser Internet nicht aus!! Also zoomen ist Tabu, wenn wir stabiles Netz haben, können wir den Zuschauern einen Rund-Um-Blick gönnen.

 

Es ist LIVE

 

Nach einem halben Jahr Übung behaupten wir, dass wir jetzt die Technik beherrschen, nicht mehr anders herum. Wir sind ausgestatten mit allem, was wir brauchen und können Simkarten im Zeitraffer wechseln.

Wir bereiten uns auch immer noch vor, doch inzwischen kennen wir über 30 Hotels und manchmal passiert es dann, dass Astrids Märchenstunde kommt.

„Wie ist denn das Frühstück dort?“ Ich überlege kurz und fange zu Schwärmen an: „Sagenhaft! Ich habe noch nie ein so gutes Frühstück gehabt mit Sekt und Lachs!“

Als ich mich nach dem Interview an der Rezeption verabschiede schaut mich der Manager an und spricht in akzentfreiem Deutsch: „Wir haben keinen Lachs am Frühstücksbüffet!“ Ich überlege kurz – war das bei einem anderen Hotel? Ich grinse ihn an: „Ab jetzt schon – vielleicht an Weihnachten?“

oder

„Sie können bei Buchung des Foodpasses alle a la Card Restaurants mitnutzen!“ Dies galt leider nicht für Makadi Garden. Na, wenn ich wieder einmal ein bisschen mehr in das Angebot packe, dann versucht Andreas das beim nächsten Interview zu relativieren. Wir können ja auch einen Wettbewerb daraus machen:

Wer findet heraus, was bei dem Angebot nicht stimmt?

 

Ein Knaller passierte mir im Steigenberger el Gouna: „Sie können den Strand vom Paradisio kostenlos mit nutzen, doch der Strand beim Steigenberger ist auch schön!“ Leider liegt das Steigenberger nicht am Meer.

Andreas liebt es von oben zu drehen. Er wählte deshalb den Aussichtsturm vom Steigenberger El Gouna zu filmen. Dort oben windete es ziemlich.  Die Übertragung beginnt und die Kamera beginnt, zu schwenken und die Position von  Andreas ist nicht mehr optimal. Der Mann im Ohr sagt: „Andreas, weiter rechts!“ Andreas geht weiter rechts, die Kamera schwenkt weiter, Jetzt wird die Regie ungeduldig: „Andreas, Astrid soll aufhören, die Kamera zu schwenken!“ Doch Astrid ist gar nicht da, der Wind hatte die Kamera bewegt!

An das erste Interview, bei dem auch Herr Kachelmann dabei war, bleibt mir auch in Erinnerung:

Ich stehe in der prallen Sonne und schwitze. Das Wetterapp sagt 32 Grad im Schatten. Ich höre bereits die Sendung übers Handy. Die Sprache ist über das kalte Wetter in Deutschland und die Moderation fragt Jürgen Kachelmann: „Wir gehen jetzt nach Ägypten, wo das Wetter besser ist. Was haben wir da für Temperaturen?“

„Etwa 23 Grad!“

Ich dachte, ich habe mich verhört oder er hat einen Zahlendreher drin, Natürlich frage ich das direkt nach der Begrüßung. „Mich interessiert jetzt schon, warum meine Wetterapp 32 Grad sagt, ich mich in der Sonne wie bei 50 Grad fühle und Herr Kachelmann die Temperatur mit 23 Grad angibt. Haben wir ein falsches Thermometer?“ Wenn ich gewusst hätte, welche Meteorologische Lawine ich mit dieser Frage auslöse, hätte ich sie gelassen. Er erklärte, erklärte, erklärte und unsere kostbare Zeit geht für das Produkt verloren. Also denke ich mir, zeige ich den Menschen neben der fachmännischen Erläuterung, wie in Deutschland ordentlich gemessen wird, die Umgebung und mache einen Schwenk. Dabei bin ich aus dem Bild gegangen. „Wo ist denn jetzt die Dame, der ich das erkläre? Der Kameramann sucht sie auch schon!“ Jetzt kommt noch die Zeitverzögerung dazu, so dass ich mich erst später bemerkbar machen konnte, dass ich einen Schwenk mache, während er einen Schwank erzählt.

Ich fand es auch sehr nett von einer Moderatorin, die uns dezent auf unsere Figur hinwies: „Wie wäre es mal mit Fitness? Wir meinen es nur gut, damit ihr wieder Bikini- und Badehosenfigur bekommt!“ Da bist du schon erst mal sprachlos. Besonders wenn du dann am nächsten Tag gefragt wirst: „Wie ist denn das Kulinarische dort? Habt ihr was gegessen?“ Da konnte ich nur antworten: „Nein, wir testen nicht mehr, wir sind laut Kollegin zu fett!“

Andreas steht parat im Labranda Royal und hört entsetzt, wie im Trailer das Citadelle in Sahl Hasheesh anmoderiert wird.

„Hallo Andreas, ich gehe davon aus, das du im Citadelle bist, wo denn genau!“

„Da muss ich dich leider enttäuschen, ich stehe zwar am Roten Meer, aber nicht in Sahl Hasheesh!“

Bevor wir auf Sendung gehen, wird uns ins Ohr geflüstert, wer moderiert, da wir unser Gegenüber ja nicht sehen. Dumm ist dann, wenn ich mitten in der Sendung zu Ulf „Goofi!“ sage. Er war schlagfertig und antwortete: „Klar Bettina!“

Auf jeden Fall haben wir viel Spaß an unserem Job und freuen uns, das auf Grund unseres instabilen Internets das Portfolio der Angebotspräsentation wieder erweitert wird: Facebook live!

Ferngesteuerte Urlaubs Checker.

Live können die Zuschauer Fragen stellen und beantwortet bekommen! Unser neues Format, FB live in der Sendung live zu übertragen, hat auch seine Tücken. Die Internetverbindung brach genau zur Anmoderation zusammen. Ich musste entscheiden: Warten, ob sie sich wieder fängt, oder schnell abbrechen und neu starten. Ich entschied mich für Letzteres. Doch leider vergaß ich in der Hektik, dass wenn ich starte, dass das Format bleibt, also das Bild nicht umschwenkt. Ich startete im Längsformat und die Assistentin nahm mein Handy ins Querformat, so dass die ganze Anmoderation auf der Seite stand. Auch ich verstand die Regieanweisung nicht sofort: „Kamera drehen!“ Ich hatte doch die Vorderbildkamera an!

Es ist uns schon vieles passiert, nur ein Lachflash wie bei Kai Pätzmann, der fehlt noch!

Aber wir haben ja noch Zeit! Wir freuen uns auf die nächsten 150 Schalten und sind gespannt, was Technik, Regie oder Moderation noch für Überraschungen bringt! Hier ein Beispiel für FB Live Sheraton Miramar: https://www.youtube.com/watch?v=hkvig7KuJs0

Schön, mit einem so dynamischen Unternehmen zusammen arbeiten zu dürfen – danke!

 

El Gouna – Mövenpick Resort & SP

„Was ist das Besondere an diesem Hotel?“, eine Lieblingsfrage unserer Moderatoren aus München beim Live-Interview, welche wir gerne beim Informationsrundgang weitergeben. Brigitte Gobran, Marketin Comunications Managerin, kennt nach 18 Jahren ihr Haus aus dem FF und sprudelt los: „Die Schokoladenstunde und das Familykonzept, was typisch für alle Mövenpick-Hotels sind. Der weitläufige Strand am offenen Meer, welches nicht jedes Hotel in El Gouna hat,  die großen Lagunen, die Flexibilität für Neues, zum Beispiel seit einem Monat das BBQ am Lagunenpool immer montags.“ Wir merken schon, dass hier eine Ansprechpartnerin ist, die stolz auf das ist, was sie repräsentiert. Das ist der Beste Einstieg für ein gutes Interview, wo es uns wichtig ist, Informationen weiter zu geben, die im Angebot nicht nachzulesen sind und einen Platz zu finden, der im Werbefilm so nicht zu sehen ist. Also, dann lasst uns das Mövenpick mal erkunden!

Ankunft

In der Lobby bekomme ich schon viele Auskünfte: Am Montag ist am Lagunenpool Grillabend, am Donnerstag gibt es den Orientalischen Abend. Verlockend sind kleine Schokoladenkuchenstücke aufgebaut, bei denen mir der Spruch einfällt: „10 Sekunden gekaut, 7 Jahre auf der Hüfte!“ Ich bin gerade zur Schokoladenstunde gekommen. Besonders fällt das Bild vom Restaurant „El Sayadin“ ins Auge, da der Ausblick über die Terrasse zum Meer einfach traumhaft ist. Ich bin gespannt, ob die Fotokulisse hält, was sie verspricht. Brigitte besorgt ein Elektomobil, da die Anlage sehr weitläufig ist und ich mit Kamera und Stativ bepackt bin. Sie hat verschiedene Ideen, wo wir eine schöne Aussicht für das Interview haben. Ich genieße die Fahrt vom Haupteingang an den Tennisplätzen vorbei in Richtung Pool, wo wir den ersten Stopp machen. Treppen hoch und da sind wir.

Pool und Strand

Ein super Ausblick über einen Teil der Anlage mit Hauptpool, umrahmt von den Zimmern, mit direktem Übergang zum Meer. Das tolle: Wie ein Naturbecken ist das Meer durch eine Landzunge abgetrennt, so dass man hier wunderbar schwimmen kann. Dahinter erst geht es ins ungeschützte weite Blau. Ein Traum für alle, die richtig schwimmen möchten. Obwohl das Hotel gut belegt ist, gibt es noch freie Liegen. „Ist das der einzige Pool?“ Brigitte lacht, „Wir haben noch zwei weitere Pools, aber auch Lagunen, in denen man wunderbar schwimmen kann.“ Das ist die Besonderheit von El Gouna und es wird nicht umsonst das Venedig Ägyptens genannt.  Der Lagunenpool, an dem im Sommer der Grillabend ist, wird im Winter von den Gästen bevorzugt, da er windgeschützt liegt. Am liebsten würde ich mich jetzt zu den Urlaubern an die Poolbar setzen, doch die Arbeit ruft.

 

Zimmer

Wow! Die Zimmer haben die Doppelbetten in der Mitte des Raumes platziert, sodass man morgens beim Aufwachen vom Bett aus direkt zum Fenster hinausblickt. Da Ägypten eine Sonnengarantie hat, kann man sich jeden Morgen von der Sonne wachküssen lassen. Die Deluxe Zimmer sind mit 40 qm fast eine kleine Wohnung. Mir ist das wichtig, denn ich möchte im Urlaub mindestens so viel Platz haben wie zu Hause. Andreas meint, die Zimmer sind zum Schlafen da.

Das Bad ist modern und geräumig mit begehbarer Dusche.

Verpflegung

So viele neue Eindrücke, da muss ich wirklich noch einmal nachfragen, wie viele Restaurants den Gästen zur Verfügung stehen! Einmal das Hauptrestaurant „Palavrion“, in dem das Frühstück  und Abendessen als Büffet angeboten wird. Viele bevorzugen dies, da man eine große Auswahl hat und alles mal kosten kann. Ich bin eher für ein schönes Abendessen mit Service. Hier hätte ich die Möglichkeit, entweder thailändisch im „Bua Khao“ oder italienisch im „Gallery“ zu Essen. Man kann aus verschiedenen Menüs wählen. Mittags laden das italienische Restaurant sowie die beiden Pool Restaurants ein, in denen man beliebte Gerichte wie auch Kleinigkeiten essen kann, ohne weite Wege zurückzulegen. Im Poolrestaurant „Lagoon“ wird in den Sommermonaten wöchentlich ein BBQ zusätzlich zu den bestehenden Abendessen angeboten, Aufpreis 10,00 €.

Jetzt bin ich noch gespannt auf das Restaurant am Meer „El Sayadin“!

Die Bilder lügen nicht. Es wird Fisch und orientalische Küche angeboten. Mein Favorit: das Lobster Menü für umgerechnet etwa 35,00 €! Bitte beachten, dass dieses Restaurant ist im All inklusiv Paket nicht enthalten ist. Doch ein Abendessen mit diesem Ausblick, was dem Foto der Lobby nichts nachsteht, wäre für mich ein MUSS!

Wellnessbereich

Was wäre ein Urlaub ohne eine entspannende Massage? Deshalb bin ich auf die Wellnessabteilung sehr gespannt. Die Spa Abteilung hat einen relativ großen Relax Pool, der bereits beim Bestaunen entspannt. Als wir das erste Mal in Ägypten eine Sauna gesehen hatten, waren wir auch erstaunt. Doch tatsächlich freut man sich in den Wintermonaten November bis März auch auf eine heiße Entspannung und die meisten Massageabteilungen nutzen die Wärme, um die Muskeln vor der Massage aufzuwärmen. Doch bitte beachten: hier wird nicht nackt sauniert, sondern mit Badekleidung. Deshalb ist eine Dusche nach dem Saunagang wichtig, bevor man in den Wirlpool oder in den Pool geht. Ich empfehle jedem, zu Beginn des Sonnenurlaubes eine Hamambehandlung zu buchen. Durch das Peeling werden die alten Hautzellen abgerubbelt und die Bräune hält dadurch länger. Kosten: etwa 60€/Stunde, im Paketpreis günstiger.

Aktivitäten

Bei so viel gutem Essen, der Schokoladenstunde und den leckeren Cocktails kann man neben dem Dauerchillen auch ein bisschen aktiv werden. Die Tennisplätze mit Flutlicht sind natürlich im Winter mehr gebucht. Nur die ganz abgehärteten spielen in der Sommerhitze im Freien. Doch es gibt für den Sommer genügend Alternativen. Wie wäre es mit einem Schnuppertauchen, damit man die Unterwasserwelt nicht nur aus der Schnorchel Perspektive kennenlernt? El Gouna hat mehrere zertifizierte Tauchschulen, mit denen man dieses neue Abenteuer einmal testen kann.

Vom Pool aus kann man die bunten Drachen der Kiter beobachten, macht das nicht einmal Lust, es selbst zu versuchen? Die Winde in El Gouna sind bei Insidern sehr geschätzt. Im Jahr 2016 wurde in El Gouna sogar die Weltmeisterschaft der Kiter ausgetragen. Dabei haben mir Könner versichert, dass dies eine Sportart für jedes Alter ist! Vielleicht wage ich mich doch einmal ran.

Wer nicht ganz so wagemutig ist, der lässt sich vielleicht zur Wassergymnastik oder Beachvolleyball animieren. Es gibt für mindestens vier Wochen Aufenthalt genügend Angebote.

 

Kinder und Jugendliche

Jeder der Kinder oder Enkel hat, sucht ein Hotel, in dem auch der Nachwuchs auf seine Kosten kommt und für die Erwachsenen der Urlaub auch Entspannung ist. Seit April 2017 gibt es das „Mövenpick Family“ Konzept. Angefangen bei der Hardware für die Kleinen wie Flaschenwaermer,  Babsitz, Kinderbuggy , Toilettenaufsatz und Schemel für das Waschbecken über  die „Power Bites“, gesunde Kindermenüs, die in allen Restaurants angeboten werden, bis hin zu Aktivitäten für die ganze Familie. Natürlich gibt es auch eine professionelle Kinderbetreuung für die Kids zwischen 2 und 12 Jahren. Bei der Minidisco darf auch Papa mal tanzen. Ein Blick auf den Kinderpool beruhigt mich: es ist plantschen im Schatten möglich.

Besonderheiten

Das Hotel verfügt über 15 behindertengerechte Zimmer und auch der Außenbereich sowie die Restaurants sind für Rollstuhlfahrer und somit auch für Kinderwägen gut zu befahren.

Tipps

ElGouna bietet ein einzigartiges „Dining around“ Konzept an, welches den Gästen ermöglicht, in 14 weiteren Hotels am Büffetrestaurant das Abendessen einzunehmen. Da das Mövenpick Resort &Spa die höchste Sternekategorie hat, kann in allen 14 anderen Hotelrestaurants ohne Aufpreis zu Abend gegessen werden, nur die Getränke müssen bezahlt werden. Eine Reservierung ist bei der Gästebetreuung ist notwendig. Als Fortbewegungsmittel kann man sich ein TucTuc bestellen (60 Cent pro Person), den Shuttlebus zweimal in der Stunde nutzen oder mit dem Bootsshuttle kostenlos fahren, was auch schon fast einer Lagunenfahrt gleich kommt.

Sonntags gibt es in El Gouna das Street Festival, wo abwechselnd in Down Town oder in der Abu Tig Marina Bühnen aufgebaut werden um mit Musik zu Tanz einzuladen.

Oder ihr macht einfach mit uns einen individuellen Ausflug!

Fazit

Dieses Hotel zeichnet sich durch die Familienfreundlichkeit und den vielen Sportmöglichkeiten aus. Die Schweizer Marke Mövenpick steht  für qualitativ hochwertiges Essen und die Lage El Gouna rundet das Paket in Sachen Lifestyle und „raus aus der Anlage“ ab. Das waren auch die wichtigsten Punkte für unser Interview. Dieses Mal aus der Perspektive des Lagunenpools, beim nächsten Mal vielleicht vom Restaurant El Sayadin mit dem Blick aufs Meer. Schaut einfach mal rein!

Sonnige Grüß und bis bald

Andreas und Astrid

Sicher fühlen und sicher sein?

Die sichersten Reiseländer 2017 überraschen doch und ich nehme diesen Anlass, um die „Sicherheit“ in Ägypten wieder neu zu betrachten. Tatsächlich wird für die Ermittlung der sichersten Reiseländer nicht nur das terroristische Risiko mit eingebunden, sondern auch Sicherheit im Straßenverkehr, allgemeine Kriminalität und die Gesundheitsvorsorge. Auch auf diese Punkte möchte ich hier eingehen.

Nach den jüngsten Schlagzeilen wurde Menschen am Flughafen gefragt: „Fliegen Sie trotzdem nach Ägypten?“ war die Antwort:

„Ja, wo ist es heute noch sicher?“

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in Nizza, Paris, Berlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

Ich möchte weder etwas beschönigen, noch verharmlosen, nur relativieren. Es ist nämlich auch etwa die gleiche Entfernung wie zwischen Zypern und Aleppo, doch hat jemand Angst, nach Zypern zu fliegen?

Kriminalität – Ägyptisches Rechtssystem:

Vor 10 Jahren war die Kriminalität in Ägypten nicht erwähnenswert. Heute ist sie etwas gestiegen, jedoch im Vergleich zu Handtaschenraub in Italien, Organhandel in Europa oder sogar London, welches eine Kriminalität von über 30% hat, immer noch nicht nennenswert.

Ägypten ist kein rechtsfreier Raum, wie vielleicht manche meinen. Die meisten Gesetze wurden von Frankreich übernommen, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsrecht, Wirtschaftsrecht oder auch Strafrecht. Ein Ägypter sagte einmal zu uns: Was bei dir in Deutschland verboten ist, ist zu 99% auch hier verboten. Also, gar nicht so anders. Wenn man ein Problem hat, geht man zur Touristenpolizei (Tel. 126 Landesweit) oder, bei wirklich ernsten Problemen, zur deutschen Botschaft nach Kairo. Doch die meisten anfallenden Problemchen können durch den Reiseleiter geklärt werden!

Tipp: Sollte man in eine Situation kommen, die einen Angst macht, laut schreien beginnen! Es wird sofort eine Ansammlung von Menschen kommen, die sich um den Touristen kümmern. Die Reputation ist auch den Ägyptern wichtig und sie wollen als guter Gastgeber gesehen werden. Bei einer Menschenansammlung kommt dann auch ganz schnell die Polizei.

Risiko im Verkehr

Qena

Tatsächlich sehe ich dabei das höchste Risiko.  Die Problematik beginnt bei unzureichend technische einwandfreien Fahrzeugen über eine schlechte Ausbildung der Fahrer bis hin zum chaotischen Fahrverhalten mit riskanten Ablenkungen durch die Nutzung des Handys. Deshalb empfehle ich bei Fahrten mit dem Taxi auf den angebotenen LimousinenService des Hotels zurück zu greifen, auf Empfehlungen oder ABC Taxi. Alle weiteren Fortbewegungsmittel empfehle ich erst, wer hier sein gefühltes 2. Zuhause hat und die Ägypter und die Risiken gut einschätzen kann.

Gesundheit und Hygiene

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egypt Air wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger ist als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

Hygiene

Viele meinen, es wird unhygienisch gearbeitet und nehmen als Indiz dafür, die Magenkrämpfe, die oft bei Urlaubsaufenthalten zu schaffen machen. Natürlich werden auch in den Hotels regelmäßige Untersuchungen und Hygienechecks gemacht, siehe dazu unseren Beispielfilm. Dazu folgende Hinweise: Unser Wasser kommt aus dem Nil über Pipelines. Teilweise wird es mit Chlor versetzt. Das Wasser aus dem Hahn kann zum Zähneputzen benutzt werden, sollte nicht getrunken werden. Dieses Wasser wird auch für das Waschen von Salaten genutzt, verursachte jedoch bei mir noch nie Magenprobleme. Diese resultieren meist vom Klimawechsel, zu kaltem Trinken (nicht die Eiswürfel sind schuld, sondern die Temperatur) und das Essen mit fremden Gewürzen. Übrigens: Wenn wir nach Deutschland fahren, bekommen wir auch Durchfall und Magenprobleme.

Tipp: bei kleineren Beschwerden in die El Ezaby Apotheke auf der Airportroad oder in der Senzomall aufsuchen. Sie ist staatlich und es ist immer ein Arzt vor Ort.

Ein Urlaub in einer Hotelanlage:

Der Tourismus hat sich darauf eingestellt, dass sich die Menschen einen Tapetenwechsel wünschen, aber doch viel von zu Hause wiederfinden wollen. Diesem paradoxen Wunsch wird gerade bei Pauschalurlauben Rechnung getragen.

Deutschsprachige Reiseführer, die einem vom Flughafen bis zum Hotel begleiten und wieder zurück.

Der deutschsprachigen Gästebetreuung und teilweise auch die Angestellte, die unserer Sprache mächtig sind, kann ich meine Wünsche sagen, ohne Sprachbarriere.

Die Essens- und die Getränkeauswahl ist international, so dass ich neue Gerichte versuchen kann, aber nicht muss.

Übrigens: Wenn man es allen recht machen will, so muss man den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, und das ist wenig Würze.

 

Außerhalb der Hotelanlage

Niemand muss Angst haben, die Hotelanlage zu verlassen. Wagen Sie den Schritt in eine fremde Kultur. Das unangenehmste, was einem dabei passiert ist, von den Shop Besitzern angesprochen zu werden. Da die Geschäfte zurückgegangen sind, meinen die Kaufleute, mit aktiven Verkaufsgesprächen die Touristen in ihr Geschäft holen zu müssen. Sie verstehen nicht, dass es die Kunden eher abschreckt. Wer das nicht möchte, sollte in El Gouna flanieren, dort ist es den Händlern untersagt aktiv zu werben, oder auf dem ägyptischen Markt, da ist ein Tourist einfach ein Fremder, kein potentieller Kunde. Wer an touristischen Shops vorbei geht, sollte einfach nicht reagieren und sich das ansehen, was ihn interessiert. Übrigens: die Souvenirläden von Cleopatra sind ausgepreist. Da kann man weder handeln, dafür wird man auch nicht in ein Verkaufsgespräch gezwängt.

Ausflüge:

Sie können unbesorgt alle Ausflüge, die angeboten werden, buchen. Weder ist eine Fahrt nach Luxor noch nach Kairo gefährlich. Im Gegenteil, ich finde besonders die Fahrten immer wieder schön. Nach Luxor führt die Straße durch die Berge, welche eine einzigartige Kulisse bietet,  nach Kairo lange Zeit am Roten Meer entlang.

Die Checkpoints, die an den Ein- bzw. Ausfahrten von Hurghada eingerichtet sind, sollten Ihnen keine Angst machen. Es ist eine Kontrolle, wer in oder aus dem Ort will. Touristischen werden selten kontrolliert. Es ist wirklich überwiegend für die Ägypter zur Überprüfung, was sie in die Stadt führt. Auf der ägyptischen ID ist unter anderem der Arbeitgeber eingetragen, so dass die Polizei damit sehr wohl überprüfen kann, wenn jemand geschäftlich hier zu tun hat. Wer keinen vernünftigen Grund nennen kann, wird wieder zurückgeschickt.

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

Abu Simbel

Astrid und Andreas