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Makadi – Labranda Hotels

Als das Gebiet Hurghada von den Tauchern vor etwa 30 Jahren entdeckt wurde, wollte jeder ein Stück von dem Kuchen abbekommen und man versuchte die schönsten Strandabschnitte zu ergattern. Das erste Hotel war damals das Sheraton, welches leider nicht mehr aktiv betrieben wird. Von diesem Standort wurde sich am Strand entlang ausgebreitet, bis dann auch die Buchten in Richtung Süden mit Sahl Hasheesh, Makadi  Bay, Somabay bis hin zur Stadtgrenze Safaga, dem nächsten Ort, erschlossen waren. Im Norden wurde von Samir Sawiris direkt El Gouna in Angriff genommen. Ein bisschen erinnert das an den Witz: Warum sind in Ostfriesland alle Busse so breit? Weil alle in der ersten Reihe sitzen wollen.

Makadi liegt etwa 20 KM südlich von Hurghada, und das Labranda Royal sowie Labranda Club waren dort die ersten Hotels und haben sich somit den schönsten Strandabschnitt gesichert.

Labranda ist die Eigenmarke von FTI und wer diese bucht kann sicher sein, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu bekommen. Labranda kauft ältere Hotels auf, renoviert diese und bietet sie dann zu einem sehr attraktiven Preis an.

Worin unterscheiden sich die Hotels Garden – Club – Royal?

Ganz grob gesagt: An den Leistungen, die man für sein Geld bekommt.

Labranda Garden

Das günstigste der drei Hotels, da es nicht direkt am Meer liegt. Es ist in einem Kreis gebaut. Die Zimmer an der Außenseite sind die „Zimmer mit Gartenblick“, die in der Innenseite „mit Poolblick“. Der Ausblick der Zimmer mit Blick zum Garten kann sehr unterschiedlich sein: die einen schauen Richtung Berge, die gegenüberliegenden Richtung Meer und die nach Norden und Süden ausgerichteten haben Meer- und Bergblick.

In der kreisförmigen Anlage befinden sich noch die Rezeption, darüber die Sundowner Bar,

Sundownerbar mit Blick über die Anlage

die abends um 18.00 Uhr öffnet und man einen wunderbaren Ausblick zum Sonnenuntergangscocktail genießen kann und das Restaurant.

Poolbar

 

 

 

Poolanlage Labranda Garden

In dem Inneren des Kreises ist das Herzstück der Anlage mit Poolanlage, Animation, Poolbar, Shishabar und der Terrasse des Restaurants.

Labranda Garden Restaurant Büffet

Besonderheit: Diese Anlage ist die kleineste der drei und für mich persönlich deshalb die mit dem besten Service. Man bekommt am Pool seine Getränke serviert, an der Poolbar alles in Gläsern und Tassen. Der Cappuccino wird durch einen Siebdruck gepresst und nachmittags werden auch mal eisgekühlte Melonenstücke gereicht.  Das Personal ist zuvorkommend, das Essen warm um gut

Labranda Garden Restaruant

gewürzt (es gab sogar Ente!) und für einen Eckpreis, der manchmal sogar unter 300€ für eine siebentägige Flugreise liegt, gehe ich gerne den Aufwand ein, zum Strand des Labranda Clubs den kostenlosen Shuttle zu nehmen. Natürlich darf ich dann auch das Strandrestaurant vom Club mitbenutzen und das „Hamburger House“ auf der im Mai 2017 eröffneten Foodpromenade!

Fazit: Wer es lieber etwas ruhiger und gemütlicher hat, und noch dazu seinen Geldbeutel schonen möchte, der entscheidet sich für diese Anlage. Übrigens: Wem es gar nicht gefällt, der kann gegen einen Aufpreis von etwa 10€ pro Person und Tag ins Club umbuchen lassen, wenn Zimmer frei sind.  (siehe Filme)

Labranda Club

Das Hotel hat nach Landeskategorie 4 Sterne. Hier möchte ich einmal die Gelegenheit nutzen, etwas loszuwerden, bezüglich der Sterne in einem Hotel:

Falsche Erwartungshaltung bei Sterneangaben

Die Anzahl der Sterne hat zum Großteil damit etwas zu tun, was eine Hotelanlage zu bieten hat. Der Unterschied liegt in der Größe der Zimmer, der Anzahl der Restaurants, die Öffnungszeiten, die Sprachen, die gesprochen werden, die Einrichtung der Hotelzimmer. Diese Fakten können jedoch sehr unterschiedlich erfüllt werden und genauso unterschiedlich sind dann die Preisunterschiede der Hotels mit gleicher Sterneanzahl. Man kann sich somit an einer Hand abzählen, dass wenn ich vergoldete Wasserhähne will, ich ein Hotel der gleichen Sternekategorie mit dem höheren Preis wählen muss. Oder woher würden sonst die teilweise 100 prozentigen Preisunterschiede kommen? Bestimmt nicht, weil das eine Hotel mehr daran verdient als das andere!

Poollandschaft Club

Zurück zum Labranda Club: Diese Hotelanlage befindet sich direkt am Strand und ist, wo wie die meisten Hotels in Ägypten, U-förmig gebaut. Im Eingangsbereich ist die Rezeption, die Lobby und die Lobbybar, rechts das Hauptrestaurant und darüber das orientalische a la Carte Restaurant.  Im U strahlt die großzügige Poolanlage Urlaub aus und rechts hinter dem Hotelabschnitt ist das Amphitheater.

Durch das Strandrestaurant, was mich an eine griechische Taverne erinnert, kommt man an den ersten Sandstrandabschnitt der Hotels. Rechts an der Bucht liegt das Fischrestaurant, welches sonntags geöffnet ist. Man erkennt es gleich, da es wie ein Schiffsfrack aussieht.

Das Essen am Strand hat uns immer überzeugt, besonders weil es dort frische Pizza oder Hähnchen vom Grill gibt. Auch hier bekomme ich meinen Cappuccino frisch gepresst und wenn ich Zeit mit bringe auch serviert.

Besonderheit: Der Strand ist natürlich der Knaller und da genau nebenan das Schwesterhotel Royal den anderen Strandabschnitt hat, kann man beide Buchten nutzen und hat so genügend Platz und Auswahl an Liegemöglichkeiten. Der flachabfallende Sandstrand ist ein Traum für Kinder, die gerne mit Matsch spielen und für Badeurlauber, die gerne schwimmen. Denn diese Buchten laden zum Schwimmen, Kanufahren oder Wasserboot ein, als Fun wird natürlich die obligatorische Banane angeboten. Auch der Wassersport kommt nicht zu kurz und man kann Tauchen oder Kiten, die prädestinierten Wassersportarten für Ägypten.

Fazit: Wem es wichtig ist, in der Hotelanlage auch einen Strand zu haben und dem drei Restaurants ausreichend sind, der kann mit der Wahl dieses Hotels dies zu einem günstigen Preis bekommen.

Tipp: Gegen einen Aufpreis von nur 5,00€ pro Tag/Person (mindestens für 7 Nächte, sonst 8 € und bei nur einem bis drei Buchungen kostet es 10€ pro Person und Tag) kann man sich vor Ort upgraden lassen und kann dann ALLE Restaurants auch vom Royal und der Foodpromenade nutzen! Dann ist man kulinarisch den Royalgästen gleichgestellt und spart unterm Strich immer noch im Verhältnis zum Gesamtpreis.

Labranda Royal

Diese Hotelanlage hat nach Landeskategorie 5 Sterne, da die Zimmer größer, die Bäder geräumiger (neu renoviert) und die Anzahl der Restaurants sowie der Pools höher sind.

Die Lobby mit der Rezeption befindet sich im Obergeschoss (von der Busankunft ebenerdig), zum Restaurant und der Terrasse, an der an jedem Abend von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr auf der Bühne Programm geboten wird (vom Lifesänger bis zur Fakirshow) und abends auch Shisha geraucht wird, muss man nach unten gehen (vom Strand kommend ebenerdig).

An der großen Poolanlage befindet sich ein Süßwasserpool mit integriertem Kinderpool, die im Winter auch beheizt sind. Der Salzwasserpool dagegen bietet eine willkommene Abkühlung und dahinter gibt es nochmals einen speziellen Kinderpool.

Geht man bei der Shishaecke rechts Richtung Hotelzimmer, dann findet man noch einen weiteren Pool, „The Rocks“, an dem keine Animation stattfindet.

Natürlich liegt auch dieses Hotel an einer Sandbucht mit direktem Zugang zum Wasser. Links an der Bucht ist ein ganz neu gebautes Wassersportcenter, das von der Schnorchel Ausrüstung über Tauchkurse alle Bedürfnisse der Wassersportler befriedigt oder zumindest weiterhelfen kann. Hier steht auch das für d

ie Gäste kostenlose Kanu und Tretboot.

 

Verpflegung

 

Tatsächlich hat uns das Büffetrestaurant nicht überzeugt. Es wirkte lieblos und sich ständig wiederholend. Da ich sowieso nicht der Freund von Büffetrestaurants bin, habe ich täglich ein anderes A la Carte Restaurant ausgewählt, welche uns alle gefallen und das Essen geschmeckt hat.  Neben dem italienischen Restaurant im Royal dürfen auch in den beiden al la Carte Restaurants im Club (orientalisch täglich und Fischrestaurant sonntags) ohne Aufpreis gegessen werden. Und seit Mai 2017 gibt es als für mich einzigartiges Angebot die Foodpromenade!

Die Foodpromenade wurde auf dem Grenzstreifen zwischen den beiden Hotels gebaut und beinhaltet 5 Pavillons (jeder etwa 120 Sitzplätze), in denen verschiedene Länderthemen als Menü/A la Carte ab 19.00 Uhr angeboten werden, eine Reservierung mindestens am Vortag ist notwendig:

Das Cafe Cairo (bereits ab 17.00 Uhr geöffnet und für Club- und Royalgäste inklusive) macht vom Strand aus gesehen den Anfang mit typischen Süßem aus Ägypten, Getränke wie Kakate oder Sobia und freitags auch Schawerma vom Grill (ähnlich wie Dönerspiess).

Griechische Taverene: Ich dachte, weil wir für Sonnenklar.TV die Interviews von dort machen, bekommen wir besonders viele Vorspeisen serviert. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Alle Gäste bekommen einen gemischten Vorspeisenteller, auf dem alles, was auf der Menükarte angeboten wird, hübsch angerichtet ist. Zusätzlich kann man dann noch einen griechischen oder Oktupussalat bestellen,  eine Tomatensuppe und aus diversen Hauptgängen wählen.

Kubanische Spezialitäten: Auch hier wurden wir wieder verblüfft: Dieses Mal war die Speisekarte nur für Informationszwecke bei den Hauptgängen, die Vorspeisen konnten gewählt werden. Doch Vorsicht: Genügend Hunger über lassen um Hähnchen, Lamm, Rind und Taube sowie die typtischen Würstchen vom Grill, welche man alle vom Spieß angeboten bekommt, versuchen zu können!

Asiatische Köstlichkeiten: Auch hier bekommt man alle auf der Karte befindlichen Vorspeisen serviert, man wählt lediglich seinen Hauptgang.

Das Burger House wird alle Fans des gegrillten Hackfleischs zwischen knusprigen Brötchen mit Salat, Mayonaise und Ketchup begeistern. Ob mit Käse oder ohne, ob vegetarisch oder aus Hähnchen, alles das können die Gäste selbst bestimmen! Hier dürfen auch die Gäste vom Club und Garden reservieren und ohne Aufpreis Essen gehen!

Last but not least kann man sich eine frische Waffel mit Eiscreme zum Dessert gönnen, auch dies für alle Gäste der drei Hotels inklusive.

Hygiene

Selbstverständlich werden regelmäßige Chalitätschecks in den Resataurants und Küchen vorgenommen! Vielleicht könnt ihr es auch einmal beobachten!

 

Kinder/Jugendliche

Sowohl das Club als auch das Royal haben einen Kinderclub. Der im Club ist ziemlich modern, jedoch ohne Schatten, so dass die Aktivitäten viel drinnen stattfinden. Im Royal ist der Außenbereich im Schatten, jedoch ist der Club nicht besonders modern.

Die Kinderpools sind leider in beiden Hotels nicht im Schatten. Man sollte deshalb für die Kleinsten einen mobilen Schirm mitbringen.

Für Schulkinder wird diese Anlage ein Traumurlaub werden. Durch die Pizza- und Nudelstation gibt es immer was zu Essen, der weitläufige Strand bietet viel Auslauf, die kostenlosen Wasseraktivitäten Abwechslung und die Animation wird gerne von den Jugendlichen angenommen.

Aktivitäten

Die Gäste aller drei Hotels können die Wassersportangebote nutzen. Zwischen dem Club und Royal befindet sich der Wellnessbereich, in dem man sich die Massagen oder Hamamanwendungen buchen kann. Die Gardengäste haben einen kleinen Massageraum vor Ort. Am Ende der Foodpromenade (aus Richtung Meer kommend) befindet sich links bei dem Durchgang zu den Parkplätzen der Fitnessraum und Aktivitäten wie Tischtennis oder Kicker.

Besonderheiten

Zusätzlich hat jedes Hotel seine eigene Meetingpoint Longe, in der täglich ein deutschsprechender Ansprechpartner bei der Auswahl von Ausflügen, sei es mit dem E-Bike, mit dem Quat oder mit dem Flugzeug nach Kairo oder Luxor, hilft. Er begrüßt auch die neuen Gäste und gibt bei der Ankunftsinformation wichtige Tipps.

Im Royal kann man direkt am Meer kleine Bungalows mieten. Diese sind nur vor Ort gegen einen Aufpreis von 15€ pro Person/Tag zu buchen. Fragen Sie an der Rezeption!

Tipps

Die Angebote sind so Facettenreich, bitte nutzen Sie die deutschsprachigen Reiseleiter in der Meetingpoint Longe und die Gästebetreuung. Die Makadibucht selbst bieten außer Hotelanlagen keine Sehenswürdigkeiten, doch Sahl Hasheesh oder Hurghada ist schnell mit dem vor Ort angebotenen Shuttlebus (etwa 10€ pro Person) zu erreichen oder einen Ausflug wert.

Fazit

Eine ganze Menge Leistung für schmales Geld! Persönliche Bedürfnisse werden durch die drei verschiedenen Angebote gut befriedigt. Auf jeden Fall eine Möglichkeit, für Ägypteneinsteiger oder auch Langzeiturlauber!

Seetag mit Kom Ombo Tempel

Jetzt fahren wir! Hier dreht man die Liegen nicht Richtung Sonne, sondern Richtung Ufer. Natürlich darf auch hier das seltsame Verhalten der Deutschen nicht fehlen: Alle Liegen werden mit Handtüchern reserviert, zumindest die im Schatten. In der Sonne waren bis abends noch welche frei, den nicht viele halten 40 Grad im Schatten aus, ohne Schatten.  Es ist so heiß, dass ich mir beim barfußlaufen die Fusssohlen verbrannt habe und den Hintern, wenn man sich auf den Beckenrand setzt. Also, wie in der Dampfsauna erst einmal den Rand mit der Brause abkühlen, um sich dann in das Nass zu legen, was tatsächlich die Hitze erträglicher macht.

Alkohol ist bei der Hitze nicht so gut, also bleiben wir bei Wasser und Zitronensaft. nachmittags einen Capuccino, der mit kleinen Gemälden verziert wird. Wenn man die Landschaft an sich vorbeiziehen sieht, kommt man fast in Versuchung zu denken, wir stehen und einer bewegt eine Fototapete.

Unterbrochen wurde das Schauspiel bei der Einfahrt zur Schleuse. 6 Meter Höhenunterschied werden ausgeglichen. Die Fahrt in die Schleuse ist Millimeterarbeit, doch der Kapitän schafft das souverän.

 

Das Programm sieht vor, dass um halb acht die Bordmanschaft vorgestellt wird. Vom Kapitän, der nicht wie am Traumschiff mit weißem Jakett und Seemannskappe kommt, sondern mit Galabea und Turban, bis hin zum Houskeepingmanager werden alle Stabstellen vorgestellt. Mit alkoholfreiem Cocktails und kleinen Häppchen wird die Fahrt und der Abend begrüßt.

Nach dem abendlichen Büffet wird noch ein Absacker an der Bar oder Capuccino, der mit kleinen Gemälden verziert ist, auf dem Sonnendeck getrunken und in netter Runde den Abend ausklingen gelassen.  Animation braucht heute keiner mehr, da jeder früh aufgestanden ist und die vielen Eindrücke einfach müde machen.

Ich freue mich auf eine Dusche in der Kabine. Beim Safe bin ich schon an meine Grenzen gestoßen. Jetzt stehe ich, wie Gott mich erschaffen hat, vor einer Dusche mit Brause, Oberdusche und seitlichen Duschstrahlern und zwei Knöpfen in der Mitte. Wie bekomme ich Wasser aus der Brause in angenehmer Tempertur?

Grundsätzlich ist die Dusche weder für Männer, noch für Frauen geeignet. Man braucht logisches Denken und die Funktionsbeschreibung umzusetzen und Fingerspitzengefühl, um die Temperatur einzustellen. Die eine Eigenschaft ist eher bei Männern, die andere bei Frauen zu finden. Bei mir liegt keine der beiden vor. Nachdem ich den unteren Knopf ohne eine sichtliche Reaktion der Brause gedreht hatte, bin ich zu der Überzeugung gekommen, er ist für die Themperatur. Deshalb stelle ich ihn in die Mitte. Den zweiten Knopf kann man drehen und nach oben verstellen. Drei Positionen für drei verschiedene Duschmöglichkeiten. Versehentlich schaffe ich es, die Duscha anzumachen. Das Ergebnis: kalte Wasserfontainen aus der Seite. Ich bewege den unteren Knopf in die falsche Richtung, Wasser eikalt. Ich bewege in die andere, jedoch zu stark, und verbrenne fast. Schnell rüttel ich an dem oberen Knopf, dass das Wasser ausgeht. Nochmal von vorne, wieder Temperatur in der Mitte. Ich beginne dieses Mal mit der Einsstellung des Wasserstrahls. Eine Stufe weiter – Dusche oben ist aktiv.  Mit der letzten Stufe habe ich endlich Wasser aus der Handbrause. Jetzt nochmal vorsichtig an die richtige Themperatur rantasten. Endlich, ich kann duschen!

Ab acht Uhr gibt es eine Stunde Frühstück, was für mich erstens zu früh und zweitens zu kurz ist. Ich begnüge mich deshalb mit einem Kaffe aus der Maschine, die mir eine überlaufende Kaffeetasse beschert. Ich überbrücke die Zeit am Vormittag mit Fitness und Massage, bis es Mittagessen auf dem Sonnendeck gibt. Jetzt ist die richtige Zeit, jetzt knurrt mein Magen.

Die Auswahl besteht immer aus Fleisch und Fisch, Kartoffeln und Reis, Gemüse, Salat und Nachtisch. Es ist praktisch, wenn es nicht so viel Auswahl gibt, so kann man sich besser entscheiden bzw. alles versuchen. Heute gab es sogar Wachteln.

Nachmittag um vier Uhr legten wir in Kom Ombo an. Der Tempel war bereits vom Schiff aus zu sehen. Es ist der Tempel von zwei Göttern: dem Gott der Fruchtbarkeit, dargestellt als Krokodil, und Gott des Schutzes, dargestellt als Falke. Wieder erfuhren wir interessante Geschichten über den ägyptischen Kalender, der Nilwassermessung und den ärztlichen Wissenstand. Bereits 3300 vor Chr. wurden Operationen durchgeführt.

Bei diesem Besuch erfuhren wir auch, das hier für den Gott Sobek sogar Krokodile mumifiziert wurden!

Der Abend endete mit einem wunderbaren Sonnenuntergang, bevor wir uns Chick machten, für das Candle light dinner.

Der nächste Bericht geht weiter aus Assuan!

Viele Grüße Andreas und Astrid Fair Holiday

Wir leben in Ägypten

Wir fühlen uns sicher in Ägypten, auch wenn wir wissen, dass Fanatiker, Politiker oder wer auch immer dem Land die Luft zum Atmen nehmen will und das geht am Besten, wenn man den Tourismus angreift. Warum? Vielleicht, weil damit mehr Armut herrscht und man hofft, schneller Menschen für die eigene Ideologie zu gewinnen. Es geht wie immer um Macht und Geld und ich verstehe schon lange die Zusammenhänge und Abhängigkeiten von Öl, Drogen, Religion und Politik nicht mehr.
Die einen nennen es Naivität, die anderen in die Tasche lügen, ich nenne es Selbstschutz um in dieser Welt glücklich zu überleben. Meiner Meinung nach ist die Menschheit in einem Umbruch, der nicht mehr aufzuhalten ist und ich habe für mich entschieden, das Beste daraus zu machen. Nämlich in der Sonne leben.
Vor einigen Wochen haben wir tatsächlich einen Gewaltakt in Hurghada erleben müssen. Wie immer ist das World Wide Net Segen und Fluch gleichzeitig. Dass etwas passiert ist, wussten wir schnell, doch wie in einer Flüsterpost gingen die Geschichten durch die sozialen Netzwerke:
Erst war es eine Bombe. Das wunderte uns sehr, da wir in unmittelbarer Umgebung des Hotels zu der fraglichen Zeit waren. Eine Bombe? Die hätten wir hören müssen. Auf der von uns zu sehenden Hauptstraße war normaler Verkehr, so dass uns diese Meldung nicht überzeugte. Nein, im Gegenteil, wir dachten, es sei gar nichts. Dann hieß es ein terroristischer Anschlag. Die Attentäter vermehrten sich in den social Medien wie die Karnickel. Aus zwei mach drei, dann acht zum Schluss sprach man von elf! Genauso wie von Toten. Es waren immer noch keine Sirenen zu hören oder ein Rückstau auf der Straße, darum planten wir, direkt hinzufahren.
Tatsächlich: kurz vor Erreichen des Hotels war eine Umleitung eingerichtet worden. Doch der Polizist war weder an einer Fahrzeugkontrolle interessiert, noch war er mit schusssicherer Weste ausgestattet. Daraus folgerten wir, es kann kein Terroranschlag gewesen sein. Würde sonst nicht Polizei und Armee bereits vor Ort sein und agieren? Doch etwas war passiert.
Inzwischen wurde auch in den Foren darum gebeten, nur von Augenzeugen bestätigten Berichten zu schreiben. Über Mitarbeiter und Angehörige des Hotelinhabers, den wir kennen, versuchten wir Informationen aus erster Hand zu erfahren.
Leider hielten sich die Medien nicht an diese Vorgehensweise. Sogar in den Nachrichten wurden Fehlinformationen publiziert, die bis heute nicht alle korrigiert wurden.
Tatsächlich handelte es sich um zwei Männer, die mit Messer, Bombengürtelattrappe und einer Paintball-Pistole Geld von Gästen im neben gelegenen Restaurant erbeuten wurden. Durch die couragierten Mitarbeiter, die sofort die Gäste beschützten, wurde von den Beiden je ein Gast als Geisel genommen, um wieder fliehen zu können. Doch das Restaurant hatte einen zweiten Ausgang, direkt in die Lobby des Hotels. Das brachte die beiden in noch mehr Bedrängnis, denn dort war neben dem Security auch ein Touristenpolizist. Trauriges Ende: bei der Überwältigung der Täter kam einer zu Tode.
Ich will diesen Vorfall nicht kleinreden oder bagatellisieren. Es ist schlimm, dass Menschen in einem Hotel Angst und Schrecken erleiden mussten. Es ist noch schlimmer, dass es dabei auch Verletzte und einen Toten gab. Doch wir haben hautnah miterlebt, wie aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Wie die sensationsgeilen Medien wieder das publizieren, was in das Schema passt. Wie Angst und Unsicherheit geschürt wird was zur Folge hat, dass der Tourismus damit stirbt. Warum gerade Ägypten? Es passieren täglich schlimme Dinge. Würde alles mit gleicher Intensität verfolgt werden, würde keiner mehr in die Türkei, nach Frankreich oder sogar Deutschland fahren, um Urlaub zu machen.
Die Menschen die hier leben, gehen mit der Angst anders um. Und auch wir lassen uns nicht davon abhalten, weiter an den Strand zu gehen, nach Luxor oder Kairo zu fahren oder abends in einer Bar zu sitzen. Wer Lust hat, uns zu begleiten, der kann uns in Ägypten treffen oder hier die Geschichten mit lesen! Ich freue mich auf euer Feedback, am liebsten persönlich!

http://www.fairholiday.com/fairholiday/fun-more/service.html