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Sofra Daima – gedeckter Tisch

Asmaa Mousa, eine moderne Ägypterin, die jahrelang in Stuttgart gelebt und gearbeitet hat, setzt sich schon lange für die Familien ein. Sie hat vor Jahren bereits den Verein für Bildung Familien und Volk (hier Info) gegründet um Familien in Not zu helfen. Wir unterstützen diesen Verein seit 2016, sei es mit Spenden von Fairholiday, ehrenamtlicher Mitarbeit oder wie jetzt, Publizierung einer neuen Idee.

 

Asmaa ist gelernte Köchin und kann auch deutsche Küche. Jetzt gibt sie dieses Wissen an Ägypterinnen weiter und bietet mit Sofra Daima (hier Info) einen Lieferservice an mit ägyptischer/deutscher Küche. Den Überschuss der Einnahmen dürfen die Ägypterinnen behalten und können sich so ihren Lebensunterhalt etwas aufbessern.

Da ihre deutschen Kochkünste schwäbisch angehaucht sind, werden Goulasch mit Spätzle, Schupfnudeln oder auch schwäbische Maultaschen angeboten. Natürlich haben wir das Praktische mit dem Nützlichen verbunden und bestellen für unsere Bootstour (hier  Link zur Info) das Essen bestellt. Frikadellen, Kartoffel- und Nudelsalat kamen gut an. Doch dann versuchten wir auch einmal die ägyptischen Vorspeisen wie Papaganoug, Tahina und Mashi. Als Nachtisch gibt es Käsekuchen mit selbstgemachtem Quark, deshalb auch 2 Tage Vorlaufzeit, schwäbischen Apfelkuchen. Und für Weinliebhaber: Wie wäre es mit einem Zwiebelkuchen dazu? Wir waren begeistert und seit dem können unsere Gäste beim Tagesauflug eine Mischung aus deutscher und ägyptischer Hausmannskost genießen.

In Deutschland hat Asmaa in der Volkshochschule Kurse für agytische Spezialitäten abgehalten, die guten Anklang fanden. Jetzt hat sie sich überlegt, ob dies nicht auch in ihrem Heimatland funktionieren sollte, wo es so viele europäische Menschen leben, die hier ihre Wahlheimat haben und die hiesige Küche lieben.

Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass bei ihrem ersten Kochkurs spontan 9 Teilnehmer dabei waren, die auch direkt den nächsten Kurs gebucht haben.

Kochkurs (hier Film)

Im ersten Kurs lernten wir die Zubereitung von Mashi. Wer wie ich glaubt, das Mashi ein Synonym für die gefüllten Wein- oder Krautblätter ist, der wird jetzt eines Besseren belehrt: Mashi nennt man die Füllung. Gefüllt werden kann neben den Blättern auch Gemüse wie Aubergine, Zwiebel oder Zucchini. Dies wollte Asmaa uns zeigen.

 

Vorbereitung des zu füllenden Gemüses:

Als erstes nehmen wir die Weinblätter. Jetzt im Frühjahr ist dafür Saison und man bekommt diese am Souk. Asmaa betont, bitte darauf zu achten, dass die Weinblätter sich soft anfühlen. Die Weinblätter werden kurz im kochenden Wasser blanchiert, dann können sie gefüllt werden.

Ähnliche Vorgehensweise haben wir mit dem Kraut. Vom Weißkohl erst einmal den Strunk entfernen, damit wir die Blätter einzeln abziehen können. Auch die ganzen Blätter werden blanchiert, bis sie geschmeidig aber nicht zu weich sind. Die großen Blätter werden zusammengelegt, der Strunkstil entfernt und dann in Rechtecke geschnitten.

Die jungen Auberginen, weiß-lila, werden wie Knetmasse erst einmal gerollt, damit man das Fruchtfleisch leicht entfernen kann. Der Stiel wird abgeschnitten und mit einem Spezialmesser, was etwas an einen Apfelentkerner erinnert, ausgehöhlt. Das ausgeschabte Fruchtfleisch werfen wir im Gegensatz aller anderen Abfälle, weg, da es bitter ist.

Die Zucchini werden genauso bearbeitet, doch zusätzlich wird mit den Zacken des Messers leicht an der Schale entlanggefahren. Jetzt haben wir den Sand entfernt und ein schönes Muster.

Zwiebeln werden zur Hälfte eingeschnitten, dann etwas länger blanchiert, so dass Schale für Schale abgenommen werden kann.

Die Füllung – Mashi

Jetzt, nachdem wir das Gemüse vorbereitet haben, kommen wir zum Herzen, zum Mashi. Ein Kilo ätyptischer Reis wird einfach nur in einem Sieb gewaschen. Dann nimmt Asmaa einen Käsehobel und hobelt damit ein Kilo weiße Zwiebeln, ein halbes Kilo Tomate.

Ein Bündel Dill, Petersilie und Koriander wird kleingehackt.

Hinweis: Koreander hat einen sehr eigenen Geschmack und sollte deshalb sehr sparsam verwendet werden. Da Koriander unserer Krauspetersilie sehr ähnlich sieht, immer mit dem Finger ein Blatt zerreiben und an den Fingern riechen.

Jetzt wird alles gemischt und mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und getrockneter Pfefferminze gewürzt.

Tipp:

In Ägypten wächst die Pfefferminze wild. Einfach zwei Tage in Schatten trocknen lassen, dann kann man die Minze als Tee oder Gewürz nehmen.

Das Füllen:

Jetzt wird das Mashi in die Gemüsehüllen gefüllt. Die Weinblätter müssen mit der glatten Seite nach außen gefüllt werden. Man beginnt an der breiten Seite, legt etwa einen Teelöffel der Reismischung auf und macht dann ein Päckelchen, in dem man als erstes die Seiten einschlägt, dann daraus eine Rolle macht.

Ähnlich wird mit dem Weißkraut verfahren, lediglich dass die Seiten offen bleiben. Man rollt wie eine Zigarre.

Die Zwiebeln sind jetzt auch längliche Streifen und werden gerollt.

Zucchini und Auberginen muss man mit den Fingern füllen.

Das Garen

Wir nehmen einen Topf und legen den Boden mit den Gemüseabfällen aus, außer die von den Auberginen, da diese bitter werden. Die Kraut- oder Weinblättermashi werden liegend im Topf gestapelt. Die Auberginen und Zucchini werden stehend in den Topf gegeben.

Es wird etwas Wasser dazugegeben, aufgekocht und dann etwa 30 Minuten sieden lassen, außer die Krautmashi, die sind nach 20 Minuten fertig.

Das Finale:

Der Vorteil an Mashi: man kann sie kalt und warm essen. Wenn sie kalt gegessen werden, dann können sie gut als „Fingerfood“ gereicht werden, also nur mit Serviette.

Abwandlung:

Das Schöne an diesem Gericht, man kann natürlich variieren: Hackfleich darunter mischen oder Karotten. Natürlich kann man die Mashi auch mit Chilli scharf anbieten oder als warmes Essen mit Tomatensoße reichen (dann bitte mit Besteck!).

Fazit:

Der Kochkurs war sehr informativ und lustig. Die Teilnehmer waren so begeistert, dass sie sofort den nächsten Kurs auch gebucht haben. Da die Ägypterinnen das Essen in der Hälfte der Zeit schaffen zu produzieren denke ich mir für meinen Teil: Ich bestelle das nächste mal und lade nur zum Essen ein! Übrigens: Das Essen kann in kleinen Mengen bis hin zur großen Party bestellt werden. Es wird in Mubarak 7 oder Dahar abgeholt  oder mit dem Taxi gebracht.

Tipp: Asmaa macht mit ihren Frauen hervorragende Pasta selbst! Egal ob Spinatnudeln, Maultaschen oder Schmetterlingsnudeln, ein Traum und ein tolles Preis- Leistungsverhältnis!

Also, unterstützt das Engagement von Asmaa und kommt zum Kochkurs oder bestellt das Essen für eure nächste Party!

Erreichen könnt ihr Assma über FB!

Wir freuen uns auf das nächste Essen!

Astrid und Andreas

Fairholiday

 

Die Weißwurst in Ägypten

Wie die Weißwurst nach Ägypten kam, wo alles begann und warum wir seit 6 Jahren diesen Brauch hier pflegen, das war sogar schon Thema bei Antenne Bayern gewesen. Deshalb wird es Zeit, darüber auch mal in eigener Sache ausführlich darüber zu berichten!

Wie alles begann

 

Bereits 2011 hatten wir unsere Wohnung in Hurghada gekauft. Immer, wenn es das Zeitfenster zuließ, packten wir unsere Sachen und verbrachten unsere freien Tage in Ägypten. Das praktische: Wir mussten nicht viel mitnehmen, da unsere Kleidung bereits vor Ort war.

Wenn man hier lebt, vermisst man eine Sache ganz schnell: das deutsche Essen. Natürlich zählen dazu auch die guten Wurst und bayrische Spezialitäten. Besonders wenn wir wiedermal bei Bertls Weißwurststammtisch in Zwiesel eingeladen waren, dort, wo auch der Weißwurstäquator entlang läuft. Bei seinen Stammtischen in Niederbayern kam uns damals die Idee: Für gute Freunde in

Ägypten haben wir „Leckerlies“ aus Deutschland eingepackt, uns mit diesen getroffen und Bayern nach Ägypten gebracht. Wir haben die Weißwürste und den Senf spendiert, Thomas Huth hatte im damaligen Steigenberger Al Dau Club den Platz, die Getränke und die Brezen spendiert. Das Ganze fand damals noch im kleinen Kreis der besten Freunde statt. Doch von Mal zu Mal wurde die Runde größer und  auf einmal waren  auch Freunde von Freunden dabei. Dann war es an der Zeit, sich etwas anderes einfallen zu lassen.

Wo ist eine würdige Location?

Die bayrischen Farben Weiß und Blau finden sich natürlich in Ägypten wieder: Das türkise Meer mit den weißen Schaumkronen, der strahlendblaue Himmel mit den weißen Wolken. Unter den deutschen Residenten gab und gibt es einen Geheimtipp, wo man sich trifft: die Caribbean Bar im Hotel Bella Vista.

Auf Stelzen ist diese Location auf das Rote Meer gebaut worden und spontan dachten wir: Dies ist einem Weißwurststammtisch würdig. Cello Lauck, der Manager dieser Bar, war von unserer Idee begeistert und so starteten wir einen Aufruf in Facebook: „Wer möchte unter ägyptischen Sonne bayrische Weißwürste genießen?“ Und siehe da! Ganz schnell waren 70 Personen verbindlich angemeldet, die den deutschen Brauch, Weißwurst vor 12.00 Uhr mittags essen, mit uns pflegen wollten. Wir waren begeistert.

Im Februar 2012 war es dann soweit, der erste Stammtisch wurde vorbereitet.  Es war toll zu sehen, wie man aus einer Strandbar eine Weißwurstbar zauberte. Eine große bayrische Fahne und kleine Tischfahnen hat unser großes Vorbild Bertl gesponsert. Um Stilecht zu bleiben, haben wir bei Ebay sogar das König Ludwig Weißwurstservice ersteigert!

Auch wenn das Wetter noch etwas kalt war, auch in Ägypten gibt es Winter, so zieht man einen dicken Pulli an und Heizpilze werden aufgestellt.

Wir freuten uns, dass Thomas Huth den bayrischen Wimpel, unser Symbol für den Weißwurststammtisch,  an Cello weitergereicht hatte. Dieser wird seit dem immer an unserem Tisch aufgestellt.

Highlights

Sechs Jahre Weißwurststammtisch Zwieseler Winkel Aussenstelle Hurghada birgt einige tolle Erinnerungen. Immerhin mussten inzwischen über 2000 Weißwürste und 70 Kilogramm Weiwurstsenf nach Afrika gebracht werden. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir das erste Mal recherchierten, ob man überhaupt Weißwürste einführen darf!

Das Internet ist ein bisschen widersprüchlich: Einerseits sind bei verbotenen Gegenständen nur Fleisch und Schweinefett erwähnt, andererseits ist bei erlaubten Gegenständen Schweinefleisch ausgeschlossen. „Weißwurst ist doch aus Kalb!“, wollte Andreas argumentieren. „Klar, deshalb steht überall auf dem Etikett Schweinefleisch!“ Egal, wir nehmen aus Deutschland, wenn es unser Freigepäck zulässt, immer zwischen 100 und 150 Weißwürste mit, müssen diese auch bei der Einreise zeigen, doch bisher hat uns noch nie jemand diese weggenommen. Andreas zeigt immer auf seinen Bauch und meint: „All i can eat!“ oder: „Kersh kibir!“ was dicker Bauch bedeutet.

 

Ursprünglich war geplant, dass unsere Auswanderung für Goodbye Deutschland aufgezeichnet werden sollte, doch leider konnten wir erst 2013 unseren Traum verwirklichen, und das dauerte VOX zu lange.  Trotzdem wurde der zweite Weißwurststammtisch im August 2012 von den Kameraleuten begleitet und dann bei RTL ausgestrahlt.

Extra für Hurghada wurden Weißwurst-Shirts angefertigt und natürlich haben wir uns auch sofort mit der Weißwurst Armbanduhr geschmückt, als wir diese zum Kauf angeboten bekamen.

 

Und am meisten begeistert uns, dass es viele Auswanderer gibt, die hier in Ägypten bayrische Tracht hängen haben! Ein bisschen Modenschau ist immer dabei.

Ende letzten Jahres wurde Andreas von einer fremden Telefonnummer regelrecht verfolgt. Als seine Neugier dann doch zu groß wurde, nahm er das Telefonat mit ausländischer Vorwahl an. „Hallo, hier ist Antenne Bayern. Wir haben recherchiert und gelesen, dass ihr in Ägypten regelmäßig einen Weißwurststammtisch macht! Morgen ist Tag der Weißwurst und wir würden gerne darüber berichten.“ Rums, sogar bis zum Radio eilt unser Stammtisch.

 

Der Weißwurststammtisch heute

 

Viel hat sich nicht verändert: Wir sind wieder in der Caribbean Bar, hängen weiter die Fahne auf und auf den Tischen sind immer noch die bayrischen Fahnen. Der Wimpel ziert unseren Tisch doch Andreas raucht inzwischen seine Shisha dazu. Aus den Tischdecken sind Tischsets geworden, heute verteilt nicht mehr Cello sondern Petra Herold und manchmal passen wir in unsere Tracht, manchmal nicht. Der große Weißwurst Topf ist immer noch voll nur das Wasser ist manchmal heißer, so dass wir manchmal „Mädeln“ (geplatzte Würste) ausgeben mussten. Weißbier wird nicht mehr so viel in Ägypten hergestellt, so dass wir meist Stella trinken und da die Gläser mit Senf nicht so gut zu transportieren sind, besorgen wir Händlmeier Portionssenf.

Und die Gäste? Schaut genau hin, auch die sind teilweise seit dem ersten Stammtisch treu.

Zwei- bis dreimal im Jahr pflegen wir diesen Brauch. Und wenn ihr das nächste Mal auch dabei sein wollt, dann meldet euch bei uns in FB.  Wir freuen uns jetzt schon auf den 15. Weißwurststammtisch!

Kiter und Individualurlauber aufgepasst

Kiter aufgepasst – perfektes Angebot! Neues Projekt von Cello Lauck

Wer schon öfter in Hurghada war, der hat auch die Caribbean Bar besucht und kennt Cello. Wir haben ihn vor sieben Jahren als Manager der Bar kennengelernt, machen dort regelmäßig weiterhin unsere Weißwurst Stammtische und wissen, dass er „Hummeln im Hintern hat!“

Cello Lauck

Wen wundert es also, dass er aus seinen Hobbies ein neues Geschäft macht?

„Taucher und Kiter haben andere Anforderungen an Urlaube als Badegäste.“, erklärt er uns. Nach langer Suche hat er das passende Objekt gefunden, was er zum 01.04.2018 eröffnen wird.

 

Was waren seine Anforderungen?

„Wichtig war zum einem eine gute Lage. Das Hotel ist genau zwischen El Gouna und Hurghada, so dass Taucher eine optimale Auswahl an Tauchschulen haben. Das Meer ist hier so lange seicht, dass Kiter hier nicht aus dem tiefen Wasser wieder starten müssen. Wo findet man so etwas? Und das nächste: Große, gut eingerichtete, saubere Zimmer. Ich verbürge mich persönlich für die Sauberkeit!“

strandfilm 

Kommt mit uns und macht einen Rundgang durch das Seashore Home, welches die Zimmer in der Anlage des Palm beach Resort hat, in dem man natürlich auch die Poolanlage und Restaurants benutzen darf.

Lage/Ankunft

Wie schon erwähnt, befindet sich das Resort genau in der Mitte zwischen Hurghada und El Gouna. Persönliche Betreuung und Individualität ist ein Hauptmerkmal, wo Cello sich von anderen Hotels abheben möchte. Dazu gehört auch ein persönlicher Transfer vom Flughafen zur Unterkunft, ohne lange Aufenthalte in anderen Hotels.

Wir werden von Cello in die Lobby geführt. „Seine Zimmer“ befinden sich im rechten Trakt und nach dem wir einen Schlüssel haben, sind wir natürlich neugierig. Wir nehmen die Wendeltreppe, doch natürlich kann man auch den Lift benutzen. Uns gefällt jedoch die Aussicht auf die großzügige Lobby und außerdem schadet Treppensteigen nicht.

Zimmer

Wow, das Zimmer ist wirklich groß. Liebevoll wurden die Handtücher auf den beiden Kingsizebetten drappiert. „Natürlich gibt es auch Zimmer mit Doppelbetten.“, klärt mich Cello nach meinem Einwand auf. Eine Sitzmöglichkeit, eine Spiegelkomode neben dem ein großer Flachbildschirmfernseher ins Auge fällt und zwei Schränke. Als ich Cello darauf anspreche, grinst er und öffnet den größeren der beiden. „Hier ist eine Kitchenette untergebracht. Ein Kühlschrank, Microwellenherd und ein Wasserkocher ist Ausstattung, so dass man sich seinen Kaffee oder Tee natürlich selbstmachen kann, oder auch einmal Essen aufzuwärmen.

Hinweis:

In Ägypten ist es vollkommen üblich, wenn man im Restaurant nicht alles aufessen kann, dieses mit zu nehmen. Entweder, es wird armen Menschen geschenkt, oder zu Hause gegessen.

Auch das Bad ist großzügig und mit begehbarer Dusche.

Föhn kann man an der Rezeption ausleihen.

Es gibt Doppelzimmer aber auch Suiten, die noch ein weiteres Zimmer mit 2 Einzelbetten hat. Die Betten sind groß genug, dass nicht nur Familien mit Kindern diese buchen können, sondern auch Freunde sich dieses Zimmer teilen können.

Verpflegung

Bewusst hat Cello sich für ein Bed&Breakfast Konzept entschieden, Übernachtung mit Frühstück für etwa 20 Euro/Nacht für ein Doppelzimmer. „Die Gäste können sich ihr Frühstück abends selbst zusammenstellen und bekommen dies entweder im Restaurant oder im Zimmer reserviert. Natürlich können sich die Gäste das Frühstück auch als Lunchpaket vorbereiten lassen und mit zum kiten oder tauchen nehmen. Wir werden qualitativ hochwertige Zutaten dafür verwenden wie zum Beispiel Eier von der Hühnerfarm von El Gouna.“

Abendessen kann man entweder a la carte im Strandrestaurant einnehmen oder eines der vielen Restaurantangebote in El Gouna nutzen. Natürlich steht dafür ein kostenloser Shuttledienst zur Verfügung.

Tipp:

Selbstverständlich ist jeder Hotelgast automatisch VIP Gast in der Caribbeanbar und bekommt auf den Getränkeverzehr dort 20% Diskount. Auch dorthin kommt man bequem mit dem hauseigenen Shuttle!

Pool/Strand

Eine große Poollandschaft lädt zum schwimmen und sonnenbaden ein. Auch für Kinder gibt es eine kleine Rutsche. Gerade, wenn Paare oder Familien reisen, wo nur einer Aktivsportler ist, hat der andere hier genügend Möglichkeiten, die Sonne zu genießen.

Der Strand ist etwa 3 Gehminuten entfernt am Ende der Anlage. Hier ist der Himmel voll mit bunten Drachen der Kiter, denn gerade an dieser Seite des roten Meeres hat man die besten Winde. Wie eingangs schon erwähnt, sind hier etwa 100 Meter Meer, die bei Flut zwischen 40cm und 100cm tiefe hat. Wer schwimmen oder schnorcheln möchte, geht über den Steg, da das seichte Wasser von den Sportkitern genutzt wird.

Aktivitäten

Direkt am Strand befinden sich zwei Kiteschulen, Sultankite und Flysurfer, bei denen man vom Equipmemt bis hin zum Kitekurs alles rund um den Wassersport bekommt. Die Stunde kiten kostet etwa 30 Euro, Kitekurs auf Anfrage. Wer über Cello bucht, bekommt einen Nachlass.

Besonderheiten

Cello hat sich bewusst gegen Vollpension- oder All In Angebot entschieden, da er Individualurlauber ansprechen möchte, die gerne die Vielfallt der verschiedenen Restaurants kennenlernen möchte. El Gouna, gerade 12 KM entfernt, bietet für alle Geschmacksrichtungen etwas. Von A wie Athena, ein griechisches Restaurant, über C wie Charlies Creperie mit Fondue und Crepesspezialitäten bis hin zu Z, wie Zia Amelia mit original italienischer Salami.

Tipps

Flüge für einen Individualurlaub findet ihr immer bei Egyptair. Dort könnt ihr täglich von München, Frankfurt, Berlin oder Hamburg. Gegen geringen Aufpreis kann man dort 2 Koffer je 23 KG plus 8KG Handgepäck buchen. Sitzwahl und Essen/Trinken sind im Preis immer enthalten. Je eher man bucht, desto günstiger sind die Preise. Man macht immer Zwischenlandung in Kairo, doch sein Gepäck bekommt man erst in Hurghada. Das Visum wird auch in Kairo ausgestellt. Es gibt Personal am Flughafen, was einem behilflich ist.

Fazit

Weg vom Massentourismus – hin zum Individual Urlaub. Seid Ihr reif dafür? Dann kommt nach Ägypten zu Freunden in den Urlaub und erlebt unsere Gastfreundschaft mit mehr Facetten als nur eine Anlage.

Eure Urlaubschecker

Baby Oktupus Salat

Astrid und Andreas

Meditation in den Klöstern-pulsierendes Kairo

Allgemeinses zu meinem Blog:

Alle grün hinterlegten Hinweise sind Links!

Allgemeines zu Ausflügen

Immer noch fragen Gäste, ob man es wagen kann, einen Ausflug nach Luxor oder Kairo zu unternehmen. Wir leben seit fünf Jahren hier und fahren regelmäßig mit dem eigenen Auto nach Kairo oder Luxor. Wir hatten dabei noch keine Situation, bei der wir Angst hatten. Das unangenehmste bei Ausflügen sind die fliegenden Händler, die seit der Revolution einfach viel weniger verkaufen.

Zum objektiven (soweit möglich) Sicherheitsaspekt verweise ich natürlich auf die Hinweise vom Auswärtigen Amt und bitte gleichzeitig, sich auf der Landkarte anzuschauen, wo der Nord Sinai und die ägyptisch-israelische Grenze verläuft.

Einzigartige Kombination nur bei Fairholiday zu buchen:

Erlebt mit uns einen ganz besonderen Ausflug:

  1. Tag Besuch bei den Klöstern St. Paul und St. Antony Übernachtung mit Abendessen und Frühstück im Gästehaus
  2. Tag die Highlights in Kairo mit Abschluss im Cafe El Fishawy

Viele verbinden mit Ägypten nur den Koran und Muslime. Doch ursprünglich war der christliche Glaube hier dominierend. Heute leben noch etwa 10%  koptische Orthodoxen hier, deren Glaube unserem katholischen und evangelischen Christentum sehr nahe ist. Besonders verehrt wird Jesus und Mutter Maria, was man manchmal als Aufschriften der Autos sieht oder besonders bei koptischen Frisören.

Die Klöster,  zu Ehren von St. Paul und St. Anthony, in denen sich auch  deren Gräber befinden, ist ein wunderbarer Ausflug (kann man so wörtlich nehmen). Die Geschichten der Eremiten wird euch von den dort lebenden Mönchen in englischer Sprache sehr plastisch und lebendig erzählt, wir übersetzen gerne.

In Kairo haben wir einen deutschsprachigen Guide, der euch die Hintergründe zur Mohamed Ali Moshee, dem ägyptischen Museum und natürlich der Pyramiden und der Sphinx erklärt.

Transfer, Übernachtung, alle Eintritte und Verpflegung sind bei diesem Trip für 180€ pro Person enthalten.

 

Die Geschichte von St. Paul und St. Antony

Morgens um 7.00 Uhr holen wir euch vor eurem Hotel ab und dann geht es Richtung Kairo. Nach einer etwa zweieinhalbstündigen Fahrt entlang am türkisblauen Meer, in der Nähe von Ras Gharib (gesprochen Ras Rarib), kommt das Kloster St. Paul, etwa 70 KM Fahrt um den dort liegenden Berg ist das Kloster des Hl. Antonius.

Die Klöster wurden zu Ehren des Heiligen Pauls und Antonius gebaut, deren Verbindung darin besteht, dass sie etwa zur gleichen Zeit Ihr Leben Gott zu geschrieben hatten und den Großteil ihres Lebens gläubig und in Einsamkeit lebten.  Paul als  erster Eremit in einer Höhle, Antonius, erst in einer Klostergemeinde am selben Berg und später als Einsiedler, lediglich gegenüber und etwa acht Stunden Fußweg. Beide Klöster liegen an eigenen Wasserquellen, die aus dem Berg entspringen. Antonius war etwa 25 jünger als der im Jahr 228 n. Chr. geborene Paul. Als das Leben von Paul nach etwa 90 Jahren Eremit zu Ende neigte, wollte Gott, dass die Menschheit von seinem Dasein  erfahren sollte. Deshalb informierte er über einen Engel Antonius, der sich sofort auf den Weg machte und schließlich Paul traf. Sie unterhielten sich über ihre Leben und Pauls letzter Wunsch war, das Antonius ihm das Gewand des damaligen Papstes Athanasius von Alexandria bringen sollte.

Sofort machte sich Antonius auf den Weg, doch als er das Gewand zu Paul bringen wollte, fand er ihn bereits beim Gebet verstorben. Paul war 115 Jahre alt geworden, und Antonius war mit 90 Jahren zu alt, um ein Grab auszuheben. Deshalb sandte Gott zwei Löwen, die das Grab gruben, in dem dann Paul beerdigt wurde.

Auf Grund dieser Geschichte und weiteren Wundern, die ihnen zugesprochen wurden, hat man die beiden heiliggesprochen. Einige dieser Wunder werden euch von den Mönchen dort erklärt. Immer wieder begegnete uns der Satz: „It’s a mirracle!“

Die ganze Geschichte der Heiligen Paul und Antonius ist faszinierend und wird auch sehr schön von den dort lebenden Mönch erzählt, während man durch das Kloster geführt wird.

Die Klöster

Das Kloster St. Antonius ist das ältere, es stand schon zu Lebzeiten des Eremiten Pauls. Auf Wunsch von Antonius wurde etwa 400 n. Chr. von den Mönchen die erste Kirche auf dem Grab von Paul errichtet. Zum Schutze gegen die Beduinen, die das Kloster immer wieder attackierten, wurden um die Kirche eine Steinmauer und ein Turm errichtet.

Beide Anlagen ähneln sich: Eine Steinmauer mit Turm schützen die darin gelegenen Kirchen, Wasserquellen, die Mühle und den original Speisesaal.  Die fast 2000 Jahre alten Räume sind noch sehr gut erhalten und man taucht darin ein, wie in einer Rückblende eines Filmes. Bei St. Paul ist ein wunderschöner Garten, dafür hat man bei St. Antonius eine tolle Aussicht. Neben dem Anwesen von St. Antonius kann man auch die Höhle, in der er sein Einsiedlerdasein verbrachte besichtigen. Der Weg dorthin führt über Treppen.

Natürlich wird man auch in die Kirche zu den Gräbern der Heiligen geführt. Dort trifft man auf Gläubige, die sich mit Wünschen an die Heiligen wenden. Auch Ihr habt die Möglichkeit, Hilfe von den St. Paul oder St. Antonius anzufragen; wer weiß, vielleicht habt auch ihr das Erlebnis eines kleinen, eigenen Wunders.

Übernachtung im Gästehaus

Am Abend checken wir in dem Gästehaus, das von den beiden Klöstern geführt wird, ein. Dort können wir die Gastfreundschaft erfahren und auch die Kulinarik aus eigenem Anbau. Da es sich um koptischen Glauben handelt, muss man sich nicht wundern, wenn man selbst gemachte Mortadella angeboten bekommt, da hier auch Schweinefleisch verarbeitet wird.

Das Haus ist einfach und überall finden sich die Abbilder und Geschichten der Heiligen wieder. Doch der Ausblick auf das Meer ist ein Traum.

Kairo

Am nächsten Morgen starten wir nach unserem Frühstück gegen 7.00 Uhr über die neue Autobahn nach Kairo. Der Verkehr in Kairo erinnert mich an Neapel, Paris oder andere Großstädte. Hier gibt es tatsächlich eine Rushhour und Stau, was eine 100prozentige Termineinhaltung nicht möglich macht. Wenn die Ägypter nicht aus vier Spuren neun machen würden, wäre die Wartezeit noch viel länger. Unser erster Anlaufpunkt ist

Die Mohamed Ali Moschee und Citadelle

Normalerweise darf man in Moscheen nur gecovert gehen. Hier dürfen wir die Moschee mit angemessener Kleidung ohne Galabea besichtigen. Die Schuhe müssen vorher ausgezogen werden.

Tipp: Bei kulturellen Tagesreisen immer lange Hosen und Schultern bedeckt bekleidet sein, Schuhe, die bequem an- und ausgezogen werden können.

 

Sphinx und Pyramiden

Dieses kulturelle Highlight gehören zu Kairo wie das Hofbräuhaus zu München! Das Gelände durchqueren wir zu Fuß und bekommen von unserem deutschsprachigen Guide alle Informationen und individuelle Fragen beantwortet.

Hinweis:

Der Vorteil, mit einem Guide die Pyramiden zu besuchen ist neben den fundierten Kenntnissen auch, dass man von den selbsternannten Reiseführern und Grabwächtern innerhalb des Geländes nicht bedrängt wird. Leider werden viele Tricks angewendet, um den Touristen ein bisschen Geld abzuverlangen: Von geheimen Gräbern die erklärt werden (was auch sehr interessant ist!) bis hin zu den tollen Photos, die gemacht werden, (die auch Spaß machen), alles gegen ein freiwilliges Trinkgeld, worüber es dann meist Diskussion gibt.

Tipp: Die Sound & Light Show der Pyramiden ist ein Traum jedoch am Abend. Dafür muss man eine zweitägige Tour in Kairo einplanen!!

Ägyptisches Museum

Wer in Luxor im Tal der Könige war, weiß, dass das Grab von Tutanchamun leer ist und die Überreste im ägyptischen Museum von Kairo zu besichtigen ist. Das Museum ist so umfangreich, dass man darin alleine einen Tag verbringen könnte. Auch hier ist natürlich der

Tipp:

Wer sich wirklich alles genau anschauen möchte, der sollte einen Zweitagesausflug einplanen!

Zum Abschluss gehen wir  (wenn Zeit ausreicht und er nicht gesperrt ist) in den

Khan el Khalili Basar

Eines der größten Basare der Welt ist der Khan el Khalili Basar. Wir gehen gemütlich eine Shisha rauchen und einen Tee trinken, während sich die Gäste gerne in das Getümmel stürzen dürfen und sich auf orientalisches Handeln freuen dürfen. Überlegen Sie sich zu Hause, was Sie mitnehmen möchten und  erkundigen Sie sich vorher bei unserem Reiseleiter nach dem Preis, dann kann es losgehen!

Die Shisha (Selbstzahler) und ein orientalischer Kaffee im El Fishauwy Cafe runden unseren Ausflug ab.

Hinweis:

Hier kommen viele fliegende Händler vorbei und auch die Schuhputzer. Habt keine Hemmungen, ihm eure Schuhe mitzugeben und gegen einen kleinen Obulus von 30 bis 50 LE sauber geputzt wieder zu bekommen, auch Turnschuhe!

Tipp:

Nehmt für diesen Ausflug ägyptische Pfund mit!

Verpflegung:

Natürlich gehen wir auch gegen Mittag in ein typisch ägyptisches Restaurant, wo wir gemeinsam Tahina, Papaganoug und Salate zu einem Hauptgang aus Fleisch, Fisch oder Huhn essen.

Diesen Ausflug  können sie individuell mit Übernachtung bei Fairholiday buchen, aber natürlich auch in Ihrem Hotel bei Ihrem Reiseleiter!!

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Urlaubschecker

 

 

 

 

Astrid und Andreas

 

Eine besondere Quadtour zu den Beduinen

Allgemeines

Ein Quad ist ein 4 rädriges Motorrad, welches ab 16 Jahren, ohne Führerschein, gefahren werden kann. Die Fahrzeuge müssen nur mit dem Handgas und den beiden Handbremsen betätigt werden. Die Quads können alleine oder zu zweit gefahren werden. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, jedoch für Rückenkranke und Schwangere nicht geeignet.

Tipp: Wer noch nie gefahren ist, sollte sich zu Zweit eines teilen. Einer fährt die Hinfahrt, einer die Rückfahrt.

Sicherheit:

Zur eigenen Sicherheit sollte der angebotene Helm genutzt werden. Er schützt vor allem gegen Steine, die während der Fahrt aufgeschleudert werden können. Deshalb ist auch innerhalb der Reihe zu fahren.

Kinder unter 12 Jahren dürfen auch nicht als Beifahrer mitkommen.

Die Tour

Unsere Quadtour ist eine Private Tour ab 2 Personen. Ihr werdet am Hotel mit dem Minibus abgeholt und zur Safaristation gebracht. Dort erhaltet ihr eine kurze Einweisung, die Einteilung auf die Quads und schon geht es los!

Tipp:

Zieht zur Tour eine lange Hose an, da die Abgase ziemlich heiß werden am Bein. Nehmt ein großes Tuch mit für Gesicht und Kopf, ihr könnt es vor Ort für 5 Euro kaufen. Sonnenbrille, Wasser und Sonnenschutz mitnehmen! Wer Fahrradhandschuhe hat, sollte diese für eine geplante Tour mit ins Gepäck legen!

Die Fahrt geht gemütlich los, damit wir uns an das Fahren und den Boden gewöhnen können. Der Wüstenboden ist meist sehr hart und oft mit vielen kleinen Bodenwellen durchzogen, so dass man sich schnell durchgeschüttelt fühlt. Man muss sich an die Geschwindigkeit gewöhnen, da man sich mit 4 Rädern auch nicht in die Kurve legen kann. So manchmal passiert es schon, dass man das Gefühl hat, das Fahrzeug will nicht in der Spur fahren, die der Fahrer will. Nach einigen Kilometern hat man sich an das Gerüttel gewöhnt und es sollte sich herausgestellt haben, dass der Fahrer der Chef ist, nicht das Fahrzeug.

Schnell merkt man, dass es gut ist, vor Mund und Nase einen Schutz zu tragen. Ohne Brille kann man nicht fahren, da Wind und Vordermann den Sand aufwirbeln.

Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichen wir die Berge. Es ist atemberaubend, wie die Landschaft sich verändert. Natürlich geht es jetzt auch auf und ab.

Wir besuchen ein kleines Beduinendorf. Die Ausstattung von vielen kleinen Nischen, die jetzt leer sind, erinnern an früher, wo noch mehr Touristen Quad gefahren sind. Heute zentriert man die Fahrten auf wenige Beduinencamps.

Tipp:

Wer mit uns diesen Trip machen möchte, kann gerne für die Beduinen Lebensmittel oder Kleidung mitbringen. Auf den Quads ist ein Gepäckträger, der dafür genutzt werden kann. Unser Guide gibt sogar manchmal den Kindern Unterricht, da nur der älteste Sohn in die Schule gehen darf.

Die Beduinen haben diesen Platz ausgewählt,  weil sie ihre eigene Quelle im Gebirge haben, die den Tieren wie Menschen Wasser spendet. Diese Quelle wollen wir besichtigen.

Fast schon abenteuerlich ist der Weg dorthin, der wirklich mitten durch das Steingebirge führt. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind deshalb notwendig!

Natürlich kann man bei den Beduinen auch Kamelreiten und kleine Souvenirs kaufen. Eine getrocknete Blume, die mit Wasser getränkt immer wieder blüht, habe ich mir mitgenommen.

Bei Tee und Shisha lernen wir noch Oma, die Stammesälteste kennen, die uns willkommen heißt.

Nach etwa einer Stunde Pause machen wir uns wieder auf den Heimweg. Dort machen wir noch kurz einen Fotostopp an einer Moschee, mitten in der Wüste.

Fazit

Diese besondere, private Tour kostet 55 € ab 2 Personen, ab einer kleinen Gruppe von 5 Personen 45 €. Buchen könnt ihr die bei uns!

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Fairholiday.com

 

 

Urlaub als Senior – kleine Hilfen und Tipps

Gibt es vielleicht ältere Menschen, die gerne einmal alleine in den Urlaub fliegen würden, sich aber nicht trauen? Wir selbst erleben es regelmäßig, wenn unsere Eltern uns besuchen wollen: Es gibt Hürden, die mit Wissen zu bewältigen sind. Hier ein paar praktische Tipps und allgemeine Hinweise.

Vorab einige Gründe, warum Ägypten ein wunderbares Land für 60+ ist:

Klima

Wir haben eine trockene Hitze, die durch den Wind im Sommer sehr gut auszuhalten ist. Wer es lieber kühler möchte, der fühlt sich in den Monaten November bis Februar hier sehr wohl, da tagsüber die Temperaturen nicht über 30 Grad klettern, abends es sich angenehm auf bis zu 10 Grad abkühlt und man ohne Klimaanlage schlafen kann. Schaut euch die Klimatabelle an!

Gesundheit

Poollandschaft Club

Durch die salzhaltige Luft werden Atemwegserkrankungen hier gelindert. Ich selbst bin Asthmatiker und brauche hier keinerlei Medikamente. Auch Allergiker können wörtlich aufatmen, denn es gibt hier wenig Pollen. Das Meer ist sehr salzhaltig, so dass Hauterkrankungen hier Linderung erhalten. Welche Aspekte dazu führen, dass Schmerzpatienten hier weniger Probleme haben, weiß ich nicht, doch ich kenne mehrere Menschen, die hier teilweise schmerzfrei sind. Natürlich helfen dazu auch die Möglichkeit, sich ganzjährig im Meer oder Pool sich gelenkschonend bewegen zu können.

Preis-Leistungsverhältnis

Wer Einnahmen aus Rente hat, hat hier einfach mehr für sein Geld. Eine Person kann hier mit 700 Euro sehr gut leben, Miete, Nebenkosten Restaurantbesuche, Cafes, Ausflüge und Taxifahrten und Extras eingeschlossen.

Geographische Lage

Ägypten liegt fast auf demselben Längengrad, so dass nur im Winter eine Stunde Zeitverschiebung ist, die sich im Sommer mit der europäischen Sommerzeit aufhebt, solange Ägypten keine Sommerzeit mehr einführt.

Ägypten liegt direkt gegenüber von der Türkei am Mittelmehr und hat südwestlich das Rote Meer.  Mit 4,5 Stunden Flugzeit gehört es zu den nächsten Urlaubsländern.

Und hier sind die drei Punkte, die manchen davon abhalten, diese vielen Vorteile nicht zu nutzen:

  1. Gefühlte Unsicherheit
  2. Unsicherheit vor dem Fliegen (nicht Flugangst)
  3. Sprachbarriere
  4. Was tun, wenn ich krank werde?

Ist Ägypten sicher?

Diese Frage wird fast täglich in den sozialen Foren bei Ägyptenliebhaber gestellt. Die Frage wird meist sehr subjektiv beantwortet und es wäre das gleiche, einen Metzger zu fragen, ob er meint, dass Schweinefleisch ungesund ist.

Die globale Weltsicherheit hat sich geändert. Terroristische Anschläge, das haben wir in den letzten Monaten gesehen, können auch in den vermeintlich sichersten Ländern durchgeführt werden. In diesem Punkt behaupte ich sogar, dass in einem Staat wie Ägypten es schwieriger ist, einen Anschlag durchzuführen.

Durch Medien, auch Reisebüroangestellte oder dem Gespräch mit dem Nachbarn wird man jedoch so beeinflusst, dass man subjektiv das Gefühl bekommt, in eine Kriegsgegend reisen zu wollen.

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in NizzaParisBerlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

 Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

 Wie komme ich in mein Flugzeug und wie wieder raus?

Ich erinnere mich noch, wie ich vor 25 Jahren meine damals 85 jährige Großmutter von München nach Aschaffenburg holte und alleine mit dem Zug zurück fahren ließ, mit umsteigen. Ich wartete stündlich auf eine Radiodurchsage: „Ältere Frau irrt in Nürnberg umher und hat die Orientierung verloren. Wer vermisst diese Frau?“ Und wie soll man sich dann heute auf den Flughäfen zurechtfinden? Wie bekomme ich mein Flugticket, wer hilft mir den Koffer tragen? Was muss ich bei der Ausreise beachten? Wo muss ich hin?

Fragen über Fragen und eine ganz einfache Lösung:

Die großen Fluggesellschaften haben einen Mobilitätsservice, meist kostenlos. Wir haben diesen über Condor getestet und meine Mama (80) war begeistert. Diesen Service bestellt man mindestens 48 Stunden vor Abflug telefonisch direkt bei der Fluggesellschaft. Man bekommt eine Bestätigung per Mail oder Post. Mit dieser Bestätigung bin ich in Hurghada zum Sicherheitspersonal. Daraufhin wurde über Funk ein Rollstuhl mit Betreuungsperson geschickt, der meine Mutter vom Auto abholte. Er ging mit ihr durch die Sicherheitskontrollen, hat natürlich den Koffer mitgenommen, zum Check in. Hat ihr Ticket geholt, die Ausreisekarte ausgefüllt, den Ausreisestempel geholt und sie beim Gate zum Warten abgegeben. Dort wurde sie von einer Stewardess in Empfang genommen, mit einem separaten Bus zum Flugzeug gefahren worden und dort als erstes mit einer Hebebühne im Rollstuhl eingecheckt. Zum Platz ist sie dann alleine gegangen. In Deutschland wartete wieder ein Betreuer mit Rollstuhl am Gate, holte sie ab und brachte sie durch den Zoll, Koffer abholen,  bis zum Ausgang, wo sie vom Taxi erwartet wurde.

Fazit: „Ich werde immer mit diesem Service fliegen!

Wer nur ansatzweise Schwierigkeiten hat, mit Treppen oder Gehen, der sollte telefonisch sich diese Unterstützung holen!

Ansonsten bieten einige Fluggesellschaften und Flughäfen Guids an, die einem begleiten. Dieser Seniorenservice  ist jedoch meist gegen Bezahlung.

Wie verständige ich mich?

Sogar die Shopbesitzer sprechen deutsch

Natürlich sind Englischkenntnisse immer von Vorteil. Wer über keine Fremdsprachenkenntnisse verfügt und im Ausland Urlaub machen möchte, sollte sich ein Hotel aussuchen, welches überwiegend deutsche Gäste hat. Die Ägypter sind in meinen Augen „Sprach Chamäleons“, sie passen sich den Touristen an. Inzwischen lernen sie sogar chinesisch. Am Flughafen wird man von einem deutschsprechenden Reiseleiter empfangen, im Hotel gibt es meist eine deutschsprachige Gästebetreuung und auch die Rezeptionsmitarbeiter und Kellner können meist ein wenig deutsch.

Wer sich überlegt, hier vielleicht zu überwintern oder sogar seinen Lebensabend hier zu verbringen, der sollte dann ägyptisch lernen, am besten vor Ort.

Gesundheit

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egyptair wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger sind als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Dubai – Hotel Cosmopolitan

Dubai – das steht für die Superlative! Wenn man eine Stadtrundfahrt macht, dann bekommt man nur zu hören: Das Höchste, das Teuerste, das Erste, das Größte! Eingeprägt hat sich bei mir: „Wenn Sie in Dubai eine Wohnung kaufen, bekommen Sie ein Auto dazu geschenkt!“ Dubai besteht aus dem alten Down Town und dem neuen Dubai.

D as Cosmopolian befindet sich im Stadtteil al Barsha, 15 KM vom

Auszeichnungen Hotel Cosmopolitan Dubai

Strand entfernt. Kann man hier als „Normalbürger“ übernachten? Wie zieht man sich an? Welche Zusatzkosten fallen an? Das alles interessiert uns. Also werden wir das Hotel und die Umgebung inspizieren.

Ankunft

Das Hotel ist mit 114 Zimmer eher klein und durch die Nähe zum Kongresszentrum wird es auch von Geschäftsleuten gebucht. Die Lobby ist teilweise mit Teppichboden ausgelegt, was eine Gemütlichkeit ausstrahlt. Rechts wird man freundlich von einem Mitarbeiter begrüßt, bevor man an der Rezeption eincheckt.

In der Lobby ist an der Fensterfront ein kleines Café. Dort kann man zum Tee oder Kaffee und einem Stück Kuchen das Treiben auf der Straße beobachten. Da fällt mir immer der Spruch ein: „Sieben Sekunden Genuss, sieben Jahre auf der Hüfte!“

Pool/Strand

Da man in Dubai Sommer wie Winter Sonne hat (Regenwahrscheinlichkeit im Jahr bei unter 1%) und im Winter es nicht unter 20 Grad kalt wird, freut man sich auf klimatisierte Räume oder auf einen kühlenden Pool.

Auf dem Dach des siebenstöckigen Hotels befindet sich der Pool mit Liegen, Sonnenschirmen und der Poolbar. Im Winter ist der Pool beheizt, im Sommer gekühlt! Hier kann man einen alkoholfreien Cocktail mit Blick bis zum Burj al Arab, dem Wahrzeichen von Dubai, genießen! Der Ausblick ist einfach grandios.

Das Hotel liegt nicht am Strand, doch dafür gibt es einen kostenlosen Shuttle zum  Jumeirah open beach, der nach 15 Minuten erreicht wird. Achtung: der Shuttelbus fährt nur einmal täglich.

Zimmer

Ccosmopolitan Zimmer

Großzügig (etwa 35 qm) ist das Zimmer gehalten. Direkt beim Eingang haben wir eine kleine Küchenzeile mit Minibar, Kaffee/Teezubereiter und Mikrowellenherd. Für den kleinen Hunger zwischendurch liegen süße Riegel bereit (kostenpflichtig). Die Minibar ist mit alkoholfreien Getränken bestückt.

Gegenüber steht ein dreitüriger Kleiderschrank.

Das Bad, neben der Miniküche, ist relativ groß. Eine Toilette mit Bidet, eine Dusche und Waschbecken. Föhn und Duschgel gehören obligatorisch dazu.

Das Doppelbett hat eine bequeme Matratze und die Kopfkissenauswahl ist grandios. Bereits auf dem Bett bekommt jeder drei Kissen zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch kann man natürlich auch ein spezielles Allergiker Kissen bekommen.

Eine kleine Sitzgruppe und ein Schreibtisch lassen das Zimmer wie ein Apartment erscheinen. Der Flachbildschirm ist an der Sat-Schüssel angeschlossen, so dass wir sogar einen deutschen Sender empfangen (ZDF). So können wir morgens mit einer Tasse Kaffee im Bett uns über die Neuigkeiten aus der Heimat informieren.

Verpflegung

Nach der Lobby kommt man in das Restaurant „Ginger“, in dem das Frühstück und das Abendessen in Büffetform angeboten wird. Zusätzlich kann man dort abends auch a la carte essen.

SPA

In der fünften Etage ist die Spa Abteilung mit zwei Massagezimmern. Die Massageangebote können 24 Stunden am Tag gebucht werden! Hier befindet sich auch die Sauna, Dampfbad und der Wirlpool, welche die Gäste kostenlos nutzen dürfen.

Fitness

Der Fitnessraum befindet sich auch in der siebten Etage. An der Rezeption des Fitnessraumes bekommt man auch die Handtücher für das Training und neben an steht ein Kühlschrank mit Getränken und Eis! Auch der Fitnessraum ist für die Gäste 24 Stunden geöffnet.

Kinder/Jugendliche

Man kann ein Kinderbett ins Zimmer bekommen.

Besonderheiten

In Dubai ist das Rauchen nur in ausgewiesenen Räumen erlaubt.

Das Mindestalter für Check in ist 21 Jahre, was bedeutet, man kann als jugendliches Paar nicht alleine buchen.

Es gibt auch Zimmer mit getrennten Betten. Bitte beim Check in seinen Wunsch äußern!

In diesem Hotel wird kein Alkohol ausgeschenkt.

Von den deutschen Fernsehkanälen ist nur das ZDF über Satelit möglich.

Dubai ist der 2. Sicherste Urlaubsort der Welt.

In Dubai sind 80% der Einwohner Ausländer, weshalb man sich am besten mit Englisch verständigt.

Tipps

Bei einem Dubai Besuch sollte man 2 Tage für eine Stadtrundfahrt einplanen. Wir haben uns dafür ein 48 Stundenticket bei BIG Bus für 73 Dollar gekauft. Damit kann man beide Routen (altes und neues Dubai, Marina) und auch Dubai bei Nacht besichtigen. Die Tour bietet 45 Sehenswürdigkeiten, bei denen man natürlich auch aussteigen kann. Alle 20 Minuten kommt der nächste Bus, mit dem man seine Tour fortführen kann. Der Stadtplan und die Ohrhörer für die Erklärungen in Deutsch sind natürlich inbegriffen.

Der Umrechnungskurs von Euro zu AED (Dirham) ist etwa 1:4. Also für einen Euro bekommt man 4 Dirham oder die Preise durch 4 teilen. Man kann jederzeit auch in Dollar oder mit Kreditkarte bezahlen.

Dubai ist eine Stadt der Superlative, dementsprechend sind die Preise hoch. Eine Shisha kostet 10€, Salat 12€, Menü 30€. Wenn möglich, sollte man Halbpension oder all in buchen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel via Metro sind superleicht zu finden. Es gibt nur eine blaue und eine rote Route. Durch die übersichtlichen Pläne kann man auch als Erstbesucher zur Einkaufsmall oder anderen Sehenswürdigkeiten die Metro nutzen.

Fazit

Dieses Hotel liegt super zentral ist prädestiniert für Gäste, die Dubai erkunden wollen oder günstig einen längeren Aufenthalt buchen möchten.

Schaut einfach mal rein!

Sonnige Grüß und bis bald

Andreas und Astrid

150 Interviews – Rückblick, Einblick, Durchblick?

„Wie sieht denn so ein Arbeitstag bei euch aus?“, fragte mich ein Moderator im live Interview. Ich muss schmunzeln, denn natürlich entspricht der „Arbeitstag“ für Sonnenklar.TV ziemlich dem Klischee, das man sich vorstellt. Dazu muss man wissen, dass dies nicht unsere „Arbeit“ ist, sondern wir diese Interviews aus drei Gründen machen:

  1. Wir haben die Möglichkeit, über Land, Leute, Menschen und Hotels zu informieren und diese kennen zu lernen;
  2. Wir geben diese Eindrücke gerne über die Kamera weiter, weil wir unsere Wahlheimat lieben und diese gerne bewerben;
  3. Weil wir Spaß daran haben!
Erster Studioauftritt Februar 2016

Wir hatten keine wirkliche Ahnung, auf was wir uns eingelassen hatten, als wir unserem Freund Andreas Lambeck (GF Sonnenklar.TV) die Zusage gaben, für Ägypten Liveübertragungen nach München zu machen. Auch wenn diese Aufgabe nicht unseren Lebensunterhalt finanziert, nehmen wir sie ernst denn wir arbeiten nach dem Motto: Wenn du etwas machst, mache es gut!

So haben wir auch alle Skeptiker überzeugt! Wir begannen unsere Interviews im Februar 2016 via Skype mit Iphone. Im Herbst bekamen wir die Einladung nach München, um diese Kamera erklärt zu bekommen. Oh, das fühlte sich an wie eine Beförderung!

Aus den anfänglichen zwei bis drei Liveschaltungen in der Woche sind jetzt inzwischen sechs bis zehn geworden. Im August 2017 haben wir unser erstes kleines Jubiläum – die 150. Liveübertragung mit unserer Kamera in 30 Hotels aus Ägypten, Malta, Agadir und den Vereinigten Arabischen Emiraten! Und nach 150 mal Auf- und Abbau, Internet- und Platzsuche hoffen wir, alle möglichen Pannen einmal erlebt zu haben und für die Zukunft gewappnet zu sein.

Einsatz bitte

Abends zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr bekommen wir eine Mail mit unserem geplanten Einsatz am nächsten Tag. Wir haben die Freiheit als Freelancer, zu akzeptieren oder abzusagen, ein Privileg, was uns wichtig ist. Kennen wir das Hotel, ist alles relativ einfach:

  • Wir informieren den Ansprechpartner
  • Wir sind eine Stunde vor Liveinterview vor Ort.

Ist es nicht eines der inzwischen 25 bekannten Hotels, brauchen wir

  • Den Namen des Ansprechpartners
  • Mindestens zwei Stunden Vorlaufzeit
  • Eine offizielle Anmeldung über Meetingpoint.

In jedem Hotel bereitet unsere Anmeldung Stress, denn die Info: „Morgen kommt jemand von Sonnenklar und macht ein Liveinterview.“, lässt viel Spielraum. Wer wird interviewt? Was wird gezeigt? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden? Das alles klären wir gerne vor Ort.

Im Hotel

In den meisten Fällen werden wir sehr gastfreundlich begrüßt. Inzwischen wissen wir auch, dass wir vor 10.00 Uhr keinen Ansprechpartner antreffen, da das Management um 9.00 Uhr mit einem Meeting beginnt.

In der Regel reicht es uns aus, wenn wir uns selbst ein Bild von der Anlage machen und diese Fragen noch beantwortet bekommen. Wir wollen das Hotel ja aus Gästesicht kennenlernen. Um 8.30 Uhr erreichen wir das Hotel. An der Rezeption stelle ich mich vor und werde prompt gebeten, Platz zu nehmen und zu warten, bis das Meeting vorbei ist. Habe ich schon einmal gesagt, dass Geduld nicht meine Stärke ist? Ich habe eine Stunde Zeit, um mir die Anlage anzusehen, das ist nicht viel. Ich versuche dem Mitarbeiter zu erklären, dass ich statt zu warten, mir schon einmal ein bisschen was ansehe. Nein, das möchte er nicht. OK, dann Trick 17: „Wo ist bitte die Toilette?“ Meine Kameraausrüstung lasse ich als Pfand an der Rezeption, wichtigstes Utensil ist jetzt das Handy. Ich gehe los und schaue mir das Restaurant an, in dem gerade Frühstückszeit ist. Ich schieße ein paar Bilder. Draußen sehe ich schon die erste Poollandschaft und einen hektischen Rezeptionisten, der den Braten gerochen hat und mich sucht. Böses Mädchen – zurück in die Stille Ecke namens Lobby!

Na gut, hier schnappe ich mir eine braun gebrannte Familie, die bestimmt schon ein paar Tage hier sind. „Wie gefällt Ihnen das Hotel?“, stürze ich direkt mit der Tür ins Haus. Punktlandung: zufriedene Gäste, die gerade auf den Shuttle zum Flughafen warten. Ich bekomme einige meiner Fragen beantwortet.

Noch schnell einen Blick in die Lobbybar und an den Computer daneben, an dem man die Reservierung für die a la carte Restaurants macht. Jetzt kommt eine deutschsprachige Gästebetreuung auf mich zu und ich bekomme meine letzten, nötigen Infos.

Manchmal gibt es auch interne Richtlinien, die besagen, dass wir nur mit Genehmigung der Hauptzentrale drehen, und somit Werbung machen dürfen. Leider klappt das nicht mit der kurzen Vorlaufzeit, da diese Genehmigung zwei Tage dauert.

Doch zu 99 Prozent setzen wir uns mit dem Management und/oder Gästebetreuung zusammen und klären die anfallenden Fragen und bekommen dann im Gegenzug die Informationen, die uns wichtig sind:

  • Was ist das Besondere an dem Hotel
  • Was können wir erzählen, was nicht im Werbefilm gezeigt wird,
  • Wo sind die schönsten Plätze?

Wenn nach dem Gespräch noch Zeit ist, dann machen wir noch eine Besichtigung des Hotels, wenn nicht, holen wir das später nach. Oft werden wir dann zum Essen eingeladen oder sogar ein Day-Use angeboten. Doch solche Angebote nehmen wir erst an, wenn wir uns durch viele Einsätze schon als Mitarbeiter des Hotels fühlen.

Der Kamera Aufbau und die Tücken

 

Ach, waren das noch Zeiten, als wir einfach mit Handy uns hingestellt haben und loslegten. Die Kamera wiegt 8 KG, das Stativ 5 Kilo. Da wir einen schönen Blick für die Gäste brauchen, gehen wir meist Richtung Pool und Strand, ohne Schatten. Bis wir also den ersten Punkt erreicht haben, sind wir schon nass geschwitzt. Für dem Aufbau selbst sind wir schon routiniert. Andreas schafft es sogar innerhalb von drei Minuten! Doch lieber machen wir es in Ruhe und ohne Stress.

Die Technik für die Übertragung sieht wie folgt aus: Die Kamera, mit der via Internet das Bild nach München live übertragen wird, ein Handy, über das wir die Regieanweisung und Moderation hören können.

Also schweißgebadet haben wir unseren ausgewählten Punkt erreicht. Andreas liebt es am Wasser oder an einem hohen Punkt, meine Vorlieben gelten dem Wellnessbereich oder Restaurants. Wir bauen auf.

Lichtverhältnis: wie beim Fotografieren, immer mit der Sonne.

Schlecht für meine Frisur, denn der Wind kommt meist entgegengesetzt.

Bild: Wir müssen rechts im Bild stehen mit wenig Kopffreiheit und nach unten Platz. Neben uns sieht man den Moderator oder Werbeeinblendungen, unter uns läuft ein Banner über das Produkt. Nicht zu nah, nicht zu fern.

Jetzt alles gut. Wir stecken den Internetstick rein. Drei Punkte die aufleuchten müssen, dauerhaft. Wie ein kleines Kind, welches auf das Christkind wartet, beobachten wir die Leuchten. Erst eins, dann zwei dann drei! Kein Blinken wie bei einer Diskothek. Jetzt wird die Kameraeinstellung soweit voreingestellt, dass wir nur noch auf „live“ drücken müssen, wenn München anruft.

Wir werden leicht nervös. Nein, nicht wegen Lampenfieber – wir sind meistens 30 Minuten vor dem Einsatz startklar, damit wir noch ein bisschen versteckte Kamera spielen können, falls München keinen Empfang bekommt. Ich zünde mir eine Zigarette an. 15 Minuten vor geplanter Schaltung. Wir wollen einmal die Gelassenheit von München haben. Zu Beginn habe ich dann auf Live gedrückt um München auf uns aufmerksam zu machen. Da habe ich dann sofort einen Anruf bekomme! „Mach live aus, Ali aus der Türkei ist noch dran und du hast ihn jetzt rausgeschmissen!“ Huch, ein wenig lustig finde ich die Vorstellung schon, wenn Ali gerade über die Türkei erzählt und die liebe Astrid dann ganz nervös zu sehen ist, die sich darüber aufregt, dass keiner anruft. Seit dem wir das wissen, schauen wir immer erst ins Programm um sicher zu sein, dass niemand anderes gerade live ist.

Doch wenn es 5 vor Schalttermin ist, machen wir an. Schlecht ist dann, wenn München anruft und bittet, jetzt die Kamera anzuschalten. Dann wissen wir, unser kleiner Gau startet jetzt:

Kamera aus, Kamera an, Kamera an einen anderen Platz stellen. Manchmal sind es wirklich nur 5 Meter weiter weg und wir haben Bild. Wenn nicht, dann kommt ganzes Repertoire:

  • Stick wechseln
  • Simkarte wechseln
  • WLAN testen

Da ist die Münchner Gelassenheit dann von Vorteil: niemand schimpft, niemand macht einen noch zusätzlich nervös. Man nimmt ein anderes Produkt nach vorne, damit wir 5 Minuten gewinnen. Ein Lob auf die Flexibilität der Moderatoren und der Technik mit Regie. Zu 99 Prozent klappt es auf den letzten Drücker, dass wir das erlösende Wort hören: „Bild!“

Doch zu diesen Macken mit unserem Internet schleichen sich jetzt noch weitere Varianten ein:

Bild und Ton bei Kamera gut, Handyempfang nur ET mäßig

Meist ist das Phänomen nur einseitig, also wir hören nichts oder München hört nichts. München hört uns noch zusätzlich über das Micro, also nicht schlimm. Aber wenn wir nichts verstehen, dann können wir nur ahnen, was gefragt wird. Das ist dann der Startschuss für einen Monolog. Wir lassen dem Moderator keine Chance, nachzufragen. Manchmal ist die Zeitverzögerung so lange, dass wir denken, wir hätten keine Telefonverbindung. Das ist dann blöd. Erst warten wir, dann fallen wir uns gegenseitig ins Wort.

Wir haben es auch schon geschafft, dass wir das Handy zu stark in der Sonne hatten, so dass es wegen Überhitzung ausgegangen ist.

Bild und Handy gut, der Ton knackt im Micro

Das war ein neues Thema, wir kamen nur noch abgehackt in der Sendung an. Tatsächlich verschleißt auch die Hardware, wir hatten einen Kabelbruch. Und was soll ich euch sagen? Es gibt so etwas in Hurghada zu kaufen!

Alles gut!

Vielleicht kann man jetzt ein bisschen verstehen, warum wir uns freuen wie ein kleines Kind auf dem Rummel, wenn alles passt. Dann wird man auch mal übermütig und versucht die Möglichkeiten der Kamera auszuschöpfen: ich zoome und schwenke zu den Punkten, was Andreas gerade erklärt. Bingo! Das hält unser Internet nicht aus!! Also zoomen ist Tabu, wenn wir stabiles Netz haben, können wir den Zuschauern einen Rund-Um-Blick gönnen.

 

Es ist LIVE

 

Nach einem halben Jahr Übung behaupten wir, dass wir jetzt die Technik beherrschen, nicht mehr anders herum. Wir sind ausgestatten mit allem, was wir brauchen und können Simkarten im Zeitraffer wechseln.

Wir bereiten uns auch immer noch vor, doch inzwischen kennen wir über 30 Hotels und manchmal passiert es dann, dass Astrids Märchenstunde kommt.

„Wie ist denn das Frühstück dort?“ Ich überlege kurz und fange zu Schwärmen an: „Sagenhaft! Ich habe noch nie ein so gutes Frühstück gehabt mit Sekt und Lachs!“

Als ich mich nach dem Interview an der Rezeption verabschiede schaut mich der Manager an und spricht in akzentfreiem Deutsch: „Wir haben keinen Lachs am Frühstücksbüffet!“ Ich überlege kurz – war das bei einem anderen Hotel? Ich grinse ihn an: „Ab jetzt schon – vielleicht an Weihnachten?“

oder

„Sie können bei Buchung des Foodpasses alle a la Card Restaurants mitnutzen!“ Dies galt leider nicht für Makadi Garden. Na, wenn ich wieder einmal ein bisschen mehr in das Angebot packe, dann versucht Andreas das beim nächsten Interview zu relativieren. Wir können ja auch einen Wettbewerb daraus machen:

Wer findet heraus, was bei dem Angebot nicht stimmt?

 

Ein Knaller passierte mir im Steigenberger el Gouna: „Sie können den Strand vom Paradisio kostenlos mit nutzen, doch der Strand beim Steigenberger ist auch schön!“ Leider liegt das Steigenberger nicht am Meer.

Andreas liebt es von oben zu drehen. Er wählte deshalb den Aussichtsturm vom Steigenberger El Gouna zu filmen. Dort oben windete es ziemlich.  Die Übertragung beginnt und die Kamera beginnt, zu schwenken und die Position von  Andreas ist nicht mehr optimal. Der Mann im Ohr sagt: „Andreas, weiter rechts!“ Andreas geht weiter rechts, die Kamera schwenkt weiter, Jetzt wird die Regie ungeduldig: „Andreas, Astrid soll aufhören, die Kamera zu schwenken!“ Doch Astrid ist gar nicht da, der Wind hatte die Kamera bewegt!

An das erste Interview, bei dem auch Herr Kachelmann dabei war, bleibt mir auch in Erinnerung:

Ich stehe in der prallen Sonne und schwitze. Das Wetterapp sagt 32 Grad im Schatten. Ich höre bereits die Sendung übers Handy. Die Sprache ist über das kalte Wetter in Deutschland und die Moderation fragt Jürgen Kachelmann: „Wir gehen jetzt nach Ägypten, wo das Wetter besser ist. Was haben wir da für Temperaturen?“

„Etwa 23 Grad!“

Ich dachte, ich habe mich verhört oder er hat einen Zahlendreher drin, Natürlich frage ich das direkt nach der Begrüßung. „Mich interessiert jetzt schon, warum meine Wetterapp 32 Grad sagt, ich mich in der Sonne wie bei 50 Grad fühle und Herr Kachelmann die Temperatur mit 23 Grad angibt. Haben wir ein falsches Thermometer?“ Wenn ich gewusst hätte, welche Meteorologische Lawine ich mit dieser Frage auslöse, hätte ich sie gelassen. Er erklärte, erklärte, erklärte und unsere kostbare Zeit geht für das Produkt verloren. Also denke ich mir, zeige ich den Menschen neben der fachmännischen Erläuterung, wie in Deutschland ordentlich gemessen wird, die Umgebung und mache einen Schwenk. Dabei bin ich aus dem Bild gegangen. „Wo ist denn jetzt die Dame, der ich das erkläre? Der Kameramann sucht sie auch schon!“ Jetzt kommt noch die Zeitverzögerung dazu, so dass ich mich erst später bemerkbar machen konnte, dass ich einen Schwenk mache, während er einen Schwank erzählt.

Ich fand es auch sehr nett von einer Moderatorin, die uns dezent auf unsere Figur hinwies: „Wie wäre es mal mit Fitness? Wir meinen es nur gut, damit ihr wieder Bikini- und Badehosenfigur bekommt!“ Da bist du schon erst mal sprachlos. Besonders wenn du dann am nächsten Tag gefragt wirst: „Wie ist denn das Kulinarische dort? Habt ihr was gegessen?“ Da konnte ich nur antworten: „Nein, wir testen nicht mehr, wir sind laut Kollegin zu fett!“

Andreas steht parat im Labranda Royal und hört entsetzt, wie im Trailer das Citadelle in Sahl Hasheesh anmoderiert wird.

„Hallo Andreas, ich gehe davon aus, das du im Citadelle bist, wo denn genau!“

„Da muss ich dich leider enttäuschen, ich stehe zwar am Roten Meer, aber nicht in Sahl Hasheesh!“

Bevor wir auf Sendung gehen, wird uns ins Ohr geflüstert, wer moderiert, da wir unser Gegenüber ja nicht sehen. Dumm ist dann, wenn ich mitten in der Sendung zu Ulf „Goofi!“ sage. Er war schlagfertig und antwortete: „Klar Bettina!“

Auf jeden Fall haben wir viel Spaß an unserem Job und freuen uns, das auf Grund unseres instabilen Internets das Portfolio der Angebotspräsentation wieder erweitert wird: Facebook live!

Ferngesteuerte Urlaubs Checker.

Live können die Zuschauer Fragen stellen und beantwortet bekommen! Unser neues Format, FB live in der Sendung live zu übertragen, hat auch seine Tücken. Die Internetverbindung brach genau zur Anmoderation zusammen. Ich musste entscheiden: Warten, ob sie sich wieder fängt, oder schnell abbrechen und neu starten. Ich entschied mich für Letzteres. Doch leider vergaß ich in der Hektik, dass wenn ich starte, dass das Format bleibt, also das Bild nicht umschwenkt. Ich startete im Längsformat und die Assistentin nahm mein Handy ins Querformat, so dass die ganze Anmoderation auf der Seite stand. Auch ich verstand die Regieanweisung nicht sofort: „Kamera drehen!“ Ich hatte doch die Vorderbildkamera an!

Es ist uns schon vieles passiert, nur ein Lachflash wie bei Kai Pätzmann, der fehlt noch!

Aber wir haben ja noch Zeit! Wir freuen uns auf die nächsten 150 Schalten und sind gespannt, was Technik, Regie oder Moderation noch für Überraschungen bringt! Hier ein Beispiel für FB Live Sheraton Miramar: https://www.youtube.com/watch?v=hkvig7KuJs0

Schön, mit einem so dynamischen Unternehmen zusammen arbeiten zu dürfen – danke!

 

Makadi – Labranda Hotels

Als das Gebiet Hurghada von den Tauchern vor etwa 30 Jahren entdeckt wurde, wollte jeder ein Stück von dem Kuchen abbekommen und man versuchte die schönsten Strandabschnitte zu ergattern. Das erste Hotel war damals das Sheraton, welches leider nicht mehr aktiv betrieben wird. Von diesem Standort wurde sich am Strand entlang ausgebreitet, bis dann auch die Buchten in Richtung Süden mit Sahl Hasheesh, Makadi  Bay, Somabay bis hin zur Stadtgrenze Safaga, dem nächsten Ort, erschlossen waren. Im Norden wurde von Samir Sawiris direkt El Gouna in Angriff genommen. Ein bisschen erinnert das an den Witz: Warum sind in Ostfriesland alle Busse so breit? Weil alle in der ersten Reihe sitzen wollen.

Makadi liegt etwa 20 KM südlich von Hurghada, und das Labranda Royal sowie Labranda Club waren dort die ersten Hotels und haben sich somit den schönsten Strandabschnitt gesichert.

Labranda ist die Eigenmarke von FTI und wer diese bucht kann sicher sein, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu bekommen. Labranda kauft ältere Hotels auf, renoviert diese und bietet sie dann zu einem sehr attraktiven Preis an.

Worin unterscheiden sich die Hotels Garden – Club – Royal?

Ganz grob gesagt: An den Leistungen, die man für sein Geld bekommt.

Labranda Garden

Das günstigste der drei Hotels, da es nicht direkt am Meer liegt. Es ist in einem Kreis gebaut. Die Zimmer an der Außenseite sind die „Zimmer mit Gartenblick“, die in der Innenseite „mit Poolblick“. Der Ausblick der Zimmer mit Blick zum Garten kann sehr unterschiedlich sein: die einen schauen Richtung Berge, die gegenüberliegenden Richtung Meer und die nach Norden und Süden ausgerichteten haben Meer- und Bergblick.

In der kreisförmigen Anlage befinden sich noch die Rezeption, darüber die Sundowner Bar,

Sundownerbar mit Blick über die Anlage

die abends um 18.00 Uhr öffnet und man einen wunderbaren Ausblick zum Sonnenuntergangscocktail genießen kann und das Restaurant.

Poolbar

 

 

 

Poolanlage Labranda Garden

In dem Inneren des Kreises ist das Herzstück der Anlage mit Poolanlage, Animation, Poolbar, Shishabar und der Terrasse des Restaurants.

Labranda Garden Restaurant Büffet

Besonderheit: Diese Anlage ist die kleineste der drei und für mich persönlich deshalb die mit dem besten Service. Man bekommt am Pool seine Getränke serviert, an der Poolbar alles in Gläsern und Tassen. Der Cappuccino wird durch einen Siebdruck gepresst und nachmittags werden auch mal eisgekühlte Melonenstücke gereicht.  Das Personal ist zuvorkommend, das Essen warm um gut

Labranda Garden Restaruant

gewürzt (es gab sogar Ente!) und für einen Eckpreis, der manchmal sogar unter 300€ für eine siebentägige Flugreise liegt, gehe ich gerne den Aufwand ein, zum Strand des Labranda Clubs den kostenlosen Shuttle zu nehmen. Natürlich darf ich dann auch das Strandrestaurant vom Club mitbenutzen und das „Hamburger House“ auf der im Mai 2017 eröffneten Foodpromenade!

Fazit: Wer es lieber etwas ruhiger und gemütlicher hat, und noch dazu seinen Geldbeutel schonen möchte, der entscheidet sich für diese Anlage. Übrigens: Wem es gar nicht gefällt, der kann gegen einen Aufpreis von etwa 10€ pro Person und Tag ins Club umbuchen lassen, wenn Zimmer frei sind.  (siehe Filme)

Labranda Club

Das Hotel hat nach Landeskategorie 4 Sterne. Hier möchte ich einmal die Gelegenheit nutzen, etwas loszuwerden, bezüglich der Sterne in einem Hotel:

Falsche Erwartungshaltung bei Sterneangaben

Die Anzahl der Sterne hat zum Großteil damit etwas zu tun, was eine Hotelanlage zu bieten hat. Der Unterschied liegt in der Größe der Zimmer, der Anzahl der Restaurants, die Öffnungszeiten, die Sprachen, die gesprochen werden, die Einrichtung der Hotelzimmer. Diese Fakten können jedoch sehr unterschiedlich erfüllt werden und genauso unterschiedlich sind dann die Preisunterschiede der Hotels mit gleicher Sterneanzahl. Man kann sich somit an einer Hand abzählen, dass wenn ich vergoldete Wasserhähne will, ich ein Hotel der gleichen Sternekategorie mit dem höheren Preis wählen muss. Oder woher würden sonst die teilweise 100 prozentigen Preisunterschiede kommen? Bestimmt nicht, weil das eine Hotel mehr daran verdient als das andere!

Poollandschaft Club

Zurück zum Labranda Club: Diese Hotelanlage befindet sich direkt am Strand und ist, wo wie die meisten Hotels in Ägypten, U-förmig gebaut. Im Eingangsbereich ist die Rezeption, die Lobby und die Lobbybar, rechts das Hauptrestaurant und darüber das orientalische a la Carte Restaurant.  Im U strahlt die großzügige Poolanlage Urlaub aus und rechts hinter dem Hotelabschnitt ist das Amphitheater.

Durch das Strandrestaurant, was mich an eine griechische Taverne erinnert, kommt man an den ersten Sandstrandabschnitt der Hotels. Rechts an der Bucht liegt das Fischrestaurant, welches sonntags geöffnet ist. Man erkennt es gleich, da es wie ein Schiffsfrack aussieht.

Das Essen am Strand hat uns immer überzeugt, besonders weil es dort frische Pizza oder Hähnchen vom Grill gibt. Auch hier bekomme ich meinen Cappuccino frisch gepresst und wenn ich Zeit mit bringe auch serviert.

Besonderheit: Der Strand ist natürlich der Knaller und da genau nebenan das Schwesterhotel Royal den anderen Strandabschnitt hat, kann man beide Buchten nutzen und hat so genügend Platz und Auswahl an Liegemöglichkeiten. Der flachabfallende Sandstrand ist ein Traum für Kinder, die gerne mit Matsch spielen und für Badeurlauber, die gerne schwimmen. Denn diese Buchten laden zum Schwimmen, Kanufahren oder Wasserboot ein, als Fun wird natürlich die obligatorische Banane angeboten. Auch der Wassersport kommt nicht zu kurz und man kann Tauchen oder Kiten, die prädestinierten Wassersportarten für Ägypten.

Fazit: Wem es wichtig ist, in der Hotelanlage auch einen Strand zu haben und dem drei Restaurants ausreichend sind, der kann mit der Wahl dieses Hotels dies zu einem günstigen Preis bekommen.

Tipp: Gegen einen Aufpreis von nur 5,00€ pro Tag/Person (mindestens für 7 Nächte, sonst 8 € und bei nur einem bis drei Buchungen kostet es 10€ pro Person und Tag) kann man sich vor Ort upgraden lassen und kann dann ALLE Restaurants auch vom Royal und der Foodpromenade nutzen! Dann ist man kulinarisch den Royalgästen gleichgestellt und spart unterm Strich immer noch im Verhältnis zum Gesamtpreis.

Labranda Royal

Diese Hotelanlage hat nach Landeskategorie 5 Sterne, da die Zimmer größer, die Bäder geräumiger (neu renoviert) und die Anzahl der Restaurants sowie der Pools höher sind.

Die Lobby mit der Rezeption befindet sich im Obergeschoss (von der Busankunft ebenerdig), zum Restaurant und der Terrasse, an der an jedem Abend von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr auf der Bühne Programm geboten wird (vom Lifesänger bis zur Fakirshow) und abends auch Shisha geraucht wird, muss man nach unten gehen (vom Strand kommend ebenerdig).

An der großen Poolanlage befindet sich ein Süßwasserpool mit integriertem Kinderpool, die im Winter auch beheizt sind. Der Salzwasserpool dagegen bietet eine willkommene Abkühlung und dahinter gibt es nochmals einen speziellen Kinderpool.

Geht man bei der Shishaecke rechts Richtung Hotelzimmer, dann findet man noch einen weiteren Pool, „The Rocks“, an dem keine Animation stattfindet.

Natürlich liegt auch dieses Hotel an einer Sandbucht mit direktem Zugang zum Wasser. Links an der Bucht ist ein ganz neu gebautes Wassersportcenter, das von der Schnorchel Ausrüstung über Tauchkurse alle Bedürfnisse der Wassersportler befriedigt oder zumindest weiterhelfen kann. Hier steht auch das für d

ie Gäste kostenlose Kanu und Tretboot.

 

Verpflegung

 

Tatsächlich hat uns das Büffetrestaurant nicht überzeugt. Es wirkte lieblos und sich ständig wiederholend. Da ich sowieso nicht der Freund von Büffetrestaurants bin, habe ich täglich ein anderes A la Carte Restaurant ausgewählt, welche uns alle gefallen und das Essen geschmeckt hat.  Neben dem italienischen Restaurant im Royal dürfen auch in den beiden al la Carte Restaurants im Club (orientalisch täglich und Fischrestaurant sonntags) ohne Aufpreis gegessen werden. Und seit Mai 2017 gibt es als für mich einzigartiges Angebot die Foodpromenade!

Die Foodpromenade wurde auf dem Grenzstreifen zwischen den beiden Hotels gebaut und beinhaltet 5 Pavillons (jeder etwa 120 Sitzplätze), in denen verschiedene Länderthemen als Menü/A la Carte ab 19.00 Uhr angeboten werden, eine Reservierung mindestens am Vortag ist notwendig:

Das Cafe Cairo (bereits ab 17.00 Uhr geöffnet und für Club- und Royalgäste inklusive) macht vom Strand aus gesehen den Anfang mit typischen Süßem aus Ägypten, Getränke wie Kakate oder Sobia und freitags auch Schawerma vom Grill (ähnlich wie Dönerspiess).

Griechische Taverene: Ich dachte, weil wir für Sonnenklar.TV die Interviews von dort machen, bekommen wir besonders viele Vorspeisen serviert. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Alle Gäste bekommen einen gemischten Vorspeisenteller, auf dem alles, was auf der Menükarte angeboten wird, hübsch angerichtet ist. Zusätzlich kann man dann noch einen griechischen oder Oktupussalat bestellen,  eine Tomatensuppe und aus diversen Hauptgängen wählen.

Kubanische Spezialitäten: Auch hier wurden wir wieder verblüfft: Dieses Mal war die Speisekarte nur für Informationszwecke bei den Hauptgängen, die Vorspeisen konnten gewählt werden. Doch Vorsicht: Genügend Hunger über lassen um Hähnchen, Lamm, Rind und Taube sowie die typtischen Würstchen vom Grill, welche man alle vom Spieß angeboten bekommt, versuchen zu können!

Asiatische Köstlichkeiten: Auch hier bekommt man alle auf der Karte befindlichen Vorspeisen serviert, man wählt lediglich seinen Hauptgang.

Das Burger House wird alle Fans des gegrillten Hackfleischs zwischen knusprigen Brötchen mit Salat, Mayonaise und Ketchup begeistern. Ob mit Käse oder ohne, ob vegetarisch oder aus Hähnchen, alles das können die Gäste selbst bestimmen! Hier dürfen auch die Gäste vom Club und Garden reservieren und ohne Aufpreis Essen gehen!

Last but not least kann man sich eine frische Waffel mit Eiscreme zum Dessert gönnen, auch dies für alle Gäste der drei Hotels inklusive.

Hygiene

Selbstverständlich werden regelmäßige Chalitätschecks in den Resataurants und Küchen vorgenommen! Vielleicht könnt ihr es auch einmal beobachten!

 

Kinder/Jugendliche

Sowohl das Club als auch das Royal haben einen Kinderclub. Der im Club ist ziemlich modern, jedoch ohne Schatten, so dass die Aktivitäten viel drinnen stattfinden. Im Royal ist der Außenbereich im Schatten, jedoch ist der Club nicht besonders modern.

Die Kinderpools sind leider in beiden Hotels nicht im Schatten. Man sollte deshalb für die Kleinsten einen mobilen Schirm mitbringen.

Für Schulkinder wird diese Anlage ein Traumurlaub werden. Durch die Pizza- und Nudelstation gibt es immer was zu Essen, der weitläufige Strand bietet viel Auslauf, die kostenlosen Wasseraktivitäten Abwechslung und die Animation wird gerne von den Jugendlichen angenommen.

Aktivitäten

Die Gäste aller drei Hotels können die Wassersportangebote nutzen. Zwischen dem Club und Royal befindet sich der Wellnessbereich, in dem man sich die Massagen oder Hamamanwendungen buchen kann. Die Gardengäste haben einen kleinen Massageraum vor Ort. Am Ende der Foodpromenade (aus Richtung Meer kommend) befindet sich links bei dem Durchgang zu den Parkplätzen der Fitnessraum und Aktivitäten wie Tischtennis oder Kicker.

Besonderheiten

Zusätzlich hat jedes Hotel seine eigene Meetingpoint Longe, in der täglich ein deutschsprechender Ansprechpartner bei der Auswahl von Ausflügen, sei es mit dem E-Bike, mit dem Quat oder mit dem Flugzeug nach Kairo oder Luxor, hilft. Er begrüßt auch die neuen Gäste und gibt bei der Ankunftsinformation wichtige Tipps.

Im Royal kann man direkt am Meer kleine Bungalows mieten. Diese sind nur vor Ort gegen einen Aufpreis von 15€ pro Person/Tag zu buchen. Fragen Sie an der Rezeption!

Tipps

Die Angebote sind so Facettenreich, bitte nutzen Sie die deutschsprachigen Reiseleiter in der Meetingpoint Longe und die Gästebetreuung. Die Makadibucht selbst bieten außer Hotelanlagen keine Sehenswürdigkeiten, doch Sahl Hasheesh oder Hurghada ist schnell mit dem vor Ort angebotenen Shuttlebus (etwa 10€ pro Person) zu erreichen oder einen Ausflug wert.

Fazit

Eine ganze Menge Leistung für schmales Geld! Persönliche Bedürfnisse werden durch die drei verschiedenen Angebote gut befriedigt. Auf jeden Fall eine Möglichkeit, für Ägypteneinsteiger oder auch Langzeiturlauber!

Sicher fühlen und sicher sein?

Die sichersten Reiseländer 2017 überraschen doch und ich nehme diesen Anlass, um die „Sicherheit“ in Ägypten wieder neu zu betrachten. Tatsächlich wird für die Ermittlung der sichersten Reiseländer nicht nur das terroristische Risiko mit eingebunden, sondern auch Sicherheit im Straßenverkehr, allgemeine Kriminalität und die Gesundheitsvorsorge. Auch auf diese Punkte möchte ich hier eingehen.

Nach den jüngsten Schlagzeilen wurde Menschen am Flughafen gefragt: „Fliegen Sie trotzdem nach Ägypten?“ war die Antwort:

„Ja, wo ist es heute noch sicher?“

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in Nizza, Paris, Berlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

Ich möchte weder etwas beschönigen, noch verharmlosen, nur relativieren. Es ist nämlich auch etwa die gleiche Entfernung wie zwischen Zypern und Aleppo, doch hat jemand Angst, nach Zypern zu fliegen?

Kriminalität – Ägyptisches Rechtssystem:

Vor 10 Jahren war die Kriminalität in Ägypten nicht erwähnenswert. Heute ist sie etwas gestiegen, jedoch im Vergleich zu Handtaschenraub in Italien, Organhandel in Europa oder sogar London, welches eine Kriminalität von über 30% hat, immer noch nicht nennenswert.

Ägypten ist kein rechtsfreier Raum, wie vielleicht manche meinen. Die meisten Gesetze wurden von Frankreich übernommen, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsrecht, Wirtschaftsrecht oder auch Strafrecht. Ein Ägypter sagte einmal zu uns: Was bei dir in Deutschland verboten ist, ist zu 99% auch hier verboten. Also, gar nicht so anders. Wenn man ein Problem hat, geht man zur Touristenpolizei (Tel. 126 Landesweit) oder, bei wirklich ernsten Problemen, zur deutschen Botschaft nach Kairo. Doch die meisten anfallenden Problemchen können durch den Reiseleiter geklärt werden!

Tipp: Sollte man in eine Situation kommen, die einen Angst macht, laut schreien beginnen! Es wird sofort eine Ansammlung von Menschen kommen, die sich um den Touristen kümmern. Die Reputation ist auch den Ägyptern wichtig und sie wollen als guter Gastgeber gesehen werden. Bei einer Menschenansammlung kommt dann auch ganz schnell die Polizei.

Risiko im Verkehr

Qena

Tatsächlich sehe ich dabei das höchste Risiko.  Die Problematik beginnt bei unzureichend technische einwandfreien Fahrzeugen über eine schlechte Ausbildung der Fahrer bis hin zum chaotischen Fahrverhalten mit riskanten Ablenkungen durch die Nutzung des Handys. Deshalb empfehle ich bei Fahrten mit dem Taxi auf den angebotenen LimousinenService des Hotels zurück zu greifen, auf Empfehlungen oder ABC Taxi. Alle weiteren Fortbewegungsmittel empfehle ich erst, wer hier sein gefühltes 2. Zuhause hat und die Ägypter und die Risiken gut einschätzen kann.

Gesundheit und Hygiene

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egypt Air wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger ist als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

Hygiene

Viele meinen, es wird unhygienisch gearbeitet und nehmen als Indiz dafür, die Magenkrämpfe, die oft bei Urlaubsaufenthalten zu schaffen machen. Natürlich werden auch in den Hotels regelmäßige Untersuchungen und Hygienechecks gemacht, siehe dazu unseren Beispielfilm. Dazu folgende Hinweise: Unser Wasser kommt aus dem Nil über Pipelines. Teilweise wird es mit Chlor versetzt. Das Wasser aus dem Hahn kann zum Zähneputzen benutzt werden, sollte nicht getrunken werden. Dieses Wasser wird auch für das Waschen von Salaten genutzt, verursachte jedoch bei mir noch nie Magenprobleme. Diese resultieren meist vom Klimawechsel, zu kaltem Trinken (nicht die Eiswürfel sind schuld, sondern die Temperatur) und das Essen mit fremden Gewürzen. Übrigens: Wenn wir nach Deutschland fahren, bekommen wir auch Durchfall und Magenprobleme.

Tipp: bei kleineren Beschwerden in die El Ezaby Apotheke auf der Airportroad oder in der Senzomall aufsuchen. Sie ist staatlich und es ist immer ein Arzt vor Ort.

Ein Urlaub in einer Hotelanlage:

Der Tourismus hat sich darauf eingestellt, dass sich die Menschen einen Tapetenwechsel wünschen, aber doch viel von zu Hause wiederfinden wollen. Diesem paradoxen Wunsch wird gerade bei Pauschalurlauben Rechnung getragen.

Deutschsprachige Reiseführer, die einem vom Flughafen bis zum Hotel begleiten und wieder zurück.

Der deutschsprachigen Gästebetreuung und teilweise auch die Angestellte, die unserer Sprache mächtig sind, kann ich meine Wünsche sagen, ohne Sprachbarriere.

Die Essens- und die Getränkeauswahl ist international, so dass ich neue Gerichte versuchen kann, aber nicht muss.

Übrigens: Wenn man es allen recht machen will, so muss man den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, und das ist wenig Würze.

 

Außerhalb der Hotelanlage

Niemand muss Angst haben, die Hotelanlage zu verlassen. Wagen Sie den Schritt in eine fremde Kultur. Das unangenehmste, was einem dabei passiert ist, von den Shop Besitzern angesprochen zu werden. Da die Geschäfte zurückgegangen sind, meinen die Kaufleute, mit aktiven Verkaufsgesprächen die Touristen in ihr Geschäft holen zu müssen. Sie verstehen nicht, dass es die Kunden eher abschreckt. Wer das nicht möchte, sollte in El Gouna flanieren, dort ist es den Händlern untersagt aktiv zu werben, oder auf dem ägyptischen Markt, da ist ein Tourist einfach ein Fremder, kein potentieller Kunde. Wer an touristischen Shops vorbei geht, sollte einfach nicht reagieren und sich das ansehen, was ihn interessiert. Übrigens: die Souvenirläden von Cleopatra sind ausgepreist. Da kann man weder handeln, dafür wird man auch nicht in ein Verkaufsgespräch gezwängt.

Ausflüge:

Sie können unbesorgt alle Ausflüge, die angeboten werden, buchen. Weder ist eine Fahrt nach Luxor noch nach Kairo gefährlich. Im Gegenteil, ich finde besonders die Fahrten immer wieder schön. Nach Luxor führt die Straße durch die Berge, welche eine einzigartige Kulisse bietet,  nach Kairo lange Zeit am Roten Meer entlang.

Die Checkpoints, die an den Ein- bzw. Ausfahrten von Hurghada eingerichtet sind, sollten Ihnen keine Angst machen. Es ist eine Kontrolle, wer in oder aus dem Ort will. Touristischen werden selten kontrolliert. Es ist wirklich überwiegend für die Ägypter zur Überprüfung, was sie in die Stadt führt. Auf der ägyptischen ID ist unter anderem der Arbeitgeber eingetragen, so dass die Polizei damit sehr wohl überprüfen kann, wenn jemand geschäftlich hier zu tun hat. Wer keinen vernünftigen Grund nennen kann, wird wieder zurückgeschickt.

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

Abu Simbel

Astrid und Andreas