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Eine besondere Quadtour zu den Beduinen

Allgemeines

Ein Quad ist ein 4 rädriges Motorrad, welches ab 16 Jahren, ohne Führerschein, gefahren werden kann. Die Fahrzeuge müssen nur mit dem Handgas und den beiden Handbremsen betätigt werden. Die Quads können alleine oder zu zweit gefahren werden. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, jedoch für Rückenkranke und Schwangere nicht geeignet.

Tipp: Wer noch nie gefahren ist, sollte sich zu Zweit eines teilen. Einer fährt die Hinfahrt, einer die Rückfahrt.

Sicherheit:

Zur eigenen Sicherheit sollte der angebotene Helm genutzt werden. Er schützt vor allem gegen Steine, die während der Fahrt aufgeschleudert werden können. Deshalb ist auch innerhalb der Reihe zu fahren.

Kinder unter 12 Jahren dürfen auch nicht als Beifahrer mitkommen.

Die Tour

Unsere Quadtour ist eine Private Tour ab 2 Personen. Ihr werdet am Hotel mit dem Minibus abgeholt und zur Safaristation gebracht. Dort erhaltet ihr eine kurze Einweisung, die Einteilung auf die Quads und schon geht es los!

Tipp:

Zieht zur Tour eine lange Hose an, da die Abgase ziemlich heiß werden am Bein. Nehmt ein großes Tuch mit für Gesicht und Kopf, ihr könnt es vor Ort für 5 Euro kaufen. Sonnenbrille, Wasser und Sonnenschutz mitnehmen! Wer Fahrradhandschuhe hat, sollte diese für eine geplante Tour mit ins Gepäck legen!

Die Fahrt geht gemütlich los, damit wir uns an das Fahren und den Boden gewöhnen können. Der Wüstenboden ist meist sehr hart und oft mit vielen kleinen Bodenwellen durchzogen, so dass man sich schnell durchgeschüttelt fühlt. Man muss sich an die Geschwindigkeit gewöhnen, da man sich mit 4 Rädern auch nicht in die Kurve legen kann. So manchmal passiert es schon, dass man das Gefühl hat, das Fahrzeug will nicht in der Spur fahren, die der Fahrer will. Nach einigen Kilometern hat man sich an das Gerüttel gewöhnt und es sollte sich herausgestellt haben, dass der Fahrer der Chef ist, nicht das Fahrzeug.

Schnell merkt man, dass es gut ist, vor Mund und Nase einen Schutz zu tragen. Ohne Brille kann man nicht fahren, da Wind und Vordermann den Sand aufwirbeln.

Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichen wir die Berge. Es ist atemberaubend, wie die Landschaft sich verändert. Natürlich geht es jetzt auch auf und ab.

Wir besuchen ein kleines Beduinendorf. Die Ausstattung von vielen kleinen Nischen, die jetzt leer sind, erinnern an früher, wo noch mehr Touristen Quad gefahren sind. Heute zentriert man die Fahrten auf wenige Beduinencamps.

Tipp:

Wer mit uns diesen Trip machen möchte, kann gerne für die Beduinen Lebensmittel oder Kleidung mitbringen. Auf den Quads ist ein Gepäckträger, der dafür genutzt werden kann. Unser Guide gibt sogar manchmal den Kindern Unterricht, da nur der älteste Sohn in die Schule gehen darf.

Die Beduinen haben diesen Platz ausgewählt,  weil sie ihre eigene Quelle im Gebirge haben, die den Tieren wie Menschen Wasser spendet. Diese Quelle wollen wir besichtigen.

Fast schon abenteuerlich ist der Weg dorthin, der wirklich mitten durch das Steingebirge führt. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind deshalb notwendig!

Natürlich kann man bei den Beduinen auch Kamelreiten und kleine Souvenirs kaufen. Eine getrocknete Blume, die mit Wasser getränkt immer wieder blüht, habe ich mir mitgenommen.

Bei Tee und Shisha lernen wir noch Oma, die Stammesälteste kennen, die uns willkommen heißt.

Nach etwa einer Stunde Pause machen wir uns wieder auf den Heimweg. Dort machen wir noch kurz einen Fotostopp an einer Moschee, mitten in der Wüste.

Fazit

Diese besondere, private Tour kostet 55 € ab 2 Personen, ab einer kleinen Gruppe von 5 Personen 45 €. Buchen könnt ihr die bei uns!

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Fairholiday.com

 

 

Weihnachten in Ägypten

Wenn man über den Ursrprung von Weihnachten recherchiert, taucht auch immer wieder Ägypten auf. Die Sonnenwendfeier wurde mit Palmwedel gefeiert, die die 12 Monate symbolisieren sollen und Leben, durch das immer grüne. Da es in Europa keine Palmen gab, nahm man die Tanne, die von der Form dem Palmwedel am ähnlichsten war und auch im Winter grünt. Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung also in Ägypten! 

Heute fragt man sich: „Wie ist es, im Land der Sonne Weihnachten zu feiern?“

Koptisches Weihnachten

Eigentlich war Ägypten christlich, orthodox koptisch, bis es im 7. Jahrhundert islamisiert wurde. Heute sind die Kopten eine Minderheit von etwa 10 Prozent der Bevölkerung. Das koptische Weihnachtsfest wird am 7. Januar gefeiert.

Weihnachten in den Hotels

Durch die vielen europäischen Touristen hat man sich darauf eingestellt, dass auch am Roten Meer zum 24.12. Weihnachten gefeiert wird. Die Hotels werden ab Ende November mehr oder weniger kitschig weihnachtlich geschmückt. Manchmal erinnert es mich an die amerikanischen Stadtviertel, wo ich als Kind die bunten, blinkenden Fenster bestaunt habe. Und es werden nicht nur Palmen geschmückt, sondern es gibt auch richtige Weihnachtsbäume, Rentiere und  Schneemänner. An Weihnachten wird ein besonderes Menü oder Büffet angeboten, die Animation zieht rote Mützen auf und aus den Lautsprechern ertönen Weihnachtslieder. Wer also vor Weihnachten flüchten will, wird es auch in Ägypten nicht ganz schaffen. Die Dekoration wird auch erst nach dem koptischen Weihnachtsfest abgebaut.

Weihnachten in der Stadt/El Gouna

Auch die Shops und die Senzomall sind auf Weihnachten eingestellt. Dekoration, Angebote und viel Lichtschmuck erinnert daran. Am besten gefällt uns El Gouna, wo es einen Weihnachtsmarkt gibt, Weihnachtssingen und Christbäume, aus allen erdenklichen Grundstoffen. Und es darf der Glühwein mit Plätzchen nicht fehlen. Ob ein Glühwein in Ägypten schmeckt? Ja! Im Januar ist der Wind kalt und wenn die Sonne untergegangen ist, kann die Temperatur schon einmal einstellig werden. Da schmeckt auch ein Glühwein, der an den Weihnachtsmärkten in El Gouna, der Hotelfachschule oder auch bei Blue Moon, eine Art Gnadenhof für Tiere, veranstaltet wird.

 

In El Gouna zieht ein wirklich großer, schön geschmückter Weihnachtsbaum magisch die Blicke der Besucher der Abu Tig Marina an. Neben an wird im Tenders, einer Bar, aus alten Autoreifen ein Schneemann dargestellt.

Und wenn dann der Chor weihnachtliche Lieder singt, kann ein kleines bisschen Weihnachtsfeeling aufkommen.

Die Bäckereien wie Bred Basket oder Sevenstars bieten Plätzchen, Lebkuchen und auch Stollen an.

Fazit

Wer vor dem Weihnachtsfest fliehen möchte, schafft es mit einem Urlaub in Ägypten, zumindest Region Hurghada, nur teilweise. Wer Weihnachten intensiv erleben möchte, macht am besten bis 08.01. Urlaub, dann kann er das koptische Weihnachtsfest miterleben. Von Glühwein über Stollen bis hin zum Weihnachtsmarkt ist hier alles möglich.

Frohe Festtage

Eure Urlaubschecker

Astrid und Andreas

Dubai – Hotel Cosmopolitan

Dubai – das steht für die Superlative! Wenn man eine Stadtrundfahrt macht, dann bekommt man nur zu hören: Das Höchste, das Teuerste, das Erste, das Größte! Eingeprägt hat sich bei mir: „Wenn Sie in Dubai eine Wohnung kaufen, bekommen Sie ein Auto dazu geschenkt!“ Dubai besteht aus dem alten Down Town und dem neuen Dubai.

D as Cosmopolian befindet sich im Stadtteil al Barsha, 15 KM vom

Auszeichnungen Hotel Cosmopolitan Dubai

Strand entfernt. Kann man hier als „Normalbürger“ übernachten? Wie zieht man sich an? Welche Zusatzkosten fallen an? Das alles interessiert uns. Also werden wir das Hotel und die Umgebung inspizieren.

Ankunft

Das Hotel ist mit 114 Zimmer eher klein und durch die Nähe zum Kongresszentrum wird es auch von Geschäftsleuten gebucht. Die Lobby ist teilweise mit Teppichboden ausgelegt, was eine Gemütlichkeit ausstrahlt. Rechts wird man freundlich von einem Mitarbeiter begrüßt, bevor man an der Rezeption eincheckt.

In der Lobby ist an der Fensterfront ein kleines Café. Dort kann man zum Tee oder Kaffee und einem Stück Kuchen das Treiben auf der Straße beobachten. Da fällt mir immer der Spruch ein: „Sieben Sekunden Genuss, sieben Jahre auf der Hüfte!“

Pool/Strand

Da man in Dubai Sommer wie Winter Sonne hat (Regenwahrscheinlichkeit im Jahr bei unter 1%) und im Winter es nicht unter 20 Grad kalt wird, freut man sich auf klimatisierte Räume oder auf einen kühlenden Pool.

Auf dem Dach des siebenstöckigen Hotels befindet sich der Pool mit Liegen, Sonnenschirmen und der Poolbar. Im Winter ist der Pool beheizt, im Sommer gekühlt! Hier kann man einen alkoholfreien Cocktail mit Blick bis zum Burj al Arab, dem Wahrzeichen von Dubai, genießen! Der Ausblick ist einfach grandios.

Das Hotel liegt nicht am Strand, doch dafür gibt es einen kostenlosen Shuttle zum  Jumeirah open beach, der nach 15 Minuten erreicht wird. Achtung: der Shuttelbus fährt nur einmal täglich.

Zimmer

Ccosmopolitan Zimmer

Großzügig (etwa 35 qm) ist das Zimmer gehalten. Direkt beim Eingang haben wir eine kleine Küchenzeile mit Minibar, Kaffee/Teezubereiter und Mikrowellenherd. Für den kleinen Hunger zwischendurch liegen süße Riegel bereit (kostenpflichtig). Die Minibar ist mit alkoholfreien Getränken bestückt.

Gegenüber steht ein dreitüriger Kleiderschrank.

Das Bad, neben der Miniküche, ist relativ groß. Eine Toilette mit Bidet, eine Dusche und Waschbecken. Föhn und Duschgel gehören obligatorisch dazu.

Das Doppelbett hat eine bequeme Matratze und die Kopfkissenauswahl ist grandios. Bereits auf dem Bett bekommt jeder drei Kissen zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch kann man natürlich auch ein spezielles Allergiker Kissen bekommen.

Eine kleine Sitzgruppe und ein Schreibtisch lassen das Zimmer wie ein Apartment erscheinen. Der Flachbildschirm ist an der Sat-Schüssel angeschlossen, so dass wir sogar einen deutschen Sender empfangen (ZDF). So können wir morgens mit einer Tasse Kaffee im Bett uns über die Neuigkeiten aus der Heimat informieren.

Verpflegung

Nach der Lobby kommt man in das Restaurant „Ginger“, in dem das Frühstück und das Abendessen in Büffetform angeboten wird. Zusätzlich kann man dort abends auch a la carte essen.

SPA

In der fünften Etage ist die Spa Abteilung mit zwei Massagezimmern. Die Massageangebote können 24 Stunden am Tag gebucht werden! Hier befindet sich auch die Sauna, Dampfbad und der Wirlpool, welche die Gäste kostenlos nutzen dürfen.

Fitness

Der Fitnessraum befindet sich auch in der siebten Etage. An der Rezeption des Fitnessraumes bekommt man auch die Handtücher für das Training und neben an steht ein Kühlschrank mit Getränken und Eis! Auch der Fitnessraum ist für die Gäste 24 Stunden geöffnet.

Kinder/Jugendliche

Man kann ein Kinderbett ins Zimmer bekommen.

Besonderheiten

In Dubai ist das Rauchen nur in ausgewiesenen Räumen erlaubt.

Das Mindestalter für Check in ist 21 Jahre, was bedeutet, man kann als jugendliches Paar nicht alleine buchen.

Es gibt auch Zimmer mit getrennten Betten. Bitte beim Check in seinen Wunsch äußern!

In diesem Hotel wird kein Alkohol ausgeschenkt.

Von den deutschen Fernsehkanälen ist nur das ZDF über Satelit möglich.

Dubai ist der 2. Sicherste Urlaubsort der Welt.

In Dubai sind 80% der Einwohner Ausländer, weshalb man sich am besten mit Englisch verständigt.

Tipps

Bei einem Dubai Besuch sollte man 2 Tage für eine Stadtrundfahrt einplanen. Wir haben uns dafür ein 48 Stundenticket bei BIG Bus für 73 Dollar gekauft. Damit kann man beide Routen (altes und neues Dubai, Marina) und auch Dubai bei Nacht besichtigen. Die Tour bietet 45 Sehenswürdigkeiten, bei denen man natürlich auch aussteigen kann. Alle 20 Minuten kommt der nächste Bus, mit dem man seine Tour fortführen kann. Der Stadtplan und die Ohrhörer für die Erklärungen in Deutsch sind natürlich inbegriffen.

Der Umrechnungskurs von Euro zu AED (Dirham) ist etwa 1:4. Also für einen Euro bekommt man 4 Dirham oder die Preise durch 4 teilen. Man kann jederzeit auch in Dollar oder mit Kreditkarte bezahlen.

Dubai ist eine Stadt der Superlative, dementsprechend sind die Preise hoch. Eine Shisha kostet 10€, Salat 12€, Menü 30€. Wenn möglich, sollte man Halbpension oder all in buchen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel via Metro sind superleicht zu finden. Es gibt nur eine blaue und eine rote Route. Durch die übersichtlichen Pläne kann man auch als Erstbesucher zur Einkaufsmall oder anderen Sehenswürdigkeiten die Metro nutzen.

Fazit

Dieses Hotel liegt super zentral ist prädestiniert für Gäste, die Dubai erkunden wollen oder günstig einen längeren Aufenthalt buchen möchten.

Schaut einfach mal rein!

Sonnige Grüß und bis bald

Andreas und Astrid

Makadi – Labranda Hotels

Als das Gebiet Hurghada von den Tauchern vor etwa 30 Jahren entdeckt wurde, wollte jeder ein Stück von dem Kuchen abbekommen und man versuchte die schönsten Strandabschnitte zu ergattern. Das erste Hotel war damals das Sheraton, welches leider nicht mehr aktiv betrieben wird. Von diesem Standort wurde sich am Strand entlang ausgebreitet, bis dann auch die Buchten in Richtung Süden mit Sahl Hasheesh, Makadi  Bay, Somabay bis hin zur Stadtgrenze Safaga, dem nächsten Ort, erschlossen waren. Im Norden wurde von Samir Sawiris direkt El Gouna in Angriff genommen. Ein bisschen erinnert das an den Witz: Warum sind in Ostfriesland alle Busse so breit? Weil alle in der ersten Reihe sitzen wollen.

Makadi liegt etwa 20 KM südlich von Hurghada, und das Labranda Royal sowie Labranda Club waren dort die ersten Hotels und haben sich somit den schönsten Strandabschnitt gesichert.

Labranda ist die Eigenmarke von FTI und wer diese bucht kann sicher sein, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu bekommen. Labranda kauft ältere Hotels auf, renoviert diese und bietet sie dann zu einem sehr attraktiven Preis an.

Worin unterscheiden sich die Hotels Garden – Club – Royal?

Ganz grob gesagt: An den Leistungen, die man für sein Geld bekommt.

Labranda Garden

Das günstigste der drei Hotels, da es nicht direkt am Meer liegt. Es ist in einem Kreis gebaut. Die Zimmer an der Außenseite sind die „Zimmer mit Gartenblick“, die in der Innenseite „mit Poolblick“. Der Ausblick der Zimmer mit Blick zum Garten kann sehr unterschiedlich sein: die einen schauen Richtung Berge, die gegenüberliegenden Richtung Meer und die nach Norden und Süden ausgerichteten haben Meer- und Bergblick.

In der kreisförmigen Anlage befinden sich noch die Rezeption, darüber die Sundowner Bar,

Sundownerbar mit Blick über die Anlage

die abends um 18.00 Uhr öffnet und man einen wunderbaren Ausblick zum Sonnenuntergangscocktail genießen kann und das Restaurant.

Poolbar

 

 

 

Poolanlage Labranda Garden

In dem Inneren des Kreises ist das Herzstück der Anlage mit Poolanlage, Animation, Poolbar, Shishabar und der Terrasse des Restaurants.

Labranda Garden Restaurant Büffet

Besonderheit: Diese Anlage ist die kleineste der drei und für mich persönlich deshalb die mit dem besten Service. Man bekommt am Pool seine Getränke serviert, an der Poolbar alles in Gläsern und Tassen. Der Cappuccino wird durch einen Siebdruck gepresst und nachmittags werden auch mal eisgekühlte Melonenstücke gereicht.  Das Personal ist zuvorkommend, das Essen warm um gut

Labranda Garden Restaruant

gewürzt (es gab sogar Ente!) und für einen Eckpreis, der manchmal sogar unter 300€ für eine siebentägige Flugreise liegt, gehe ich gerne den Aufwand ein, zum Strand des Labranda Clubs den kostenlosen Shuttle zu nehmen. Natürlich darf ich dann auch das Strandrestaurant vom Club mitbenutzen und das „Hamburger House“ auf der im Mai 2017 eröffneten Foodpromenade!

Fazit: Wer es lieber etwas ruhiger und gemütlicher hat, und noch dazu seinen Geldbeutel schonen möchte, der entscheidet sich für diese Anlage. Übrigens: Wem es gar nicht gefällt, der kann gegen einen Aufpreis von etwa 10€ pro Person und Tag ins Club umbuchen lassen, wenn Zimmer frei sind.  (siehe Filme)

Labranda Club

Das Hotel hat nach Landeskategorie 4 Sterne. Hier möchte ich einmal die Gelegenheit nutzen, etwas loszuwerden, bezüglich der Sterne in einem Hotel:

Falsche Erwartungshaltung bei Sterneangaben

Die Anzahl der Sterne hat zum Großteil damit etwas zu tun, was eine Hotelanlage zu bieten hat. Der Unterschied liegt in der Größe der Zimmer, der Anzahl der Restaurants, die Öffnungszeiten, die Sprachen, die gesprochen werden, die Einrichtung der Hotelzimmer. Diese Fakten können jedoch sehr unterschiedlich erfüllt werden und genauso unterschiedlich sind dann die Preisunterschiede der Hotels mit gleicher Sterneanzahl. Man kann sich somit an einer Hand abzählen, dass wenn ich vergoldete Wasserhähne will, ich ein Hotel der gleichen Sternekategorie mit dem höheren Preis wählen muss. Oder woher würden sonst die teilweise 100 prozentigen Preisunterschiede kommen? Bestimmt nicht, weil das eine Hotel mehr daran verdient als das andere!

Poollandschaft Club

Zurück zum Labranda Club: Diese Hotelanlage befindet sich direkt am Strand und ist, wo wie die meisten Hotels in Ägypten, U-förmig gebaut. Im Eingangsbereich ist die Rezeption, die Lobby und die Lobbybar, rechts das Hauptrestaurant und darüber das orientalische a la Carte Restaurant.  Im U strahlt die großzügige Poolanlage Urlaub aus und rechts hinter dem Hotelabschnitt ist das Amphitheater.

Durch das Strandrestaurant, was mich an eine griechische Taverne erinnert, kommt man an den ersten Sandstrandabschnitt der Hotels. Rechts an der Bucht liegt das Fischrestaurant, welches sonntags geöffnet ist. Man erkennt es gleich, da es wie ein Schiffsfrack aussieht.

Das Essen am Strand hat uns immer überzeugt, besonders weil es dort frische Pizza oder Hähnchen vom Grill gibt. Auch hier bekomme ich meinen Cappuccino frisch gepresst und wenn ich Zeit mit bringe auch serviert.

Besonderheit: Der Strand ist natürlich der Knaller und da genau nebenan das Schwesterhotel Royal den anderen Strandabschnitt hat, kann man beide Buchten nutzen und hat so genügend Platz und Auswahl an Liegemöglichkeiten. Der flachabfallende Sandstrand ist ein Traum für Kinder, die gerne mit Matsch spielen und für Badeurlauber, die gerne schwimmen. Denn diese Buchten laden zum Schwimmen, Kanufahren oder Wasserboot ein, als Fun wird natürlich die obligatorische Banane angeboten. Auch der Wassersport kommt nicht zu kurz und man kann Tauchen oder Kiten, die prädestinierten Wassersportarten für Ägypten.

Fazit: Wem es wichtig ist, in der Hotelanlage auch einen Strand zu haben und dem drei Restaurants ausreichend sind, der kann mit der Wahl dieses Hotels dies zu einem günstigen Preis bekommen.

Tipp: Gegen einen Aufpreis von nur 5,00€ pro Tag/Person (mindestens für 7 Nächte, sonst 8 € und bei nur einem bis drei Buchungen kostet es 10€ pro Person und Tag) kann man sich vor Ort upgraden lassen und kann dann ALLE Restaurants auch vom Royal und der Foodpromenade nutzen! Dann ist man kulinarisch den Royalgästen gleichgestellt und spart unterm Strich immer noch im Verhältnis zum Gesamtpreis.

Labranda Royal

Diese Hotelanlage hat nach Landeskategorie 5 Sterne, da die Zimmer größer, die Bäder geräumiger (neu renoviert) und die Anzahl der Restaurants sowie der Pools höher sind.

Die Lobby mit der Rezeption befindet sich im Obergeschoss (von der Busankunft ebenerdig), zum Restaurant und der Terrasse, an der an jedem Abend von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr auf der Bühne Programm geboten wird (vom Lifesänger bis zur Fakirshow) und abends auch Shisha geraucht wird, muss man nach unten gehen (vom Strand kommend ebenerdig).

An der großen Poolanlage befindet sich ein Süßwasserpool mit integriertem Kinderpool, die im Winter auch beheizt sind. Der Salzwasserpool dagegen bietet eine willkommene Abkühlung und dahinter gibt es nochmals einen speziellen Kinderpool.

Geht man bei der Shishaecke rechts Richtung Hotelzimmer, dann findet man noch einen weiteren Pool, „The Rocks“, an dem keine Animation stattfindet.

Natürlich liegt auch dieses Hotel an einer Sandbucht mit direktem Zugang zum Wasser. Links an der Bucht ist ein ganz neu gebautes Wassersportcenter, das von der Schnorchel Ausrüstung über Tauchkurse alle Bedürfnisse der Wassersportler befriedigt oder zumindest weiterhelfen kann. Hier steht auch das für d

ie Gäste kostenlose Kanu und Tretboot.

 

Verpflegung

 

Tatsächlich hat uns das Büffetrestaurant nicht überzeugt. Es wirkte lieblos und sich ständig wiederholend. Da ich sowieso nicht der Freund von Büffetrestaurants bin, habe ich täglich ein anderes A la Carte Restaurant ausgewählt, welche uns alle gefallen und das Essen geschmeckt hat.  Neben dem italienischen Restaurant im Royal dürfen auch in den beiden al la Carte Restaurants im Club (orientalisch täglich und Fischrestaurant sonntags) ohne Aufpreis gegessen werden. Und seit Mai 2017 gibt es als für mich einzigartiges Angebot die Foodpromenade!

Die Foodpromenade wurde auf dem Grenzstreifen zwischen den beiden Hotels gebaut und beinhaltet 5 Pavillons (jeder etwa 120 Sitzplätze), in denen verschiedene Länderthemen als Menü/A la Carte ab 19.00 Uhr angeboten werden, eine Reservierung mindestens am Vortag ist notwendig:

Das Cafe Cairo (bereits ab 17.00 Uhr geöffnet und für Club- und Royalgäste inklusive) macht vom Strand aus gesehen den Anfang mit typischen Süßem aus Ägypten, Getränke wie Kakate oder Sobia und freitags auch Schawerma vom Grill (ähnlich wie Dönerspiess).

Griechische Taverene: Ich dachte, weil wir für Sonnenklar.TV die Interviews von dort machen, bekommen wir besonders viele Vorspeisen serviert. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Alle Gäste bekommen einen gemischten Vorspeisenteller, auf dem alles, was auf der Menükarte angeboten wird, hübsch angerichtet ist. Zusätzlich kann man dann noch einen griechischen oder Oktupussalat bestellen,  eine Tomatensuppe und aus diversen Hauptgängen wählen.

Kubanische Spezialitäten: Auch hier wurden wir wieder verblüfft: Dieses Mal war die Speisekarte nur für Informationszwecke bei den Hauptgängen, die Vorspeisen konnten gewählt werden. Doch Vorsicht: Genügend Hunger über lassen um Hähnchen, Lamm, Rind und Taube sowie die typtischen Würstchen vom Grill, welche man alle vom Spieß angeboten bekommt, versuchen zu können!

Asiatische Köstlichkeiten: Auch hier bekommt man alle auf der Karte befindlichen Vorspeisen serviert, man wählt lediglich seinen Hauptgang.

Das Burger House wird alle Fans des gegrillten Hackfleischs zwischen knusprigen Brötchen mit Salat, Mayonaise und Ketchup begeistern. Ob mit Käse oder ohne, ob vegetarisch oder aus Hähnchen, alles das können die Gäste selbst bestimmen! Hier dürfen auch die Gäste vom Club und Garden reservieren und ohne Aufpreis Essen gehen!

Last but not least kann man sich eine frische Waffel mit Eiscreme zum Dessert gönnen, auch dies für alle Gäste der drei Hotels inklusive.

Hygiene

Selbstverständlich werden regelmäßige Chalitätschecks in den Resataurants und Küchen vorgenommen! Vielleicht könnt ihr es auch einmal beobachten!

 

Kinder/Jugendliche

Sowohl das Club als auch das Royal haben einen Kinderclub. Der im Club ist ziemlich modern, jedoch ohne Schatten, so dass die Aktivitäten viel drinnen stattfinden. Im Royal ist der Außenbereich im Schatten, jedoch ist der Club nicht besonders modern.

Die Kinderpools sind leider in beiden Hotels nicht im Schatten. Man sollte deshalb für die Kleinsten einen mobilen Schirm mitbringen.

Für Schulkinder wird diese Anlage ein Traumurlaub werden. Durch die Pizza- und Nudelstation gibt es immer was zu Essen, der weitläufige Strand bietet viel Auslauf, die kostenlosen Wasseraktivitäten Abwechslung und die Animation wird gerne von den Jugendlichen angenommen.

Aktivitäten

Die Gäste aller drei Hotels können die Wassersportangebote nutzen. Zwischen dem Club und Royal befindet sich der Wellnessbereich, in dem man sich die Massagen oder Hamamanwendungen buchen kann. Die Gardengäste haben einen kleinen Massageraum vor Ort. Am Ende der Foodpromenade (aus Richtung Meer kommend) befindet sich links bei dem Durchgang zu den Parkplätzen der Fitnessraum und Aktivitäten wie Tischtennis oder Kicker.

Besonderheiten

Zusätzlich hat jedes Hotel seine eigene Meetingpoint Longe, in der täglich ein deutschsprechender Ansprechpartner bei der Auswahl von Ausflügen, sei es mit dem E-Bike, mit dem Quat oder mit dem Flugzeug nach Kairo oder Luxor, hilft. Er begrüßt auch die neuen Gäste und gibt bei der Ankunftsinformation wichtige Tipps.

Im Royal kann man direkt am Meer kleine Bungalows mieten. Diese sind nur vor Ort gegen einen Aufpreis von 15€ pro Person/Tag zu buchen. Fragen Sie an der Rezeption!

Tipps

Die Angebote sind so Facettenreich, bitte nutzen Sie die deutschsprachigen Reiseleiter in der Meetingpoint Longe und die Gästebetreuung. Die Makadibucht selbst bieten außer Hotelanlagen keine Sehenswürdigkeiten, doch Sahl Hasheesh oder Hurghada ist schnell mit dem vor Ort angebotenen Shuttlebus (etwa 10€ pro Person) zu erreichen oder einen Ausflug wert.

Fazit

Eine ganze Menge Leistung für schmales Geld! Persönliche Bedürfnisse werden durch die drei verschiedenen Angebote gut befriedigt. Auf jeden Fall eine Möglichkeit, für Ägypteneinsteiger oder auch Langzeiturlauber!

El Gouna – Mövenpick Resort & SP

„Was ist das Besondere an diesem Hotel?“, eine Lieblingsfrage unserer Moderatoren aus München beim Live-Interview, welche wir gerne beim Informationsrundgang weitergeben. Brigitte Gobran, Marketin Comunications Managerin, kennt nach 18 Jahren ihr Haus aus dem FF und sprudelt los: „Die Schokoladenstunde und das Familykonzept, was typisch für alle Mövenpick-Hotels sind. Der weitläufige Strand am offenen Meer, welches nicht jedes Hotel in El Gouna hat,  die großen Lagunen, die Flexibilität für Neues, zum Beispiel seit einem Monat das BBQ am Lagunenpool immer montags.“ Wir merken schon, dass hier eine Ansprechpartnerin ist, die stolz auf das ist, was sie repräsentiert. Das ist der Beste Einstieg für ein gutes Interview, wo es uns wichtig ist, Informationen weiter zu geben, die im Angebot nicht nachzulesen sind und einen Platz zu finden, der im Werbefilm so nicht zu sehen ist. Also, dann lasst uns das Mövenpick mal erkunden!

Ankunft

In der Lobby bekomme ich schon viele Auskünfte: Am Montag ist am Lagunenpool Grillabend, am Donnerstag gibt es den Orientalischen Abend. Verlockend sind kleine Schokoladenkuchenstücke aufgebaut, bei denen mir der Spruch einfällt: „10 Sekunden gekaut, 7 Jahre auf der Hüfte!“ Ich bin gerade zur Schokoladenstunde gekommen. Besonders fällt das Bild vom Restaurant „El Sayadin“ ins Auge, da der Ausblick über die Terrasse zum Meer einfach traumhaft ist. Ich bin gespannt, ob die Fotokulisse hält, was sie verspricht. Brigitte besorgt ein Elektomobil, da die Anlage sehr weitläufig ist und ich mit Kamera und Stativ bepackt bin. Sie hat verschiedene Ideen, wo wir eine schöne Aussicht für das Interview haben. Ich genieße die Fahrt vom Haupteingang an den Tennisplätzen vorbei in Richtung Pool, wo wir den ersten Stopp machen. Treppen hoch und da sind wir.

Pool und Strand

Ein super Ausblick über einen Teil der Anlage mit Hauptpool, umrahmt von den Zimmern, mit direktem Übergang zum Meer. Das tolle: Wie ein Naturbecken ist das Meer durch eine Landzunge abgetrennt, so dass man hier wunderbar schwimmen kann. Dahinter erst geht es ins ungeschützte weite Blau. Ein Traum für alle, die richtig schwimmen möchten. Obwohl das Hotel gut belegt ist, gibt es noch freie Liegen. „Ist das der einzige Pool?“ Brigitte lacht, „Wir haben noch zwei weitere Pools, aber auch Lagunen, in denen man wunderbar schwimmen kann.“ Das ist die Besonderheit von El Gouna und es wird nicht umsonst das Venedig Ägyptens genannt.  Der Lagunenpool, an dem im Sommer der Grillabend ist, wird im Winter von den Gästen bevorzugt, da er windgeschützt liegt. Am liebsten würde ich mich jetzt zu den Urlaubern an die Poolbar setzen, doch die Arbeit ruft.

 

Zimmer

Wow! Die Zimmer haben die Doppelbetten in der Mitte des Raumes platziert, sodass man morgens beim Aufwachen vom Bett aus direkt zum Fenster hinausblickt. Da Ägypten eine Sonnengarantie hat, kann man sich jeden Morgen von der Sonne wachküssen lassen. Die Deluxe Zimmer sind mit 40 qm fast eine kleine Wohnung. Mir ist das wichtig, denn ich möchte im Urlaub mindestens so viel Platz haben wie zu Hause. Andreas meint, die Zimmer sind zum Schlafen da.

Das Bad ist modern und geräumig mit begehbarer Dusche.

Verpflegung

So viele neue Eindrücke, da muss ich wirklich noch einmal nachfragen, wie viele Restaurants den Gästen zur Verfügung stehen! Einmal das Hauptrestaurant „Palavrion“, in dem das Frühstück  und Abendessen als Büffet angeboten wird. Viele bevorzugen dies, da man eine große Auswahl hat und alles mal kosten kann. Ich bin eher für ein schönes Abendessen mit Service. Hier hätte ich die Möglichkeit, entweder thailändisch im „Bua Khao“ oder italienisch im „Gallery“ zu Essen. Man kann aus verschiedenen Menüs wählen. Mittags laden das italienische Restaurant sowie die beiden Pool Restaurants ein, in denen man beliebte Gerichte wie auch Kleinigkeiten essen kann, ohne weite Wege zurückzulegen. Im Poolrestaurant „Lagoon“ wird in den Sommermonaten wöchentlich ein BBQ zusätzlich zu den bestehenden Abendessen angeboten, Aufpreis 10,00 €.

Jetzt bin ich noch gespannt auf das Restaurant am Meer „El Sayadin“!

Die Bilder lügen nicht. Es wird Fisch und orientalische Küche angeboten. Mein Favorit: das Lobster Menü für umgerechnet etwa 35,00 €! Bitte beachten, dass dieses Restaurant ist im All inklusiv Paket nicht enthalten ist. Doch ein Abendessen mit diesem Ausblick, was dem Foto der Lobby nichts nachsteht, wäre für mich ein MUSS!

Wellnessbereich

Was wäre ein Urlaub ohne eine entspannende Massage? Deshalb bin ich auf die Wellnessabteilung sehr gespannt. Die Spa Abteilung hat einen relativ großen Relax Pool, der bereits beim Bestaunen entspannt. Als wir das erste Mal in Ägypten eine Sauna gesehen hatten, waren wir auch erstaunt. Doch tatsächlich freut man sich in den Wintermonaten November bis März auch auf eine heiße Entspannung und die meisten Massageabteilungen nutzen die Wärme, um die Muskeln vor der Massage aufzuwärmen. Doch bitte beachten: hier wird nicht nackt sauniert, sondern mit Badekleidung. Deshalb ist eine Dusche nach dem Saunagang wichtig, bevor man in den Wirlpool oder in den Pool geht. Ich empfehle jedem, zu Beginn des Sonnenurlaubes eine Hamambehandlung zu buchen. Durch das Peeling werden die alten Hautzellen abgerubbelt und die Bräune hält dadurch länger. Kosten: etwa 60€/Stunde, im Paketpreis günstiger.

Aktivitäten

Bei so viel gutem Essen, der Schokoladenstunde und den leckeren Cocktails kann man neben dem Dauerchillen auch ein bisschen aktiv werden. Die Tennisplätze mit Flutlicht sind natürlich im Winter mehr gebucht. Nur die ganz abgehärteten spielen in der Sommerhitze im Freien. Doch es gibt für den Sommer genügend Alternativen. Wie wäre es mit einem Schnuppertauchen, damit man die Unterwasserwelt nicht nur aus der Schnorchel Perspektive kennenlernt? El Gouna hat mehrere zertifizierte Tauchschulen, mit denen man dieses neue Abenteuer einmal testen kann.

Vom Pool aus kann man die bunten Drachen der Kiter beobachten, macht das nicht einmal Lust, es selbst zu versuchen? Die Winde in El Gouna sind bei Insidern sehr geschätzt. Im Jahr 2016 wurde in El Gouna sogar die Weltmeisterschaft der Kiter ausgetragen. Dabei haben mir Könner versichert, dass dies eine Sportart für jedes Alter ist! Vielleicht wage ich mich doch einmal ran.

Wer nicht ganz so wagemutig ist, der lässt sich vielleicht zur Wassergymnastik oder Beachvolleyball animieren. Es gibt für mindestens vier Wochen Aufenthalt genügend Angebote.

 

Kinder und Jugendliche

Jeder der Kinder oder Enkel hat, sucht ein Hotel, in dem auch der Nachwuchs auf seine Kosten kommt und für die Erwachsenen der Urlaub auch Entspannung ist. Seit April 2017 gibt es das „Mövenpick Family“ Konzept. Angefangen bei der Hardware für die Kleinen wie Flaschenwaermer,  Babsitz, Kinderbuggy , Toilettenaufsatz und Schemel für das Waschbecken über  die „Power Bites“, gesunde Kindermenüs, die in allen Restaurants angeboten werden, bis hin zu Aktivitäten für die ganze Familie. Natürlich gibt es auch eine professionelle Kinderbetreuung für die Kids zwischen 2 und 12 Jahren. Bei der Minidisco darf auch Papa mal tanzen. Ein Blick auf den Kinderpool beruhigt mich: es ist plantschen im Schatten möglich.

Besonderheiten

Das Hotel verfügt über 15 behindertengerechte Zimmer und auch der Außenbereich sowie die Restaurants sind für Rollstuhlfahrer und somit auch für Kinderwägen gut zu befahren.

Tipps

ElGouna bietet ein einzigartiges „Dining around“ Konzept an, welches den Gästen ermöglicht, in 14 weiteren Hotels am Büffetrestaurant das Abendessen einzunehmen. Da das Mövenpick Resort &Spa die höchste Sternekategorie hat, kann in allen 14 anderen Hotelrestaurants ohne Aufpreis zu Abend gegessen werden, nur die Getränke müssen bezahlt werden. Eine Reservierung ist bei der Gästebetreuung ist notwendig. Als Fortbewegungsmittel kann man sich ein TucTuc bestellen (60 Cent pro Person), den Shuttlebus zweimal in der Stunde nutzen oder mit dem Bootsshuttle kostenlos fahren, was auch schon fast einer Lagunenfahrt gleich kommt.

Sonntags gibt es in El Gouna das Street Festival, wo abwechselnd in Down Town oder in der Abu Tig Marina Bühnen aufgebaut werden um mit Musik zu Tanz einzuladen.

Oder ihr macht einfach mit uns einen individuellen Ausflug!

Fazit

Dieses Hotel zeichnet sich durch die Familienfreundlichkeit und den vielen Sportmöglichkeiten aus. Die Schweizer Marke Mövenpick steht  für qualitativ hochwertiges Essen und die Lage El Gouna rundet das Paket in Sachen Lifestyle und „raus aus der Anlage“ ab. Das waren auch die wichtigsten Punkte für unser Interview. Dieses Mal aus der Perspektive des Lagunenpools, beim nächsten Mal vielleicht vom Restaurant El Sayadin mit dem Blick aufs Meer. Schaut einfach mal rein!

Sonnige Grüß und bis bald

Andreas und Astrid

Sicher fühlen und sicher sein?

Die sichersten Reiseländer 2017 überraschen doch und ich nehme diesen Anlass, um die „Sicherheit“ in Ägypten wieder neu zu betrachten. Tatsächlich wird für die Ermittlung der sichersten Reiseländer nicht nur das terroristische Risiko mit eingebunden, sondern auch Sicherheit im Straßenverkehr, allgemeine Kriminalität und die Gesundheitsvorsorge. Auch auf diese Punkte möchte ich hier eingehen.

Nach den jüngsten Schlagzeilen wurde Menschen am Flughafen gefragt: „Fliegen Sie trotzdem nach Ägypten?“ war die Antwort:

„Ja, wo ist es heute noch sicher?“

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in Nizza, Paris, Berlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

Ich möchte weder etwas beschönigen, noch verharmlosen, nur relativieren. Es ist nämlich auch etwa die gleiche Entfernung wie zwischen Zypern und Aleppo, doch hat jemand Angst, nach Zypern zu fliegen?

Kriminalität – Ägyptisches Rechtssystem:

Vor 10 Jahren war die Kriminalität in Ägypten nicht erwähnenswert. Heute ist sie etwas gestiegen, jedoch im Vergleich zu Handtaschenraub in Italien, Organhandel in Europa oder sogar London, welches eine Kriminalität von über 30% hat, immer noch nicht nennenswert.

Ägypten ist kein rechtsfreier Raum, wie vielleicht manche meinen. Die meisten Gesetze wurden von Frankreich übernommen, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsrecht, Wirtschaftsrecht oder auch Strafrecht. Ein Ägypter sagte einmal zu uns: Was bei dir in Deutschland verboten ist, ist zu 99% auch hier verboten. Also, gar nicht so anders. Wenn man ein Problem hat, geht man zur Touristenpolizei (Tel. 126 Landesweit) oder, bei wirklich ernsten Problemen, zur deutschen Botschaft nach Kairo. Doch die meisten anfallenden Problemchen können durch den Reiseleiter geklärt werden!

Tipp: Sollte man in eine Situation kommen, die einen Angst macht, laut schreien beginnen! Es wird sofort eine Ansammlung von Menschen kommen, die sich um den Touristen kümmern. Die Reputation ist auch den Ägyptern wichtig und sie wollen als guter Gastgeber gesehen werden. Bei einer Menschenansammlung kommt dann auch ganz schnell die Polizei.

Risiko im Verkehr

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Tatsächlich sehe ich dabei das höchste Risiko.  Die Problematik beginnt bei unzureichend technische einwandfreien Fahrzeugen über eine schlechte Ausbildung der Fahrer bis hin zum chaotischen Fahrverhalten mit riskanten Ablenkungen durch die Nutzung des Handys. Deshalb empfehle ich bei Fahrten mit dem Taxi auf den angebotenen LimousinenService des Hotels zurück zu greifen, auf Empfehlungen oder ABC Taxi. Alle weiteren Fortbewegungsmittel empfehle ich erst, wer hier sein gefühltes 2. Zuhause hat und die Ägypter und die Risiken gut einschätzen kann.

Gesundheit und Hygiene

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egypt Air wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger ist als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

Hygiene

Viele meinen, es wird unhygienisch gearbeitet und nehmen als Indiz dafür, die Magenkrämpfe, die oft bei Urlaubsaufenthalten zu schaffen machen. Natürlich werden auch in den Hotels regelmäßige Untersuchungen und Hygienechecks gemacht, siehe dazu unseren Beispielfilm. Dazu folgende Hinweise: Unser Wasser kommt aus dem Nil über Pipelines. Teilweise wird es mit Chlor versetzt. Das Wasser aus dem Hahn kann zum Zähneputzen benutzt werden, sollte nicht getrunken werden. Dieses Wasser wird auch für das Waschen von Salaten genutzt, verursachte jedoch bei mir noch nie Magenprobleme. Diese resultieren meist vom Klimawechsel, zu kaltem Trinken (nicht die Eiswürfel sind schuld, sondern die Temperatur) und das Essen mit fremden Gewürzen. Übrigens: Wenn wir nach Deutschland fahren, bekommen wir auch Durchfall und Magenprobleme.

Tipp: bei kleineren Beschwerden in die El Ezaby Apotheke auf der Airportroad oder in der Senzomall aufsuchen. Sie ist staatlich und es ist immer ein Arzt vor Ort.

Ein Urlaub in einer Hotelanlage:

Der Tourismus hat sich darauf eingestellt, dass sich die Menschen einen Tapetenwechsel wünschen, aber doch viel von zu Hause wiederfinden wollen. Diesem paradoxen Wunsch wird gerade bei Pauschalurlauben Rechnung getragen.

Deutschsprachige Reiseführer, die einem vom Flughafen bis zum Hotel begleiten und wieder zurück.

Der deutschsprachigen Gästebetreuung und teilweise auch die Angestellte, die unserer Sprache mächtig sind, kann ich meine Wünsche sagen, ohne Sprachbarriere.

Die Essens- und die Getränkeauswahl ist international, so dass ich neue Gerichte versuchen kann, aber nicht muss.

Übrigens: Wenn man es allen recht machen will, so muss man den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, und das ist wenig Würze.

 

Außerhalb der Hotelanlage

Niemand muss Angst haben, die Hotelanlage zu verlassen. Wagen Sie den Schritt in eine fremde Kultur. Das unangenehmste, was einem dabei passiert ist, von den Shop Besitzern angesprochen zu werden. Da die Geschäfte zurückgegangen sind, meinen die Kaufleute, mit aktiven Verkaufsgesprächen die Touristen in ihr Geschäft holen zu müssen. Sie verstehen nicht, dass es die Kunden eher abschreckt. Wer das nicht möchte, sollte in El Gouna flanieren, dort ist es den Händlern untersagt aktiv zu werben, oder auf dem ägyptischen Markt, da ist ein Tourist einfach ein Fremder, kein potentieller Kunde. Wer an touristischen Shops vorbei geht, sollte einfach nicht reagieren und sich das ansehen, was ihn interessiert. Übrigens: die Souvenirläden von Cleopatra sind ausgepreist. Da kann man weder handeln, dafür wird man auch nicht in ein Verkaufsgespräch gezwängt.

Ausflüge:

Sie können unbesorgt alle Ausflüge, die angeboten werden, buchen. Weder ist eine Fahrt nach Luxor noch nach Kairo gefährlich. Im Gegenteil, ich finde besonders die Fahrten immer wieder schön. Nach Luxor führt die Straße durch die Berge, welche eine einzigartige Kulisse bietet,  nach Kairo lange Zeit am Roten Meer entlang.

Die Checkpoints, die an den Ein- bzw. Ausfahrten von Hurghada eingerichtet sind, sollten Ihnen keine Angst machen. Es ist eine Kontrolle, wer in oder aus dem Ort will. Touristischen werden selten kontrolliert. Es ist wirklich überwiegend für die Ägypter zur Überprüfung, was sie in die Stadt führt. Auf der ägyptischen ID ist unter anderem der Arbeitgeber eingetragen, so dass die Polizei damit sehr wohl überprüfen kann, wenn jemand geschäftlich hier zu tun hat. Wer keinen vernünftigen Grund nennen kann, wird wieder zurückgeschickt.

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

Abu Simbel

Astrid und Andreas

Port Ghalib und Marsa Alam – Die Taucherparadise

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Kennt ihr die verschiedenen Facetten der ägyptischen Landschaft? Beginnend im Norden, am Mittelmeer, ist das Nildelta. Alexandria und Port Said sind wohl die bekanntesten Städte. Das Klima ist dort schon sehr europäisch deshalb ist Alexandria auch eine Urlaubsdestination der Ägypter, besonders im Frühjahr.

Kairo, die größte Stadt Afrikas mit geschätzten 20 Mio Einwohnern bietet gerade jungen Menschen viele Möglichkeiten. Von Universitäten über moderne Einkaufspassagen bis hin zum traditionellen Markt und natürlich das bunte Treiben auf den Nilbooten lässt einen vergessen, dass man sich in einem Drittland befindet.

Weiter südlich geht es dann in die Wüstenregion. Erst erreicht man nach Hurghada, die Stadt mit dem größten Tourismusanteil. Fährt man jetzt weiter nach Süden, muss man sich kurz vor Safaga entscheiden: will man nach Luxor, fährt man durch die Berge, folgt man der Küste, kommt man nach etwa 180 KM in Marsa alam an, die Traumplätze der Taucher. Den einzigen größeren Ort, den man durchquert, ist El Qisir. Deshalb wird da regelmäßig ein Stopp eingelegt für Tee und Shisha.

Der Flughafen Marsa Alam ist eigentlich der Flughafen von Port Ghalib, eine kleine Stadt, die sich eines der reichsten Männer bauen hat lassen. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit, den Flair der schönen und reichen einzuatmen. Erst bestaunen wir die Safariboote und freuen uns, das Rondo uns eines von Seawolf  besichtigen lässt. Von hier aus startet man an die bekanntesten Tauchspots     Brother Islands, Elphinestone und des Daedalus Reef.

Danach schlendern wir noch an der Marina entlang. Viele kleine Restaurants und Cafés erinnern an die Zeiten, in denen der Tourismus noch vorhanden waren. Heute sind leider nur ein paar einzelne Tische belegt. Das schöne Wetter macht Lust auf ein Eis und weil wir uns nicht zwischen den beiden Eisdielen entscheiden können, nimmt jeder zweimal Eis! Mein persönlicher Tipp: der Italiener war besser und günstiger!

Jetzt aber auf zu unserem eigentlichen Ziel: Marsa Shagra, eines von drei Tauchsafaricamps. Was wird hier geboten? Ein wundervolles Riff zum Tauchen und Schnorcheln, Ruhe, Ruhe, Ruhe! Das ist der Ort zum herunterkommen. Man muss sich vorstellen, ein Campingplatz für Taucher! Man übernachten entweder in einem Zelt oder Hut, beides ohne eigenem Bad. Wer es lieber etwas komfortabler möchte, der mietet sich ein Chalet.

Frühstück, Mittag- und Abendessen wird im Restaurant am höchsten Punkt der Areals eingenommen. Von dort aus hat man phantastische Aussicht auf das Meer, bis hin zu Elphinstone, abends mit Licht – von den Nachttauchern! Die einzige Animation die angeboten wird, ist am Meer Shisha zu rauchen. Auch fernsehen gibt es nur in 10 Chalets! Doch wer morgens um 6.00 Uhr mit dem ersten Tauchgang beginnt, ist abends froh, wenn er sich in sein Bett kuscheln kann und schläft.

Nächstes Jahr bestimmt wieder!

Der Albtraum – Zahnschmerzen im Urlaub

„Was um Himmelswillen soll ich tun, wenn ich in Ägypten Zahnweh bekomme?“

In meinem Kopf entwickeln sich Bilder von museumsreifen Instrumenten bis hin zur Beißzange, mit der ohne Betäubung ein Backenzahn gerissen wird. Da lässt der Schmerz doch schnell nach!

Gibt es gute Zahnärzte in Hurghada? Diese Frage haben auch wir uns immer wieder gestellt und verdrängt, bis die Situation eingetroffen ist. Ein Stück Zahn ist abgebrochen und man kann nicht bis zum nächsten Deutschlandaufenthalt warten. Also vertrauen wir den Empfehlungen und suchen Dr. Nayer auf.

 

Die Praxis ist einfach zu finden: Gleich von der Flughafenstraße rechts zum „Bankenviertel“ abbiegen, dann befindet sich die Praxis in der zweiten Etage zu Beginn der Mohammady Howaydak street.

Das typische Bauchgefühl vor einem Zahnarztbesuch aktiviert meinen Schweinehund, als ich vor dem Ramadacafe stehe und den Eingang zum Haus suche. „Setz dich doch lieber und trinke einen Tee mit einer Shisha!“, höre ich ihn flüstern. Die Versuchung ist groß, doch ein stechender Schmerz erinnert an den Grund und ich gehe rechts am Haus entlang zu der Türe, die zum Treppenhaus führt. Den Aufzug ignoriere ich meistens, da ein Stromausfall immer einzuplanen ist. Mutig trete ich in den Empfangsraum der Praxis und grüße auf Arabisch.

Hinter der hellen Rezeption erwidert die Angestellte Polina  freundlich in Deutsch mit ihrer Kollegin Mary in Englisch. Das lässt die Adrenalinproduktion ein wenig sinken. Das Anliegen in meiner Heimatsprache vorzutragen erleichert die Sache immens. Notfälle werden in der Regel in den Morgenstunden angenommen, doch ich habe Glück, ich darf auch am Nachmittag bleiben.

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Das Wartezimmer ist geschmackvoll eingerichtet. Im Gegensatz zu den mir aus Deutschland bekannten Räumen stehen hier Wohnzimmermöbel, keine Stapelstühle. Jetzt wird es ernst, ich werde ins Behandlungszimmer gebracht.

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Kein Unterschied zu Deutschland festzustellen. Ein typischer Stuhl mit Spuckbecken, Monitore und die Zahnarztbeleuchtung. Dr. Nayer begrüßt mich in Englisch doch ohne weißen Kittel, sondern im dunklen Outfit.

Er schaut sich mein Malheur an und diagnostiziert eine Krone. Das Schlimmste kommt jetzt – die Betäubungsspritze. Doch wirklich, sogar der Einstich war erträglich.  Und während wir auf die Wirkung warten, verblüfft er mich: Dieser Zahnarzt erklärt mir, dass er mit einem digitalen High-Tec-Verfahren arbeitet und ich auf die Krone warten kann! Der Zahn wird abgeschliffen, dann mit einem Art Stift abgescannt und der Computer berechnet das zukünftige 3  D Model welches dann aus einem Keramikblock gefräst wird. Dieses wird noch angepasst und nach eineinhalb Stunden kann ich die Praxis verlassen. Bei meiner Verabschiedung fehlt auch der mir noch bekannte Spruch: „Bitte in den nächsten zwei Stunden nichts Essen!“ Nein, wir können zur Feier des Tages sofort den jetzt beruhigten Magen füllen. Dieses mal gebe ich meinem Schweinehund auch nach: „Wie wäre es jetzt mit einem Hawoushi??“

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Da die komplette Behandlung inclusive Keramikkrone weniger kostet, als in Deutschland die 300 € Selbstbeteiligung für eine Teilkrone, wäre es eine Überlegung wert, ein geplantes Inlay mit einem Urlaub in Ägypten zu verbinden!

 

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Übrigens: ein Kaugummi hat mir meine Krone gezogen, also war ich im März 2017 wieder da! Eine junge Zahnärztin unterstütz Dr. Nayer und hat mir schnell und unkompliziert die Krone wieder eingesetzt.  

Wir leben in Ägypten

Wir fühlen uns sicher in Ägypten, auch wenn wir wissen, dass Fanatiker, Politiker oder wer auch immer dem Land die Luft zum Atmen nehmen will und das geht am Besten, wenn man den Tourismus angreift. Warum? Vielleicht, weil damit mehr Armut herrscht und man hofft, schneller Menschen für die eigene Ideologie zu gewinnen. Es geht wie immer um Macht und Geld und ich verstehe schon lange die Zusammenhänge und Abhängigkeiten von Öl, Drogen, Religion und Politik nicht mehr.
Die einen nennen es Naivität, die anderen in die Tasche lügen, ich nenne es Selbstschutz um in dieser Welt glücklich zu überleben. Meiner Meinung nach ist die Menschheit in einem Umbruch, der nicht mehr aufzuhalten ist und ich habe für mich entschieden, das Beste daraus zu machen. Nämlich in der Sonne leben.
Vor einigen Wochen haben wir tatsächlich einen Gewaltakt in Hurghada erleben müssen. Wie immer ist das World Wide Net Segen und Fluch gleichzeitig. Dass etwas passiert ist, wussten wir schnell, doch wie in einer Flüsterpost gingen die Geschichten durch die sozialen Netzwerke:
Erst war es eine Bombe. Das wunderte uns sehr, da wir in unmittelbarer Umgebung des Hotels zu der fraglichen Zeit waren. Eine Bombe? Die hätten wir hören müssen. Auf der von uns zu sehenden Hauptstraße war normaler Verkehr, so dass uns diese Meldung nicht überzeugte. Nein, im Gegenteil, wir dachten, es sei gar nichts. Dann hieß es ein terroristischer Anschlag. Die Attentäter vermehrten sich in den social Medien wie die Karnickel. Aus zwei mach drei, dann acht zum Schluss sprach man von elf! Genauso wie von Toten. Es waren immer noch keine Sirenen zu hören oder ein Rückstau auf der Straße, darum planten wir, direkt hinzufahren.
Tatsächlich: kurz vor Erreichen des Hotels war eine Umleitung eingerichtet worden. Doch der Polizist war weder an einer Fahrzeugkontrolle interessiert, noch war er mit schusssicherer Weste ausgestattet. Daraus folgerten wir, es kann kein Terroranschlag gewesen sein. Würde sonst nicht Polizei und Armee bereits vor Ort sein und agieren? Doch etwas war passiert.
Inzwischen wurde auch in den Foren darum gebeten, nur von Augenzeugen bestätigten Berichten zu schreiben. Über Mitarbeiter und Angehörige des Hotelinhabers, den wir kennen, versuchten wir Informationen aus erster Hand zu erfahren.
Leider hielten sich die Medien nicht an diese Vorgehensweise. Sogar in den Nachrichten wurden Fehlinformationen publiziert, die bis heute nicht alle korrigiert wurden.
Tatsächlich handelte es sich um zwei Männer, die mit Messer, Bombengürtelattrappe und einer Paintball-Pistole Geld von Gästen im neben gelegenen Restaurant erbeuten wurden. Durch die couragierten Mitarbeiter, die sofort die Gäste beschützten, wurde von den Beiden je ein Gast als Geisel genommen, um wieder fliehen zu können. Doch das Restaurant hatte einen zweiten Ausgang, direkt in die Lobby des Hotels. Das brachte die beiden in noch mehr Bedrängnis, denn dort war neben dem Security auch ein Touristenpolizist. Trauriges Ende: bei der Überwältigung der Täter kam einer zu Tode.
Ich will diesen Vorfall nicht kleinreden oder bagatellisieren. Es ist schlimm, dass Menschen in einem Hotel Angst und Schrecken erleiden mussten. Es ist noch schlimmer, dass es dabei auch Verletzte und einen Toten gab. Doch wir haben hautnah miterlebt, wie aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Wie die sensationsgeilen Medien wieder das publizieren, was in das Schema passt. Wie Angst und Unsicherheit geschürt wird was zur Folge hat, dass der Tourismus damit stirbt. Warum gerade Ägypten? Es passieren täglich schlimme Dinge. Würde alles mit gleicher Intensität verfolgt werden, würde keiner mehr in die Türkei, nach Frankreich oder sogar Deutschland fahren, um Urlaub zu machen.
Die Menschen die hier leben, gehen mit der Angst anders um. Und auch wir lassen uns nicht davon abhalten, weiter an den Strand zu gehen, nach Luxor oder Kairo zu fahren oder abends in einer Bar zu sitzen. Wer Lust hat, uns zu begleiten, der kann uns in Ägypten treffen oder hier die Geschichten mit lesen! Ich freue mich auf euer Feedback, am liebsten persönlich!

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