Schlagwort-Archiv: Ausflüge

Meditation in den Klöstern-pulsierendes Kairo

Allgemeinses zu meinem Blog:

Alle grün hinterlegten Hinweise sind Links!

Allgemeines zu Ausflügen

Immer noch fragen Gäste, ob man es wagen kann, einen Ausflug nach Luxor oder Kairo zu unternehmen. Wir leben seit fünf Jahren hier und fahren regelmäßig mit dem eigenen Auto nach Kairo oder Luxor. Wir hatten dabei noch keine Situation, bei der wir Angst hatten. Das unangenehmste bei Ausflügen sind die fliegenden Händler, die seit der Revolution einfach viel weniger verkaufen.

Zum objektiven (soweit möglich) Sicherheitsaspekt verweise ich natürlich auf die Hinweise vom Auswärtigen Amt und bitte gleichzeitig, sich auf der Landkarte anzuschauen, wo der Nord Sinai und die ägyptisch-israelische Grenze verläuft.

Einzigartige Kombination nur bei Fairholiday zu buchen:

Erlebt mit uns einen ganz besonderen Ausflug:

  1. Tag Besuch bei den Klöstern St. Paul und St. Antony Übernachtung mit Abendessen und Frühstück im Gästehaus
  2. Tag die Highlights in Kairo mit Abschluss im Cafe El Fishawy

Viele verbinden mit Ägypten nur den Koran und Muslime. Doch ursprünglich war der christliche Glaube hier dominierend. Heute leben noch etwa 10%  koptische Orthodoxen hier, deren Glaube unserem katholischen und evangelischen Christentum sehr nahe ist. Besonders verehrt wird Jesus und Mutter Maria, was man manchmal als Aufschriften der Autos sieht oder besonders bei koptischen Frisören.

Die Klöster,  zu Ehren von St. Paul und St. Anthony, in denen sich auch  deren Gräber befinden, ist ein wunderbarer Ausflug (kann man so wörtlich nehmen). Die Geschichten der Eremiten wird euch von den dort lebenden Mönchen in englischer Sprache sehr plastisch und lebendig erzählt, wir übersetzen gerne.

In Kairo haben wir einen deutschsprachigen Guide, der euch die Hintergründe zur Mohamed Ali Moshee, dem ägyptischen Museum und natürlich der Pyramiden und der Sphinx erklärt.

Transfer, Übernachtung, alle Eintritte und Verpflegung sind bei diesem Trip für 180€ pro Person enthalten.

 

Die Geschichte von St. Paul und St. Antony

Morgens um 7.00 Uhr holen wir euch vor eurem Hotel ab und dann geht es Richtung Kairo. Nach einer etwa zweieinhalbstündigen Fahrt entlang am türkisblauen Meer, in der Nähe von Ras Gharib (gesprochen Ras Rarib), kommt das Kloster St. Paul, etwa 70 KM Fahrt um den dort liegenden Berg ist das Kloster des Hl. Antonius.

Die Klöster wurden zu Ehren des Heiligen Pauls und Antonius gebaut, deren Verbindung darin besteht, dass sie etwa zur gleichen Zeit Ihr Leben Gott zu geschrieben hatten und den Großteil ihres Lebens gläubig und in Einsamkeit lebten.  Paul als  erster Eremit in einer Höhle, Antonius, erst in einer Klostergemeinde am selben Berg und später als Einsiedler, lediglich gegenüber und etwa acht Stunden Fußweg. Beide Klöster liegen an eigenen Wasserquellen, die aus dem Berg entspringen. Antonius war etwa 25 jünger als der im Jahr 228 n. Chr. geborene Paul. Als das Leben von Paul nach etwa 90 Jahren Eremit zu Ende neigte, wollte Gott, dass die Menschheit von seinem Dasein  erfahren sollte. Deshalb informierte er über einen Engel Antonius, der sich sofort auf den Weg machte und schließlich Paul traf. Sie unterhielten sich über ihre Leben und Pauls letzter Wunsch war, das Antonius ihm das Gewand des damaligen Papstes Athanasius von Alexandria bringen sollte.

Sofort machte sich Antonius auf den Weg, doch als er das Gewand zu Paul bringen wollte, fand er ihn bereits beim Gebet verstorben. Paul war 115 Jahre alt geworden, und Antonius war mit 90 Jahren zu alt, um ein Grab auszuheben. Deshalb sandte Gott zwei Löwen, die das Grab gruben, in dem dann Paul beerdigt wurde.

Auf Grund dieser Geschichte und weiteren Wundern, die ihnen zugesprochen wurden, hat man die beiden heiliggesprochen. Einige dieser Wunder werden euch von den Mönchen dort erklärt. Immer wieder begegnete uns der Satz: „It’s a mirracle!“

Die ganze Geschichte der Heiligen Paul und Antonius ist faszinierend und wird auch sehr schön von den dort lebenden Mönch erzählt, während man durch das Kloster geführt wird.

Die Klöster

Das Kloster St. Antonius ist das ältere, es stand schon zu Lebzeiten des Eremiten Pauls. Auf Wunsch von Antonius wurde etwa 400 n. Chr. von den Mönchen die erste Kirche auf dem Grab von Paul errichtet. Zum Schutze gegen die Beduinen, die das Kloster immer wieder attackierten, wurden um die Kirche eine Steinmauer und ein Turm errichtet.

Beide Anlagen ähneln sich: Eine Steinmauer mit Turm schützen die darin gelegenen Kirchen, Wasserquellen, die Mühle und den original Speisesaal.  Die fast 2000 Jahre alten Räume sind noch sehr gut erhalten und man taucht darin ein, wie in einer Rückblende eines Filmes. Bei St. Paul ist ein wunderschöner Garten, dafür hat man bei St. Antonius eine tolle Aussicht. Neben dem Anwesen von St. Antonius kann man auch die Höhle, in der er sein Einsiedlerdasein verbrachte besichtigen. Der Weg dorthin führt über Treppen.

Natürlich wird man auch in die Kirche zu den Gräbern der Heiligen geführt. Dort trifft man auf Gläubige, die sich mit Wünschen an die Heiligen wenden. Auch Ihr habt die Möglichkeit, Hilfe von den St. Paul oder St. Antonius anzufragen; wer weiß, vielleicht habt auch ihr das Erlebnis eines kleinen, eigenen Wunders.

Übernachtung im Gästehaus

Am Abend checken wir in dem Gästehaus, das von den beiden Klöstern geführt wird, ein. Dort können wir die Gastfreundschaft erfahren und auch die Kulinarik aus eigenem Anbau. Da es sich um koptischen Glauben handelt, muss man sich nicht wundern, wenn man selbst gemachte Mortadella angeboten bekommt, da hier auch Schweinefleisch verarbeitet wird.

Das Haus ist einfach und überall finden sich die Abbilder und Geschichten der Heiligen wieder. Doch der Ausblick auf das Meer ist ein Traum.

Kairo

Am nächsten Morgen starten wir nach unserem Frühstück gegen 7.00 Uhr über die neue Autobahn nach Kairo. Der Verkehr in Kairo erinnert mich an Neapel, Paris oder andere Großstädte. Hier gibt es tatsächlich eine Rushhour und Stau, was eine 100prozentige Termineinhaltung nicht möglich macht. Wenn die Ägypter nicht aus vier Spuren neun machen würden, wäre die Wartezeit noch viel länger. Unser erster Anlaufpunkt ist

Die Mohamed Ali Moschee und Citadelle

Normalerweise darf man in Moscheen nur gecovert gehen. Hier dürfen wir die Moschee mit angemessener Kleidung ohne Galabea besichtigen. Die Schuhe müssen vorher ausgezogen werden.

Tipp: Bei kulturellen Tagesreisen immer lange Hosen und Schultern bedeckt bekleidet sein, Schuhe, die bequem an- und ausgezogen werden können.

 

Sphinx und Pyramiden

Dieses kulturelle Highlight gehören zu Kairo wie das Hofbräuhaus zu München! Das Gelände durchqueren wir zu Fuß und bekommen von unserem deutschsprachigen Guide alle Informationen und individuelle Fragen beantwortet.

Hinweis:

Der Vorteil, mit einem Guide die Pyramiden zu besuchen ist neben den fundierten Kenntnissen auch, dass man von den selbsternannten Reiseführern und Grabwächtern innerhalb des Geländes nicht bedrängt wird. Leider werden viele Tricks angewendet, um den Touristen ein bisschen Geld abzuverlangen: Von geheimen Gräbern die erklärt werden (was auch sehr interessant ist!) bis hin zu den tollen Photos, die gemacht werden, (die auch Spaß machen), alles gegen ein freiwilliges Trinkgeld, worüber es dann meist Diskussion gibt.

Tipp: Die Sound & Light Show der Pyramiden ist ein Traum jedoch am Abend. Dafür muss man eine zweitägige Tour in Kairo einplanen!!

Ägyptisches Museum

Wer in Luxor im Tal der Könige war, weiß, dass das Grab von Tutanchamun leer ist und die Überreste im ägyptischen Museum von Kairo zu besichtigen ist. Das Museum ist so umfangreich, dass man darin alleine einen Tag verbringen könnte. Auch hier ist natürlich der

Tipp:

Wer sich wirklich alles genau anschauen möchte, der sollte einen Zweitagesausflug einplanen!

Zum Abschluss gehen wir  (wenn Zeit ausreicht und er nicht gesperrt ist) in den

Khan el Khalili Basar

Eines der größten Basare der Welt ist der Khan el Khalili Basar. Wir gehen gemütlich eine Shisha rauchen und einen Tee trinken, während sich die Gäste gerne in das Getümmel stürzen dürfen und sich auf orientalisches Handeln freuen dürfen. Überlegen Sie sich zu Hause, was Sie mitnehmen möchten und  erkundigen Sie sich vorher bei unserem Reiseleiter nach dem Preis, dann kann es losgehen!

Die Shisha (Selbstzahler) und ein orientalischer Kaffee im El Fishauwy Cafe runden unseren Ausflug ab.

Hinweis:

Hier kommen viele fliegende Händler vorbei und auch die Schuhputzer. Habt keine Hemmungen, ihm eure Schuhe mitzugeben und gegen einen kleinen Obulus von 30 bis 50 LE sauber geputzt wieder zu bekommen, auch Turnschuhe!

Tipp:

Nehmt für diesen Ausflug ägyptische Pfund mit!

Verpflegung:

Natürlich gehen wir auch gegen Mittag in ein typisch ägyptisches Restaurant, wo wir gemeinsam Tahina, Papaganoug und Salate zu einem Hauptgang aus Fleisch, Fisch oder Huhn essen.

Diesen Ausflug  können sie individuell mit Übernachtung bei Fairholiday buchen, aber natürlich auch in Ihrem Hotel bei Ihrem Reiseleiter!!

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Urlaubschecker

 

 

 

 

Astrid und Andreas

 

Ballonfahrt über dem Nil

Die Ballonfahrt zu Sonnenaufgang über Luxor ist inzwischen schon fast das moderne Markenzeichen von Luxor.

Zwei Punkte haben mich bisher daran gehindert, diese mitzumachen:

  1. Der Ausflug beginnt morgens um halb vier,
  2. Ich habe Höhenangst.

Tatsächlich werden wir mit dem Bus gegen halb vier morgens abgeholt. Der Abflug mit dem Ballon wird in der Nähe von den Memnonskolossen sein, also auf der westlichen Nilseite. Wir fahren deshalb zum Nil an die Feluken Haltestelle, den Wassertaxen, und überqueren diesen. Während der Fahrt bekommen wir Kaffee und Tee und müssen uns den Sicherheitshinweis und Haftungsausschluss bei Unfällen für die Ballonfahrt durchlesen und unterschreiben.

Ist wie bei einer Operation: Es wird schon nichts passieren, doch wenn, dann bist du selber schuld. Wir lesen die Hinweise deshalb schon aufmerksam durch, besonders, weil wir den Ablauf auch schon von einer Freundin erklärt bekommen haben, und unterschreiben.

Am anderen Nilufer fährt man noch ein kurzes Stück mit dem Auto bis man zu dem Startplatz der Ballons kommt.

Wir zählen 5 Ballons, die alle nebeneinander am Boden ausgebreitet sind. So groß haben wir uns die nicht vorgestellt. Klar, wir haben die Ballons bisher immer nur am Himmel gesehen, mal höher, mal tiefer, da kann man die Größe nicht gut einschätzen.

Wir werden in Gruppen von 24 Teilnehmern eingeteilt, so viele passen in einen Korb.

Wir gehen näher an „unseren Ballon“ und beobachten, wie sich diese langsam mit heißer Luft füllen und durch den physikalischen Vorgang sich zu heben beginnen. Immer wieder wird mit einer Gasflamme heiße Luft erzeugt, um dem Ballon den letzten Kick auch noch zu geben, dass er senkrecht über dem Korb steht. Jetzt heißt es Yallah, yallah, denn ab diesem Moment wird aus dem vollen Ballon ein wildes Tier, was in die Freiheit möchte und der Kapitän erinnert mich deshalb ein bisschen an einen Dompteur, der seinen Ballon wirklich gut im Griff hat.

Es gibt keine Leiter in den etwa 1,40 hohen Ballon, dafür jedoch kleine Löcher, die man wie ein Steigeisen nutzen kann. Der Korb ist in sechs gleich große Felder eingeteilt, in die je 6 Personen steigen müssen. Sobald ich hoch genug bin, dass ich meinen Po auf den Rand setzen kann, mache ich das und schwinge elegant beide Beine nach innen. Jeder von uns kommt auf die eine oder andere Weise in den Korb. Ein bisschen belustigt beobachte ich eine sehr korpulente Frau, deutlich jünger als wir, wie sie keine Technik für sich findet, die etwa 120 Kilo in den Korb zu befördern. Das übernehmen die Ägypter dann zu viert: Zwei greifen unter die Arme, jeder nimmt noch ein Bein, und so schnell konnte sie gar nicht reagieren, wie sie die Beine im Korb hatte.

Alle Mann an Bord, doch man möchte mit den anderen Ballons in etwa gleich starten. Also werden alle wilden Tiere noch gebändigt, bis auch der letzte Gast in seinem Korb sitzt.

Durch meine Höhenangst halte ich mich ausnahmsweise im Hintergrund und bleibe in der zweiten Reihe stehen, so dass ich keine Möglichkeit habe, direkt nach unten zu sehen. Am Horiizont ist schon deutlich ein heller Streifen zu sehen, die Nacht verabschiedet sich als unser Kapitän jetzt dem wilden Tier die Erlaubnis gibt, sich in die Höhe zu bewegen und deshalb noch einen guten Feuerstrahl mit dem Gas zündet. Es ist bestimmt heiß, denn er hat Handschuhe an. Es ist das erste Mal, dass ich einen Ägypter mit Schutzkleidung sehe!

Fast spürt man es gar nicht, wie sich der Ballon hebt und ganz ruhig zu schweben beginnt. Langsam wird das Feld, von dem wir gestartet sind, kleiner und dadurch das Blickfeld größer. Es ist ein ergreifender Moment, der durch klatschen und Johlen gefeiert wird. Tatsächlich kann ein Ballon gelenkt werden. Unser Kapitän erklärt uns, wo sich welches Monument am Boden befindet und sorgt dafür, dass wir uns langsam drehen, um alle Perspektiven genießen zu können.

Viel zu schnell vergehen die 45 Minuten, bis wir zur nächsten, spannenden Etappe kommen: die Landung!

Wir wurden alle eingewiesen, was wir bei dem Komando „Landingposition“ zu tun haben: Jeder muss sich in die Richtung drehen, dass er den blau-roten Karabinerhaken sehen kann. Dann muss er sich mit beiden Händen eine Halteschlaufe suchen, die im Korb rundherum in Zweierreihen befestigt sind und in die Hocke gehen und nach hinten lehnen. Wenn sich alle an die Instruktionen halten, hat er ein optimales Gegengewicht zum Ballon und man kann nicht kippen.

Als das Komando kam, setzen wir uns also alle in die Hocke und konnten dadurch nur noch Korb sehen, oder, beim Blick nach oben beobachten, wie im Ballon sich ganz oben die Decke öffnete und der Blick zum Himmel frei wurde. Jetzt konnte die warme Luft entweichen und der Ballon verlor schnell an Höhe. Doch unser Kapitän landete uns ganz sanft, ohne zu holpern. Dieses Mal applaudierten auch wir nach der gelungenen Landung den diese ist nicht so selbstverständlich wie in einem Flugzeug.

Alleine die Erinnerungen erzeugen bei mir Glückshormone! Diese Fahrt werden wir mit Sicherheit wiederholen!

Kommt doch mit!

Astrid und Andreas Fair holiday

 

Unsere erste Nilkreuzfahrt

Fahrt nach Luxor

OK, jetzt leben wir seit drei Jahren in Ägypten und starten heute unsere erste Nilkreuzfahrt! Ich werde täglich unsere Eindrücke und Erfahrungen hier berichten! Ich hoffe, ihr schaut jeden Tag rein!!!

 

Los ging es an einem Donnerstag. Unsere Freunde saßen um 10.00 Uhr in Düsseldorf in der von Sonnenklar gecharterten Sunexpress, wir in unserem Auto. Wir fahren 320 Kilometer. Erst geht es durch die arabische Wüste mit den Trockentälern, die von hohem Gebirge ein gezäumt sind,  bis wir in Qena an den Nil stoßen. Den folgen wir flußaufwärts bis Luxor. Wir sind in dem Schiff Royal la Terrasse untergebracht, eines der drei Premium Schiffe, entsprechen 4 Sternen. Sonnenklar.tv  bietet auch Schiffe in 5 Sternekategorie an, ein bisschen teurer.

Unser Schiff ist 10 Jahre alt, gepflegt und sauber. Um auf unser Schiff zu gelangen, müssen wir andere Kreuzfahrtschiffe, die alle hintereinander festgemacht haben, durchqueren. In Hochzeiten waren das häufig sechs bis acht Schiffe, heute liegen maximal noch vier hintereinander. Der Weg ist wie eine kleine Schleuse, die immer wieder durch die Lobbies der einzelnen Schiffe erhellt werden.

In unserer Lobby werden wir dann an der Rezeption empfangen und hier ist auch der zukünftige Treffpunkt für die Ausflüge. Ein Aufenthalt auf einem Flußkreuzfahrtschiff ist nicht für Rollstuhlfahrer geeignet, da es keine Aufzüge gibt und auch der Zugang über mehrere Schiffe nicht barrierefrei sein kann.  Unser Gepäck wird von einem Pagen deshalb zu Fuß aufs Zimmer in der 4. Etage gebracht, wodurch er sich ein Trinkgeld verdient hat.

Unser Schiff hat zwei Suiten, die großzügig mit Wohn- und Schlafbereich ausgestattes sind sowie einen Balkon, auf dem man auch sitzen kann und auf der Fahrt die Landschaft genießen kann. Wir haben eine der 48 Kabinen, die einen großzügigen Schlafbereich haben mit zwei Sitzmöglichkeiten, einem Schreibtisch, den ich zum Schmiktisch umfunktioniere da ein großer Spiegel mit Beleuchtung geradezu danach schreit. Der Fernseher ist gerade mal Laptop Größe, dafür überrascht es mich, mitten in Afrika deutsche Sender zu empfangen.

Unsere Kleidung für eine Woche hat gut in dem zweitürigen Kleiderschrank Platz, in dem sich auch ein Safe befindet. 99% der Passagiere haben den Safe nicht auf der Innenseite der Türe entsperrt, so dass sie diesen mit dem Code des Vorgängers verschlossen hatten. Ich gehörte auch dazu.

Auch die Größe des Bades hat uns mit etwa 9 qm Meter positiv überrascht. Eine Sitzkabine in der Dusche dürfte auch allen älteren Menschen die Angst nehmen, dort ausrutschen zu können.

Das Restaurant befindet sich in der untersten Etage, trotzdem noch über dem Wasserspiegel, was wir gut erkennen können, wenn wir unterwegs sind und es draußen noch hell ist.

Die Kabinen teilen sich von der zweiten bis vierten Etage auf, wo sich dann auch die Bar befindet. Auf den Weg dorthin geht man an den Shopbesitzern vorbei, die von alltäglichen Gebrauchsgegenständen wir vergessenen Zahnbürsten (ich habe eine geschenkt bekommen) bis hin zu echtem Schmuck oder Kleidung alles bieten. Besonders verkaufen sie die Sachen, die man bei jedem Ausflug von den fliegenden Händlern angepriesen bekommt und zwar günstiger, ohne zu handeln!!

Von der obersten Etage kommt man auf das Sonnendeck mit Pool und Außenbar mit Schatten, welche auf der Fahrt nach Assuan wirklich notwendig ist. Bereits jetzt, Ende Mai, klettern die Temperaturen bis über 40 Grad im Schatten.  Jetzt wird der Pool wirklich zum Lebensretter. Es ist so heiß, dass man beim Barfusslaufen ohne Schuhe das Gefühl hat, Brandblasen zu bekommen und auf dem Rand des Beckens bestimmt die morgendlichen Spiegeleier gebraten werden könnten. Die Handbrause wird deshalb nicht nur zum Abkühlen des Körpers genutzt, sondern auch des Beckenrandes, um ohne Verbrennung in den Pool zu gelangen. Der Pool ist in der Mitte 1,60 Tief um sich komplett einmal abzukühlen, der andere Teil wird dafür genutzt, um sich ins Wasser zu setzen.

Die Preise für die Getränke sind normal. Eine eineinhalb Liter Flasche Wasser für 15,00 LE, alkoholfreie Getränke in 0,2 Liter Dosen 15 LE. Alkoholische Getränke sind etwa so teuer wie in Deutschland: Das Bier in der 0,5 Liter Dose für 32 LE und ein Cocktail 70 LE. Der Bailys wir hier „Bells“ ausgesprochen und kostet 52 LE, aber original!

Tipp: Die Landeswährung sind ägyptische Pfund (LE), Kurs derzeit 1 zu 10, das bedeutet ein Euro entspricht 10 ägyptische Pfund. Man kann auf dem Schiff Euros in Landeswährung zu einem guten Kurs wechseln. Die Einkäufe auf der Reise kann man natürlich auch mit Euro bezahlen. Man hat den Vorteil, ein besseres Gefühl für den Preis zu haben. Doch dann bitte viele Fünf- und Zehneuroscheine mitnehmen, damit man das Geld passend und in Scheinen hat. Für das Trinkgeld zwischendurch sind Eindollarscheine, die man in Deutschland auf der Bank bekommt, sehr praktisch. Münzen können von den Ägyptern in Fremdwährung nicht eingetauscht werden, so dass man ständig gefragt wird, ob man in Scheine wechseln kann. Dies sollte man gerne machen, sich jedoch das Geld in die eigene Hand zählen lassen.

Ausflüge:

Das Ausflugspaket beinhaltet für knapp 190€ alle Transfers, deutsche Reiseleitung, alle Eintritte zu den Tempelanlage an allen Anlegeplätzen, in Luxor zum Tal der Könige und den Karnaktempel.

Fakultativ können noch die Temel in Abu simbel und Qena gebucht werden, was beides sehr empfehlenswert ist.

Außer Tempelanlagen wird noch ein Besichtigung mit der Kutsche in Luxor angeboten und eine Ballonfahrt.  Die Kutschenfahrt hat einen gewissen Charme und wer Tierlieb ist unterstützt die Pferde am meisten, wenn er eine Rundfahrt bucht.

 

Die Ballonfahrt zu Sonnenaufgang über Luxor ist inzwischen schon fast das moderne Markenzeichen von Luxor und ein wunderbarer Abschluss!

Persönlicher Hinweis:

In den Buchungsunterlagen wird darauf hingewiesen, dass jeder 35€ Trinkgeld vor Ort zu bezahlen hat. Diese werden von den Reiseleitern am zweiten Tag eingesammelt und ich finde es beschämend, wenn er dafür mit Gästen diskutieren muss. Gerne haben wir natürlich zusätzliches Trinkgeld bezahlt für Personal, was besonders aufmerksam war, dazu zählten natürlich das Zimmerpersonal, welches täglich zweimal das Zimmer gereinigt hat und sehr phantasievoll die Badetücher faltete. Dazu zählte auch der Reiseleiter, der von der Trinkgeldpauschale nichts bekommt. Leider wurden für die Busfahrer keine Sammelaktionen gemacht, so wie wir das kennen.

Die Ägypter sehen in uns Deutschen freundliche, lustige und großzügigen Touristen, die gerne willkommen geheißen werden.

Wir haben einige erlebt, die die Mentalität des modernen „Geiz ist geil“ angenommen haben, ständig was zum Nörgeln haben und  dann glauben, mit ein paar Kupfermünzen besonders großzügig zu sein. Die Ägypter sind ein stolzes Volk und können zwischen Almosen und von Herzen gegebenem Trinkgeld unterscheiden!

In diesem Sinne freuen wir uns, wenn wir kulturinteressierte Menschen auf eine Nilkreuzfahrt Laune gemacht haben!

Zu buchen über Sonnenklar.TV

http://www.sonnenklar.tv/promo/flusskreuzfahrten.html

Eure Ägyptenspezialisten

Astrid und Andreas Fairholiday

 

Astrid und Andreas

Das Meer und die einsame Insel

Insidertipp

Fern von vielen Menschen fahren wir regelmäßig mit der Lucy die Robinsontour auf eine Insel, die nur von kleinen Booten angefahren werden kann. Klein bedeutet, maximal 8 Gäste. Die Tour führt erst nach Faynouz, da an diesem Riff die Wahrscheinlichkeit am größten ist, neben dem bunten Treiben im Wasser und an den Korallen auch Delphine zu sehen.

Das Rote Meer zeichnet sich durch das klare Wasser aus, in welchem man die Unterwasserwelt auch als Schnorchler erkunden kann, da durch den beständigen blauen Himmel die Sicht bis zu 15 Metern möglich ist. Die verschiedenen Türkistöne spiegeln die verschiedenen Tiefen des Meeres wieder und lassen den Übergang des Meeres zum Horizont nur an einen siilberblauen Streifen erkennen. Das Meer ist im Winter oft wärmer als mancher Badesee in Deutschland im Sommer. Da keine Flüsse ins Rote Meer münden, kühlt es nur selten unter 22 Grad ab. Taucher schätzen am Roten Meer, das es keine starken Sprungschichten hat, also auch in der Tiefe unerheblich kühler ist.

Die anschließende Fahrt zur einsamen Insel führt uns eine Stunde an der Küste Hurghadas entlang, wo die markantesten Bauwerke als Orientierungspunkte dienen. Als erstes entdeckt man die zwei Türme der neuen Moschee, dann den Rundbau, welches das alte Sheraton ist,  erstes Hotel in Hurghada und dann das das Fefela, ein Restaurant was sich als Kuppelgebäude von der Straße bis ins Meer zieht.

An der Insel sind wir meist alleine, abgesehen von einheimischen Fischern. Die Insel kann zu Fuß erkundet werden. Badeschuhe sind empfohlen, da man sich an Muschelschalen oder den darin befindlichen Einsiedlerkrebsen doch schneiden kann.  Inzwischen bereitet die Crew das Essen vor und Andreas kümmert sich um die Shisha

Im Anschluss kann auf dem Sonnendeck ein kleiner Verdauungsschlaf gemacht werden, doch bitte die Sonnencreme nicht vergessen!

Gegen 15.00 Uhr wird wieder in Richtung alter Hafen gefahren, wo noch ein Schnorchelstopp eingelegt wird. Gegen 16.30 Uhr legt Lucy wieder an ihrem Ankerplatz an. Jetzt heißt es Abschied zu nehmen! Wem es gefallen hat, der bedankt sich bei der Crew mit einem kleinenTrinkgeld, was gerne angenommen wird. Die Rückfahrt ist meist noch mit einer kleinen Stadtrundfahrt verbunden.

Nicht zu vergessen ist, dass es in Ägypten früh dunkel wird. Im Winter geht die Sonne gegen 17.30 Uhr unter, im Sommer nur unwesentlich später. Und wer schon einmal den Sonnenuntergang in den Bergen beobachtet hat, weiß, dass man diesen wie mit Zeitraffer verfolgt. Eine Dämmerung, wie wir es aus Europa kennen, gibt es hier nicht.

IMG_3508

Der Ausflug kostet 35 € pro Person und kann bei fairholiday oder robinson Tours Hurghada angefragt werden.