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Die Weißwurst in Ägypten

Wie die Weißwurst nach Ägypten kam, wo alles begann und warum wir seit 6 Jahren diesen Brauch hier pflegen, das war sogar schon Thema bei Antenne Bayern gewesen. Deshalb wird es Zeit, darüber auch mal in eigener Sache ausführlich darüber zu berichten!

Wie alles begann

 

Bereits 2011 hatten wir unsere Wohnung in Hurghada gekauft. Immer, wenn es das Zeitfenster zuließ, packten wir unsere Sachen und verbrachten unsere freien Tage in Ägypten. Das praktische: Wir mussten nicht viel mitnehmen, da unsere Kleidung bereits vor Ort war.

Wenn man hier lebt, vermisst man eine Sache ganz schnell: das deutsche Essen. Natürlich zählen dazu auch die guten Wurst und bayrische Spezialitäten. Besonders wenn wir wiedermal bei Bertls Weißwurststammtisch in Zwiesel eingeladen waren, dort, wo auch der Weißwurstäquator entlang läuft. Bei seinen Stammtischen in Niederbayern kam uns damals die Idee: Für gute Freunde in

Ägypten haben wir „Leckerlies“ aus Deutschland eingepackt, uns mit diesen getroffen und Bayern nach Ägypten gebracht. Wir haben die Weißwürste und den Senf spendiert, Thomas Huth hatte im damaligen Steigenberger Al Dau Club den Platz, die Getränke und die Brezen spendiert. Das Ganze fand damals noch im kleinen Kreis der besten Freunde statt. Doch von Mal zu Mal wurde die Runde größer und  auf einmal waren  auch Freunde von Freunden dabei. Dann war es an der Zeit, sich etwas anderes einfallen zu lassen.

Wo ist eine würdige Location?

Die bayrischen Farben Weiß und Blau finden sich natürlich in Ägypten wieder: Das türkise Meer mit den weißen Schaumkronen, der strahlendblaue Himmel mit den weißen Wolken. Unter den deutschen Residenten gab und gibt es einen Geheimtipp, wo man sich trifft: die Caribbean Bar im Hotel Bella Vista.

Auf Stelzen ist diese Location auf das Rote Meer gebaut worden und spontan dachten wir: Dies ist einem Weißwurststammtisch würdig. Cello Lauck, der Manager dieser Bar, war von unserer Idee begeistert und so starteten wir einen Aufruf in Facebook: „Wer möchte unter ägyptischen Sonne bayrische Weißwürste genießen?“ Und siehe da! Ganz schnell waren 70 Personen verbindlich angemeldet, die den deutschen Brauch, Weißwurst vor 12.00 Uhr mittags essen, mit uns pflegen wollten. Wir waren begeistert.

Im Februar 2012 war es dann soweit, der erste Stammtisch wurde vorbereitet.  Es war toll zu sehen, wie man aus einer Strandbar eine Weißwurstbar zauberte. Eine große bayrische Fahne und kleine Tischfahnen hat unser großes Vorbild Bertl gesponsert. Um Stilecht zu bleiben, haben wir bei Ebay sogar das König Ludwig Weißwurstservice ersteigert!

Auch wenn das Wetter noch etwas kalt war, auch in Ägypten gibt es Winter, so zieht man einen dicken Pulli an und Heizpilze werden aufgestellt.

Wir freuten uns, dass Thomas Huth den bayrischen Wimpel, unser Symbol für den Weißwurststammtisch,  an Cello weitergereicht hatte. Dieser wird seit dem immer an unserem Tisch aufgestellt.

Highlights

Sechs Jahre Weißwurststammtisch Zwieseler Winkel Aussenstelle Hurghada birgt einige tolle Erinnerungen. Immerhin mussten inzwischen über 2000 Weißwürste und 70 Kilogramm Weiwurstsenf nach Afrika gebracht werden. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir das erste Mal recherchierten, ob man überhaupt Weißwürste einführen darf!

Das Internet ist ein bisschen widersprüchlich: Einerseits sind bei verbotenen Gegenständen nur Fleisch und Schweinefett erwähnt, andererseits ist bei erlaubten Gegenständen Schweinefleisch ausgeschlossen. „Weißwurst ist doch aus Kalb!“, wollte Andreas argumentieren. „Klar, deshalb steht überall auf dem Etikett Schweinefleisch!“ Egal, wir nehmen aus Deutschland, wenn es unser Freigepäck zulässt, immer zwischen 100 und 150 Weißwürste mit, müssen diese auch bei der Einreise zeigen, doch bisher hat uns noch nie jemand diese weggenommen. Andreas zeigt immer auf seinen Bauch und meint: „All i can eat!“ oder: „Kersh kibir!“ was dicker Bauch bedeutet.

 

Ursprünglich war geplant, dass unsere Auswanderung für Goodbye Deutschland aufgezeichnet werden sollte, doch leider konnten wir erst 2013 unseren Traum verwirklichen, und das dauerte VOX zu lange.  Trotzdem wurde der zweite Weißwurststammtisch im August 2012 von den Kameraleuten begleitet und dann bei RTL ausgestrahlt.

Extra für Hurghada wurden Weißwurst-Shirts angefertigt und natürlich haben wir uns auch sofort mit der Weißwurst Armbanduhr geschmückt, als wir diese zum Kauf angeboten bekamen.

 

Und am meisten begeistert uns, dass es viele Auswanderer gibt, die hier in Ägypten bayrische Tracht hängen haben! Ein bisschen Modenschau ist immer dabei.

Ende letzten Jahres wurde Andreas von einer fremden Telefonnummer regelrecht verfolgt. Als seine Neugier dann doch zu groß wurde, nahm er das Telefonat mit ausländischer Vorwahl an. „Hallo, hier ist Antenne Bayern. Wir haben recherchiert und gelesen, dass ihr in Ägypten regelmäßig einen Weißwurststammtisch macht! Morgen ist Tag der Weißwurst und wir würden gerne darüber berichten.“ Rums, sogar bis zum Radio eilt unser Stammtisch.

 

Der Weißwurststammtisch heute

 

Viel hat sich nicht verändert: Wir sind wieder in der Caribbean Bar, hängen weiter die Fahne auf und auf den Tischen sind immer noch die bayrischen Fahnen. Der Wimpel ziert unseren Tisch doch Andreas raucht inzwischen seine Shisha dazu. Aus den Tischdecken sind Tischsets geworden, heute verteilt nicht mehr Cello sondern Petra Herold und manchmal passen wir in unsere Tracht, manchmal nicht. Der große Weißwurst Topf ist immer noch voll nur das Wasser ist manchmal heißer, so dass wir manchmal „Mädeln“ (geplatzte Würste) ausgeben mussten. Weißbier wird nicht mehr so viel in Ägypten hergestellt, so dass wir meist Stella trinken und da die Gläser mit Senf nicht so gut zu transportieren sind, besorgen wir Händlmeier Portionssenf.

Und die Gäste? Schaut genau hin, auch die sind teilweise seit dem ersten Stammtisch treu.

Zwei- bis dreimal im Jahr pflegen wir diesen Brauch. Und wenn ihr das nächste Mal auch dabei sein wollt, dann meldet euch bei uns in FB.  Wir freuen uns jetzt schon auf den 15. Weißwurststammtisch!

Eine besondere Quadtour zu den Beduinen

Allgemeines

Ein Quad ist ein 4 rädriges Motorrad, welches ab 16 Jahren, ohne Führerschein, gefahren werden kann. Die Fahrzeuge müssen nur mit dem Handgas und den beiden Handbremsen betätigt werden. Die Quads können alleine oder zu zweit gefahren werden. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, jedoch für Rückenkranke und Schwangere nicht geeignet.

Tipp: Wer noch nie gefahren ist, sollte sich zu Zweit eines teilen. Einer fährt die Hinfahrt, einer die Rückfahrt.

Sicherheit:

Zur eigenen Sicherheit sollte der angebotene Helm genutzt werden. Er schützt vor allem gegen Steine, die während der Fahrt aufgeschleudert werden können. Deshalb ist auch innerhalb der Reihe zu fahren.

Kinder unter 12 Jahren dürfen auch nicht als Beifahrer mitkommen.

Die Tour

Unsere Quadtour ist eine Private Tour ab 2 Personen. Ihr werdet am Hotel mit dem Minibus abgeholt und zur Safaristation gebracht. Dort erhaltet ihr eine kurze Einweisung, die Einteilung auf die Quads und schon geht es los!

Tipp:

Zieht zur Tour eine lange Hose an, da die Abgase ziemlich heiß werden am Bein. Nehmt ein großes Tuch mit für Gesicht und Kopf, ihr könnt es vor Ort für 5 Euro kaufen. Sonnenbrille, Wasser und Sonnenschutz mitnehmen! Wer Fahrradhandschuhe hat, sollte diese für eine geplante Tour mit ins Gepäck legen!

Die Fahrt geht gemütlich los, damit wir uns an das Fahren und den Boden gewöhnen können. Der Wüstenboden ist meist sehr hart und oft mit vielen kleinen Bodenwellen durchzogen, so dass man sich schnell durchgeschüttelt fühlt. Man muss sich an die Geschwindigkeit gewöhnen, da man sich mit 4 Rädern auch nicht in die Kurve legen kann. So manchmal passiert es schon, dass man das Gefühl hat, das Fahrzeug will nicht in der Spur fahren, die der Fahrer will. Nach einigen Kilometern hat man sich an das Gerüttel gewöhnt und es sollte sich herausgestellt haben, dass der Fahrer der Chef ist, nicht das Fahrzeug.

Schnell merkt man, dass es gut ist, vor Mund und Nase einen Schutz zu tragen. Ohne Brille kann man nicht fahren, da Wind und Vordermann den Sand aufwirbeln.

Nach etwa 45 Minuten Fahrt erreichen wir die Berge. Es ist atemberaubend, wie die Landschaft sich verändert. Natürlich geht es jetzt auch auf und ab.

Wir besuchen ein kleines Beduinendorf. Die Ausstattung von vielen kleinen Nischen, die jetzt leer sind, erinnern an früher, wo noch mehr Touristen Quad gefahren sind. Heute zentriert man die Fahrten auf wenige Beduinencamps.

Tipp:

Wer mit uns diesen Trip machen möchte, kann gerne für die Beduinen Lebensmittel oder Kleidung mitbringen. Auf den Quads ist ein Gepäckträger, der dafür genutzt werden kann. Unser Guide gibt sogar manchmal den Kindern Unterricht, da nur der älteste Sohn in die Schule gehen darf.

Die Beduinen haben diesen Platz ausgewählt,  weil sie ihre eigene Quelle im Gebirge haben, die den Tieren wie Menschen Wasser spendet. Diese Quelle wollen wir besichtigen.

Fast schon abenteuerlich ist der Weg dorthin, der wirklich mitten durch das Steingebirge führt. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind deshalb notwendig!

Natürlich kann man bei den Beduinen auch Kamelreiten und kleine Souvenirs kaufen. Eine getrocknete Blume, die mit Wasser getränkt immer wieder blüht, habe ich mir mitgenommen.

Bei Tee und Shisha lernen wir noch Oma, die Stammesälteste kennen, die uns willkommen heißt.

Nach etwa einer Stunde Pause machen wir uns wieder auf den Heimweg. Dort machen wir noch kurz einen Fotostopp an einer Moschee, mitten in der Wüste.

Fazit

Diese besondere, private Tour kostet 55 € ab 2 Personen, ab einer kleinen Gruppe von 5 Personen 45 €. Buchen könnt ihr die bei uns!

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Fairholiday.com

 

 

Urlaub als Senior – kleine Hilfen und Tipps

Gibt es vielleicht ältere Menschen, die gerne einmal alleine in den Urlaub fliegen würden, sich aber nicht trauen? Wir selbst erleben es regelmäßig, wenn unsere Eltern uns besuchen wollen: Es gibt Hürden, die mit Wissen zu bewältigen sind. Hier ein paar praktische Tipps und allgemeine Hinweise.

Vorab einige Gründe, warum Ägypten ein wunderbares Land für 60+ ist:

Klima

Wir haben eine trockene Hitze, die durch den Wind im Sommer sehr gut auszuhalten ist. Wer es lieber kühler möchte, der fühlt sich in den Monaten November bis Februar hier sehr wohl, da tagsüber die Temperaturen nicht über 30 Grad klettern, abends es sich angenehm auf bis zu 10 Grad abkühlt und man ohne Klimaanlage schlafen kann. Schaut euch die Klimatabelle an!

Gesundheit

Poollandschaft Club

Durch die salzhaltige Luft werden Atemwegserkrankungen hier gelindert. Ich selbst bin Asthmatiker und brauche hier keinerlei Medikamente. Auch Allergiker können wörtlich aufatmen, denn es gibt hier wenig Pollen. Das Meer ist sehr salzhaltig, so dass Hauterkrankungen hier Linderung erhalten. Welche Aspekte dazu führen, dass Schmerzpatienten hier weniger Probleme haben, weiß ich nicht, doch ich kenne mehrere Menschen, die hier teilweise schmerzfrei sind. Natürlich helfen dazu auch die Möglichkeit, sich ganzjährig im Meer oder Pool sich gelenkschonend bewegen zu können.

Preis-Leistungsverhältnis

Wer Einnahmen aus Rente hat, hat hier einfach mehr für sein Geld. Eine Person kann hier mit 700 Euro sehr gut leben, Miete, Nebenkosten Restaurantbesuche, Cafes, Ausflüge und Taxifahrten und Extras eingeschlossen.

Geographische Lage

Ägypten liegt fast auf demselben Längengrad, so dass nur im Winter eine Stunde Zeitverschiebung ist, die sich im Sommer mit der europäischen Sommerzeit aufhebt, solange Ägypten keine Sommerzeit mehr einführt.

Ägypten liegt direkt gegenüber von der Türkei am Mittelmehr und hat südwestlich das Rote Meer.  Mit 4,5 Stunden Flugzeit gehört es zu den nächsten Urlaubsländern.

Und hier sind die drei Punkte, die manchen davon abhalten, diese vielen Vorteile nicht zu nutzen:

  1. Gefühlte Unsicherheit
  2. Unsicherheit vor dem Fliegen (nicht Flugangst)
  3. Sprachbarriere
  4. Was tun, wenn ich krank werde?

Ist Ägypten sicher?

Diese Frage wird fast täglich in den sozialen Foren bei Ägyptenliebhaber gestellt. Die Frage wird meist sehr subjektiv beantwortet und es wäre das gleiche, einen Metzger zu fragen, ob er meint, dass Schweinefleisch ungesund ist.

Die globale Weltsicherheit hat sich geändert. Terroristische Anschläge, das haben wir in den letzten Monaten gesehen, können auch in den vermeintlich sichersten Ländern durchgeführt werden. In diesem Punkt behaupte ich sogar, dass in einem Staat wie Ägypten es schwieriger ist, einen Anschlag durchzuführen.

Durch Medien, auch Reisebüroangestellte oder dem Gespräch mit dem Nachbarn wird man jedoch so beeinflusst, dass man subjektiv das Gefühl bekommt, in eine Kriegsgegend reisen zu wollen.

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in NizzaParisBerlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

 Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

 Wie komme ich in mein Flugzeug und wie wieder raus?

Ich erinnere mich noch, wie ich vor 25 Jahren meine damals 85 jährige Großmutter von München nach Aschaffenburg holte und alleine mit dem Zug zurück fahren ließ, mit umsteigen. Ich wartete stündlich auf eine Radiodurchsage: „Ältere Frau irrt in Nürnberg umher und hat die Orientierung verloren. Wer vermisst diese Frau?“ Und wie soll man sich dann heute auf den Flughäfen zurechtfinden? Wie bekomme ich mein Flugticket, wer hilft mir den Koffer tragen? Was muss ich bei der Ausreise beachten? Wo muss ich hin?

Fragen über Fragen und eine ganz einfache Lösung:

Die großen Fluggesellschaften haben einen Mobilitätsservice, meist kostenlos. Wir haben diesen über Condor getestet und meine Mama (80) war begeistert. Diesen Service bestellt man mindestens 48 Stunden vor Abflug telefonisch direkt bei der Fluggesellschaft. Man bekommt eine Bestätigung per Mail oder Post. Mit dieser Bestätigung bin ich in Hurghada zum Sicherheitspersonal. Daraufhin wurde über Funk ein Rollstuhl mit Betreuungsperson geschickt, der meine Mutter vom Auto abholte. Er ging mit ihr durch die Sicherheitskontrollen, hat natürlich den Koffer mitgenommen, zum Check in. Hat ihr Ticket geholt, die Ausreisekarte ausgefüllt, den Ausreisestempel geholt und sie beim Gate zum Warten abgegeben. Dort wurde sie von einer Stewardess in Empfang genommen, mit einem separaten Bus zum Flugzeug gefahren worden und dort als erstes mit einer Hebebühne im Rollstuhl eingecheckt. Zum Platz ist sie dann alleine gegangen. In Deutschland wartete wieder ein Betreuer mit Rollstuhl am Gate, holte sie ab und brachte sie durch den Zoll, Koffer abholen,  bis zum Ausgang, wo sie vom Taxi erwartet wurde.

Fazit: „Ich werde immer mit diesem Service fliegen!

Wer nur ansatzweise Schwierigkeiten hat, mit Treppen oder Gehen, der sollte telefonisch sich diese Unterstützung holen!

Ansonsten bieten einige Fluggesellschaften und Flughäfen Guids an, die einem begleiten. Dieser Seniorenservice  ist jedoch meist gegen Bezahlung.

Wie verständige ich mich?

Sogar die Shopbesitzer sprechen deutsch

Natürlich sind Englischkenntnisse immer von Vorteil. Wer über keine Fremdsprachenkenntnisse verfügt und im Ausland Urlaub machen möchte, sollte sich ein Hotel aussuchen, welches überwiegend deutsche Gäste hat. Die Ägypter sind in meinen Augen „Sprach Chamäleons“, sie passen sich den Touristen an. Inzwischen lernen sie sogar chinesisch. Am Flughafen wird man von einem deutschsprechenden Reiseleiter empfangen, im Hotel gibt es meist eine deutschsprachige Gästebetreuung und auch die Rezeptionsmitarbeiter und Kellner können meist ein wenig deutsch.

Wer sich überlegt, hier vielleicht zu überwintern oder sogar seinen Lebensabend hier zu verbringen, der sollte dann ägyptisch lernen, am besten vor Ort.

Gesundheit

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egyptair wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger sind als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

 

 

 

 

Astrid und Andreas

Weihnachten in Ägypten

Wenn man über den Ursrprung von Weihnachten recherchiert, taucht auch immer wieder Ägypten auf. Die Sonnenwendfeier wurde mit Palmwedel gefeiert, die die 12 Monate symbolisieren sollen und Leben, durch das immer grüne. Da es in Europa keine Palmen gab, nahm man die Tanne, die von der Form dem Palmwedel am ähnlichsten war und auch im Winter grünt. Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung also in Ägypten! 

Heute fragt man sich: „Wie ist es, im Land der Sonne Weihnachten zu feiern?“

Koptisches Weihnachten

Eigentlich war Ägypten christlich, orthodox koptisch, bis es im 7. Jahrhundert islamisiert wurde. Heute sind die Kopten eine Minderheit von etwa 10 Prozent der Bevölkerung. Das koptische Weihnachtsfest wird am 7. Januar gefeiert.

Weihnachten in den Hotels

Durch die vielen europäischen Touristen hat man sich darauf eingestellt, dass auch am Roten Meer zum 24.12. Weihnachten gefeiert wird. Die Hotels werden ab Ende November mehr oder weniger kitschig weihnachtlich geschmückt. Manchmal erinnert es mich an die amerikanischen Stadtviertel, wo ich als Kind die bunten, blinkenden Fenster bestaunt habe. Und es werden nicht nur Palmen geschmückt, sondern es gibt auch richtige Weihnachtsbäume, Rentiere und  Schneemänner. An Weihnachten wird ein besonderes Menü oder Büffet angeboten, die Animation zieht rote Mützen auf und aus den Lautsprechern ertönen Weihnachtslieder. Wer also vor Weihnachten flüchten will, wird es auch in Ägypten nicht ganz schaffen. Die Dekoration wird auch erst nach dem koptischen Weihnachtsfest abgebaut.

Weihnachten in der Stadt/El Gouna

Auch die Shops und die Senzomall sind auf Weihnachten eingestellt. Dekoration, Angebote und viel Lichtschmuck erinnert daran. Am besten gefällt uns El Gouna, wo es einen Weihnachtsmarkt gibt, Weihnachtssingen und Christbäume, aus allen erdenklichen Grundstoffen. Und es darf der Glühwein mit Plätzchen nicht fehlen. Ob ein Glühwein in Ägypten schmeckt? Ja! Im Januar ist der Wind kalt und wenn die Sonne untergegangen ist, kann die Temperatur schon einmal einstellig werden. Da schmeckt auch ein Glühwein, der an den Weihnachtsmärkten in El Gouna, der Hotelfachschule oder auch bei Blue Moon, eine Art Gnadenhof für Tiere, veranstaltet wird.

 

In El Gouna zieht ein wirklich großer, schön geschmückter Weihnachtsbaum magisch die Blicke der Besucher der Abu Tig Marina an. Neben an wird im Tenders, einer Bar, aus alten Autoreifen ein Schneemann dargestellt.

Und wenn dann der Chor weihnachtliche Lieder singt, kann ein kleines bisschen Weihnachtsfeeling aufkommen.

Die Bäckereien wie Bred Basket oder Sevenstars bieten Plätzchen, Lebkuchen und auch Stollen an.

Fazit

Wer vor dem Weihnachtsfest fliehen möchte, schafft es mit einem Urlaub in Ägypten, zumindest Region Hurghada, nur teilweise. Wer Weihnachten intensiv erleben möchte, macht am besten bis 08.01. Urlaub, dann kann er das koptische Weihnachtsfest miterleben. Von Glühwein über Stollen bis hin zum Weihnachtsmarkt ist hier alles möglich.

Frohe Festtage

Eure Urlaubschecker

Astrid und Andreas

150 Interviews – Rückblick, Einblick, Durchblick?

„Wie sieht denn so ein Arbeitstag bei euch aus?“, fragte mich ein Moderator im live Interview. Ich muss schmunzeln, denn natürlich entspricht der „Arbeitstag“ für Sonnenklar.TV ziemlich dem Klischee, das man sich vorstellt. Dazu muss man wissen, dass dies nicht unsere „Arbeit“ ist, sondern wir diese Interviews aus drei Gründen machen:

  1. Wir haben die Möglichkeit, über Land, Leute, Menschen und Hotels zu informieren und diese kennen zu lernen;
  2. Wir geben diese Eindrücke gerne über die Kamera weiter, weil wir unsere Wahlheimat lieben und diese gerne bewerben;
  3. Weil wir Spaß daran haben!
Erster Studioauftritt Februar 2016

Wir hatten keine wirkliche Ahnung, auf was wir uns eingelassen hatten, als wir unserem Freund Andreas Lambeck (GF Sonnenklar.TV) die Zusage gaben, für Ägypten Liveübertragungen nach München zu machen. Auch wenn diese Aufgabe nicht unseren Lebensunterhalt finanziert, nehmen wir sie ernst denn wir arbeiten nach dem Motto: Wenn du etwas machst, mache es gut!

So haben wir auch alle Skeptiker überzeugt! Wir begannen unsere Interviews im Februar 2016 via Skype mit Iphone. Im Herbst bekamen wir die Einladung nach München, um diese Kamera erklärt zu bekommen. Oh, das fühlte sich an wie eine Beförderung!

Aus den anfänglichen zwei bis drei Liveschaltungen in der Woche sind jetzt inzwischen sechs bis zehn geworden. Im August 2017 haben wir unser erstes kleines Jubiläum – die 150. Liveübertragung mit unserer Kamera in 30 Hotels aus Ägypten, Malta, Agadir und den Vereinigten Arabischen Emiraten! Und nach 150 mal Auf- und Abbau, Internet- und Platzsuche hoffen wir, alle möglichen Pannen einmal erlebt zu haben und für die Zukunft gewappnet zu sein.

Einsatz bitte

Abends zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr bekommen wir eine Mail mit unserem geplanten Einsatz am nächsten Tag. Wir haben die Freiheit als Freelancer, zu akzeptieren oder abzusagen, ein Privileg, was uns wichtig ist. Kennen wir das Hotel, ist alles relativ einfach:

  • Wir informieren den Ansprechpartner
  • Wir sind eine Stunde vor Liveinterview vor Ort.

Ist es nicht eines der inzwischen 25 bekannten Hotels, brauchen wir

  • Den Namen des Ansprechpartners
  • Mindestens zwei Stunden Vorlaufzeit
  • Eine offizielle Anmeldung über Meetingpoint.

In jedem Hotel bereitet unsere Anmeldung Stress, denn die Info: „Morgen kommt jemand von Sonnenklar und macht ein Liveinterview.“, lässt viel Spielraum. Wer wird interviewt? Was wird gezeigt? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden? Das alles klären wir gerne vor Ort.

Im Hotel

In den meisten Fällen werden wir sehr gastfreundlich begrüßt. Inzwischen wissen wir auch, dass wir vor 10.00 Uhr keinen Ansprechpartner antreffen, da das Management um 9.00 Uhr mit einem Meeting beginnt.

In der Regel reicht es uns aus, wenn wir uns selbst ein Bild von der Anlage machen und diese Fragen noch beantwortet bekommen. Wir wollen das Hotel ja aus Gästesicht kennenlernen. Um 8.30 Uhr erreichen wir das Hotel. An der Rezeption stelle ich mich vor und werde prompt gebeten, Platz zu nehmen und zu warten, bis das Meeting vorbei ist. Habe ich schon einmal gesagt, dass Geduld nicht meine Stärke ist? Ich habe eine Stunde Zeit, um mir die Anlage anzusehen, das ist nicht viel. Ich versuche dem Mitarbeiter zu erklären, dass ich statt zu warten, mir schon einmal ein bisschen was ansehe. Nein, das möchte er nicht. OK, dann Trick 17: „Wo ist bitte die Toilette?“ Meine Kameraausrüstung lasse ich als Pfand an der Rezeption, wichtigstes Utensil ist jetzt das Handy. Ich gehe los und schaue mir das Restaurant an, in dem gerade Frühstückszeit ist. Ich schieße ein paar Bilder. Draußen sehe ich schon die erste Poollandschaft und einen hektischen Rezeptionisten, der den Braten gerochen hat und mich sucht. Böses Mädchen – zurück in die Stille Ecke namens Lobby!

Na gut, hier schnappe ich mir eine braun gebrannte Familie, die bestimmt schon ein paar Tage hier sind. „Wie gefällt Ihnen das Hotel?“, stürze ich direkt mit der Tür ins Haus. Punktlandung: zufriedene Gäste, die gerade auf den Shuttle zum Flughafen warten. Ich bekomme einige meiner Fragen beantwortet.

Noch schnell einen Blick in die Lobbybar und an den Computer daneben, an dem man die Reservierung für die a la carte Restaurants macht. Jetzt kommt eine deutschsprachige Gästebetreuung auf mich zu und ich bekomme meine letzten, nötigen Infos.

Manchmal gibt es auch interne Richtlinien, die besagen, dass wir nur mit Genehmigung der Hauptzentrale drehen, und somit Werbung machen dürfen. Leider klappt das nicht mit der kurzen Vorlaufzeit, da diese Genehmigung zwei Tage dauert.

Doch zu 99 Prozent setzen wir uns mit dem Management und/oder Gästebetreuung zusammen und klären die anfallenden Fragen und bekommen dann im Gegenzug die Informationen, die uns wichtig sind:

  • Was ist das Besondere an dem Hotel
  • Was können wir erzählen, was nicht im Werbefilm gezeigt wird,
  • Wo sind die schönsten Plätze?

Wenn nach dem Gespräch noch Zeit ist, dann machen wir noch eine Besichtigung des Hotels, wenn nicht, holen wir das später nach. Oft werden wir dann zum Essen eingeladen oder sogar ein Day-Use angeboten. Doch solche Angebote nehmen wir erst an, wenn wir uns durch viele Einsätze schon als Mitarbeiter des Hotels fühlen.

Der Kamera Aufbau und die Tücken

 

Ach, waren das noch Zeiten, als wir einfach mit Handy uns hingestellt haben und loslegten. Die Kamera wiegt 8 KG, das Stativ 5 Kilo. Da wir einen schönen Blick für die Gäste brauchen, gehen wir meist Richtung Pool und Strand, ohne Schatten. Bis wir also den ersten Punkt erreicht haben, sind wir schon nass geschwitzt. Für dem Aufbau selbst sind wir schon routiniert. Andreas schafft es sogar innerhalb von drei Minuten! Doch lieber machen wir es in Ruhe und ohne Stress.

Die Technik für die Übertragung sieht wie folgt aus: Die Kamera, mit der via Internet das Bild nach München live übertragen wird, ein Handy, über das wir die Regieanweisung und Moderation hören können.

Also schweißgebadet haben wir unseren ausgewählten Punkt erreicht. Andreas liebt es am Wasser oder an einem hohen Punkt, meine Vorlieben gelten dem Wellnessbereich oder Restaurants. Wir bauen auf.

Lichtverhältnis: wie beim Fotografieren, immer mit der Sonne.

Schlecht für meine Frisur, denn der Wind kommt meist entgegengesetzt.

Bild: Wir müssen rechts im Bild stehen mit wenig Kopffreiheit und nach unten Platz. Neben uns sieht man den Moderator oder Werbeeinblendungen, unter uns läuft ein Banner über das Produkt. Nicht zu nah, nicht zu fern.

Jetzt alles gut. Wir stecken den Internetstick rein. Drei Punkte die aufleuchten müssen, dauerhaft. Wie ein kleines Kind, welches auf das Christkind wartet, beobachten wir die Leuchten. Erst eins, dann zwei dann drei! Kein Blinken wie bei einer Diskothek. Jetzt wird die Kameraeinstellung soweit voreingestellt, dass wir nur noch auf „live“ drücken müssen, wenn München anruft.

Wir werden leicht nervös. Nein, nicht wegen Lampenfieber – wir sind meistens 30 Minuten vor dem Einsatz startklar, damit wir noch ein bisschen versteckte Kamera spielen können, falls München keinen Empfang bekommt. Ich zünde mir eine Zigarette an. 15 Minuten vor geplanter Schaltung. Wir wollen einmal die Gelassenheit von München haben. Zu Beginn habe ich dann auf Live gedrückt um München auf uns aufmerksam zu machen. Da habe ich dann sofort einen Anruf bekomme! „Mach live aus, Ali aus der Türkei ist noch dran und du hast ihn jetzt rausgeschmissen!“ Huch, ein wenig lustig finde ich die Vorstellung schon, wenn Ali gerade über die Türkei erzählt und die liebe Astrid dann ganz nervös zu sehen ist, die sich darüber aufregt, dass keiner anruft. Seit dem wir das wissen, schauen wir immer erst ins Programm um sicher zu sein, dass niemand anderes gerade live ist.

Doch wenn es 5 vor Schalttermin ist, machen wir an. Schlecht ist dann, wenn München anruft und bittet, jetzt die Kamera anzuschalten. Dann wissen wir, unser kleiner Gau startet jetzt:

Kamera aus, Kamera an, Kamera an einen anderen Platz stellen. Manchmal sind es wirklich nur 5 Meter weiter weg und wir haben Bild. Wenn nicht, dann kommt ganzes Repertoire:

  • Stick wechseln
  • Simkarte wechseln
  • WLAN testen

Da ist die Münchner Gelassenheit dann von Vorteil: niemand schimpft, niemand macht einen noch zusätzlich nervös. Man nimmt ein anderes Produkt nach vorne, damit wir 5 Minuten gewinnen. Ein Lob auf die Flexibilität der Moderatoren und der Technik mit Regie. Zu 99 Prozent klappt es auf den letzten Drücker, dass wir das erlösende Wort hören: „Bild!“

Doch zu diesen Macken mit unserem Internet schleichen sich jetzt noch weitere Varianten ein:

Bild und Ton bei Kamera gut, Handyempfang nur ET mäßig

Meist ist das Phänomen nur einseitig, also wir hören nichts oder München hört nichts. München hört uns noch zusätzlich über das Micro, also nicht schlimm. Aber wenn wir nichts verstehen, dann können wir nur ahnen, was gefragt wird. Das ist dann der Startschuss für einen Monolog. Wir lassen dem Moderator keine Chance, nachzufragen. Manchmal ist die Zeitverzögerung so lange, dass wir denken, wir hätten keine Telefonverbindung. Das ist dann blöd. Erst warten wir, dann fallen wir uns gegenseitig ins Wort.

Wir haben es auch schon geschafft, dass wir das Handy zu stark in der Sonne hatten, so dass es wegen Überhitzung ausgegangen ist.

Bild und Handy gut, der Ton knackt im Micro

Das war ein neues Thema, wir kamen nur noch abgehackt in der Sendung an. Tatsächlich verschleißt auch die Hardware, wir hatten einen Kabelbruch. Und was soll ich euch sagen? Es gibt so etwas in Hurghada zu kaufen!

Alles gut!

Vielleicht kann man jetzt ein bisschen verstehen, warum wir uns freuen wie ein kleines Kind auf dem Rummel, wenn alles passt. Dann wird man auch mal übermütig und versucht die Möglichkeiten der Kamera auszuschöpfen: ich zoome und schwenke zu den Punkten, was Andreas gerade erklärt. Bingo! Das hält unser Internet nicht aus!! Also zoomen ist Tabu, wenn wir stabiles Netz haben, können wir den Zuschauern einen Rund-Um-Blick gönnen.

 

Es ist LIVE

 

Nach einem halben Jahr Übung behaupten wir, dass wir jetzt die Technik beherrschen, nicht mehr anders herum. Wir sind ausgestatten mit allem, was wir brauchen und können Simkarten im Zeitraffer wechseln.

Wir bereiten uns auch immer noch vor, doch inzwischen kennen wir über 30 Hotels und manchmal passiert es dann, dass Astrids Märchenstunde kommt.

„Wie ist denn das Frühstück dort?“ Ich überlege kurz und fange zu Schwärmen an: „Sagenhaft! Ich habe noch nie ein so gutes Frühstück gehabt mit Sekt und Lachs!“

Als ich mich nach dem Interview an der Rezeption verabschiede schaut mich der Manager an und spricht in akzentfreiem Deutsch: „Wir haben keinen Lachs am Frühstücksbüffet!“ Ich überlege kurz – war das bei einem anderen Hotel? Ich grinse ihn an: „Ab jetzt schon – vielleicht an Weihnachten?“

oder

„Sie können bei Buchung des Foodpasses alle a la Card Restaurants mitnutzen!“ Dies galt leider nicht für Makadi Garden. Na, wenn ich wieder einmal ein bisschen mehr in das Angebot packe, dann versucht Andreas das beim nächsten Interview zu relativieren. Wir können ja auch einen Wettbewerb daraus machen:

Wer findet heraus, was bei dem Angebot nicht stimmt?

 

Ein Knaller passierte mir im Steigenberger el Gouna: „Sie können den Strand vom Paradisio kostenlos mit nutzen, doch der Strand beim Steigenberger ist auch schön!“ Leider liegt das Steigenberger nicht am Meer.

Andreas liebt es von oben zu drehen. Er wählte deshalb den Aussichtsturm vom Steigenberger El Gouna zu filmen. Dort oben windete es ziemlich.  Die Übertragung beginnt und die Kamera beginnt, zu schwenken und die Position von  Andreas ist nicht mehr optimal. Der Mann im Ohr sagt: „Andreas, weiter rechts!“ Andreas geht weiter rechts, die Kamera schwenkt weiter, Jetzt wird die Regie ungeduldig: „Andreas, Astrid soll aufhören, die Kamera zu schwenken!“ Doch Astrid ist gar nicht da, der Wind hatte die Kamera bewegt!

An das erste Interview, bei dem auch Herr Kachelmann dabei war, bleibt mir auch in Erinnerung:

Ich stehe in der prallen Sonne und schwitze. Das Wetterapp sagt 32 Grad im Schatten. Ich höre bereits die Sendung übers Handy. Die Sprache ist über das kalte Wetter in Deutschland und die Moderation fragt Jürgen Kachelmann: „Wir gehen jetzt nach Ägypten, wo das Wetter besser ist. Was haben wir da für Temperaturen?“

„Etwa 23 Grad!“

Ich dachte, ich habe mich verhört oder er hat einen Zahlendreher drin, Natürlich frage ich das direkt nach der Begrüßung. „Mich interessiert jetzt schon, warum meine Wetterapp 32 Grad sagt, ich mich in der Sonne wie bei 50 Grad fühle und Herr Kachelmann die Temperatur mit 23 Grad angibt. Haben wir ein falsches Thermometer?“ Wenn ich gewusst hätte, welche Meteorologische Lawine ich mit dieser Frage auslöse, hätte ich sie gelassen. Er erklärte, erklärte, erklärte und unsere kostbare Zeit geht für das Produkt verloren. Also denke ich mir, zeige ich den Menschen neben der fachmännischen Erläuterung, wie in Deutschland ordentlich gemessen wird, die Umgebung und mache einen Schwenk. Dabei bin ich aus dem Bild gegangen. „Wo ist denn jetzt die Dame, der ich das erkläre? Der Kameramann sucht sie auch schon!“ Jetzt kommt noch die Zeitverzögerung dazu, so dass ich mich erst später bemerkbar machen konnte, dass ich einen Schwenk mache, während er einen Schwank erzählt.

Ich fand es auch sehr nett von einer Moderatorin, die uns dezent auf unsere Figur hinwies: „Wie wäre es mal mit Fitness? Wir meinen es nur gut, damit ihr wieder Bikini- und Badehosenfigur bekommt!“ Da bist du schon erst mal sprachlos. Besonders wenn du dann am nächsten Tag gefragt wirst: „Wie ist denn das Kulinarische dort? Habt ihr was gegessen?“ Da konnte ich nur antworten: „Nein, wir testen nicht mehr, wir sind laut Kollegin zu fett!“

Andreas steht parat im Labranda Royal und hört entsetzt, wie im Trailer das Citadelle in Sahl Hasheesh anmoderiert wird.

„Hallo Andreas, ich gehe davon aus, das du im Citadelle bist, wo denn genau!“

„Da muss ich dich leider enttäuschen, ich stehe zwar am Roten Meer, aber nicht in Sahl Hasheesh!“

Bevor wir auf Sendung gehen, wird uns ins Ohr geflüstert, wer moderiert, da wir unser Gegenüber ja nicht sehen. Dumm ist dann, wenn ich mitten in der Sendung zu Ulf „Goofi!“ sage. Er war schlagfertig und antwortete: „Klar Bettina!“

Auf jeden Fall haben wir viel Spaß an unserem Job und freuen uns, das auf Grund unseres instabilen Internets das Portfolio der Angebotspräsentation wieder erweitert wird: Facebook live!

Ferngesteuerte Urlaubs Checker.

Live können die Zuschauer Fragen stellen und beantwortet bekommen! Unser neues Format, FB live in der Sendung live zu übertragen, hat auch seine Tücken. Die Internetverbindung brach genau zur Anmoderation zusammen. Ich musste entscheiden: Warten, ob sie sich wieder fängt, oder schnell abbrechen und neu starten. Ich entschied mich für Letzteres. Doch leider vergaß ich in der Hektik, dass wenn ich starte, dass das Format bleibt, also das Bild nicht umschwenkt. Ich startete im Längsformat und die Assistentin nahm mein Handy ins Querformat, so dass die ganze Anmoderation auf der Seite stand. Auch ich verstand die Regieanweisung nicht sofort: „Kamera drehen!“ Ich hatte doch die Vorderbildkamera an!

Es ist uns schon vieles passiert, nur ein Lachflash wie bei Kai Pätzmann, der fehlt noch!

Aber wir haben ja noch Zeit! Wir freuen uns auf die nächsten 150 Schalten und sind gespannt, was Technik, Regie oder Moderation noch für Überraschungen bringt! Hier ein Beispiel für FB Live Sheraton Miramar: https://www.youtube.com/watch?v=hkvig7KuJs0

Schön, mit einem so dynamischen Unternehmen zusammen arbeiten zu dürfen – danke!

 

Makadi – Labranda Hotels

Als das Gebiet Hurghada von den Tauchern vor etwa 30 Jahren entdeckt wurde, wollte jeder ein Stück von dem Kuchen abbekommen und man versuchte die schönsten Strandabschnitte zu ergattern. Das erste Hotel war damals das Sheraton, welches leider nicht mehr aktiv betrieben wird. Von diesem Standort wurde sich am Strand entlang ausgebreitet, bis dann auch die Buchten in Richtung Süden mit Sahl Hasheesh, Makadi  Bay, Somabay bis hin zur Stadtgrenze Safaga, dem nächsten Ort, erschlossen waren. Im Norden wurde von Samir Sawiris direkt El Gouna in Angriff genommen. Ein bisschen erinnert das an den Witz: Warum sind in Ostfriesland alle Busse so breit? Weil alle in der ersten Reihe sitzen wollen.

Makadi liegt etwa 20 KM südlich von Hurghada, und das Labranda Royal sowie Labranda Club waren dort die ersten Hotels und haben sich somit den schönsten Strandabschnitt gesichert.

Labranda ist die Eigenmarke von FTI und wer diese bucht kann sicher sein, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu bekommen. Labranda kauft ältere Hotels auf, renoviert diese und bietet sie dann zu einem sehr attraktiven Preis an.

Worin unterscheiden sich die Hotels Garden – Club – Royal?

Ganz grob gesagt: An den Leistungen, die man für sein Geld bekommt.

Labranda Garden

Das günstigste der drei Hotels, da es nicht direkt am Meer liegt. Es ist in einem Kreis gebaut. Die Zimmer an der Außenseite sind die „Zimmer mit Gartenblick“, die in der Innenseite „mit Poolblick“. Der Ausblick der Zimmer mit Blick zum Garten kann sehr unterschiedlich sein: die einen schauen Richtung Berge, die gegenüberliegenden Richtung Meer und die nach Norden und Süden ausgerichteten haben Meer- und Bergblick.

In der kreisförmigen Anlage befinden sich noch die Rezeption, darüber die Sundowner Bar,

Sundownerbar mit Blick über die Anlage

die abends um 18.00 Uhr öffnet und man einen wunderbaren Ausblick zum Sonnenuntergangscocktail genießen kann und das Restaurant.

Poolbar

 

 

 

Poolanlage Labranda Garden

In dem Inneren des Kreises ist das Herzstück der Anlage mit Poolanlage, Animation, Poolbar, Shishabar und der Terrasse des Restaurants.

Labranda Garden Restaurant Büffet

Besonderheit: Diese Anlage ist die kleineste der drei und für mich persönlich deshalb die mit dem besten Service. Man bekommt am Pool seine Getränke serviert, an der Poolbar alles in Gläsern und Tassen. Der Cappuccino wird durch einen Siebdruck gepresst und nachmittags werden auch mal eisgekühlte Melonenstücke gereicht.  Das Personal ist zuvorkommend, das Essen warm um gut

Labranda Garden Restaruant

gewürzt (es gab sogar Ente!) und für einen Eckpreis, der manchmal sogar unter 300€ für eine siebentägige Flugreise liegt, gehe ich gerne den Aufwand ein, zum Strand des Labranda Clubs den kostenlosen Shuttle zu nehmen. Natürlich darf ich dann auch das Strandrestaurant vom Club mitbenutzen und das „Hamburger House“ auf der im Mai 2017 eröffneten Foodpromenade!

Fazit: Wer es lieber etwas ruhiger und gemütlicher hat, und noch dazu seinen Geldbeutel schonen möchte, der entscheidet sich für diese Anlage. Übrigens: Wem es gar nicht gefällt, der kann gegen einen Aufpreis von etwa 10€ pro Person und Tag ins Club umbuchen lassen, wenn Zimmer frei sind.  (siehe Filme)

Labranda Club

Das Hotel hat nach Landeskategorie 4 Sterne. Hier möchte ich einmal die Gelegenheit nutzen, etwas loszuwerden, bezüglich der Sterne in einem Hotel:

Falsche Erwartungshaltung bei Sterneangaben

Die Anzahl der Sterne hat zum Großteil damit etwas zu tun, was eine Hotelanlage zu bieten hat. Der Unterschied liegt in der Größe der Zimmer, der Anzahl der Restaurants, die Öffnungszeiten, die Sprachen, die gesprochen werden, die Einrichtung der Hotelzimmer. Diese Fakten können jedoch sehr unterschiedlich erfüllt werden und genauso unterschiedlich sind dann die Preisunterschiede der Hotels mit gleicher Sterneanzahl. Man kann sich somit an einer Hand abzählen, dass wenn ich vergoldete Wasserhähne will, ich ein Hotel der gleichen Sternekategorie mit dem höheren Preis wählen muss. Oder woher würden sonst die teilweise 100 prozentigen Preisunterschiede kommen? Bestimmt nicht, weil das eine Hotel mehr daran verdient als das andere!

Poollandschaft Club

Zurück zum Labranda Club: Diese Hotelanlage befindet sich direkt am Strand und ist, wo wie die meisten Hotels in Ägypten, U-förmig gebaut. Im Eingangsbereich ist die Rezeption, die Lobby und die Lobbybar, rechts das Hauptrestaurant und darüber das orientalische a la Carte Restaurant.  Im U strahlt die großzügige Poolanlage Urlaub aus und rechts hinter dem Hotelabschnitt ist das Amphitheater.

Durch das Strandrestaurant, was mich an eine griechische Taverne erinnert, kommt man an den ersten Sandstrandabschnitt der Hotels. Rechts an der Bucht liegt das Fischrestaurant, welches sonntags geöffnet ist. Man erkennt es gleich, da es wie ein Schiffsfrack aussieht.

Das Essen am Strand hat uns immer überzeugt, besonders weil es dort frische Pizza oder Hähnchen vom Grill gibt. Auch hier bekomme ich meinen Cappuccino frisch gepresst und wenn ich Zeit mit bringe auch serviert.

Besonderheit: Der Strand ist natürlich der Knaller und da genau nebenan das Schwesterhotel Royal den anderen Strandabschnitt hat, kann man beide Buchten nutzen und hat so genügend Platz und Auswahl an Liegemöglichkeiten. Der flachabfallende Sandstrand ist ein Traum für Kinder, die gerne mit Matsch spielen und für Badeurlauber, die gerne schwimmen. Denn diese Buchten laden zum Schwimmen, Kanufahren oder Wasserboot ein, als Fun wird natürlich die obligatorische Banane angeboten. Auch der Wassersport kommt nicht zu kurz und man kann Tauchen oder Kiten, die prädestinierten Wassersportarten für Ägypten.

Fazit: Wem es wichtig ist, in der Hotelanlage auch einen Strand zu haben und dem drei Restaurants ausreichend sind, der kann mit der Wahl dieses Hotels dies zu einem günstigen Preis bekommen.

Tipp: Gegen einen Aufpreis von nur 5,00€ pro Tag/Person (mindestens für 7 Nächte, sonst 8 € und bei nur einem bis drei Buchungen kostet es 10€ pro Person und Tag) kann man sich vor Ort upgraden lassen und kann dann ALLE Restaurants auch vom Royal und der Foodpromenade nutzen! Dann ist man kulinarisch den Royalgästen gleichgestellt und spart unterm Strich immer noch im Verhältnis zum Gesamtpreis.

Labranda Royal

Diese Hotelanlage hat nach Landeskategorie 5 Sterne, da die Zimmer größer, die Bäder geräumiger (neu renoviert) und die Anzahl der Restaurants sowie der Pools höher sind.

Die Lobby mit der Rezeption befindet sich im Obergeschoss (von der Busankunft ebenerdig), zum Restaurant und der Terrasse, an der an jedem Abend von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr auf der Bühne Programm geboten wird (vom Lifesänger bis zur Fakirshow) und abends auch Shisha geraucht wird, muss man nach unten gehen (vom Strand kommend ebenerdig).

An der großen Poolanlage befindet sich ein Süßwasserpool mit integriertem Kinderpool, die im Winter auch beheizt sind. Der Salzwasserpool dagegen bietet eine willkommene Abkühlung und dahinter gibt es nochmals einen speziellen Kinderpool.

Geht man bei der Shishaecke rechts Richtung Hotelzimmer, dann findet man noch einen weiteren Pool, „The Rocks“, an dem keine Animation stattfindet.

Natürlich liegt auch dieses Hotel an einer Sandbucht mit direktem Zugang zum Wasser. Links an der Bucht ist ein ganz neu gebautes Wassersportcenter, das von der Schnorchel Ausrüstung über Tauchkurse alle Bedürfnisse der Wassersportler befriedigt oder zumindest weiterhelfen kann. Hier steht auch das für d

ie Gäste kostenlose Kanu und Tretboot.

 

Verpflegung

 

Tatsächlich hat uns das Büffetrestaurant nicht überzeugt. Es wirkte lieblos und sich ständig wiederholend. Da ich sowieso nicht der Freund von Büffetrestaurants bin, habe ich täglich ein anderes A la Carte Restaurant ausgewählt, welche uns alle gefallen und das Essen geschmeckt hat.  Neben dem italienischen Restaurant im Royal dürfen auch in den beiden al la Carte Restaurants im Club (orientalisch täglich und Fischrestaurant sonntags) ohne Aufpreis gegessen werden. Und seit Mai 2017 gibt es als für mich einzigartiges Angebot die Foodpromenade!

Die Foodpromenade wurde auf dem Grenzstreifen zwischen den beiden Hotels gebaut und beinhaltet 5 Pavillons (jeder etwa 120 Sitzplätze), in denen verschiedene Länderthemen als Menü/A la Carte ab 19.00 Uhr angeboten werden, eine Reservierung mindestens am Vortag ist notwendig:

Das Cafe Cairo (bereits ab 17.00 Uhr geöffnet und für Club- und Royalgäste inklusive) macht vom Strand aus gesehen den Anfang mit typischen Süßem aus Ägypten, Getränke wie Kakate oder Sobia und freitags auch Schawerma vom Grill (ähnlich wie Dönerspiess).

Griechische Taverene: Ich dachte, weil wir für Sonnenklar.TV die Interviews von dort machen, bekommen wir besonders viele Vorspeisen serviert. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Alle Gäste bekommen einen gemischten Vorspeisenteller, auf dem alles, was auf der Menükarte angeboten wird, hübsch angerichtet ist. Zusätzlich kann man dann noch einen griechischen oder Oktupussalat bestellen,  eine Tomatensuppe und aus diversen Hauptgängen wählen.

Kubanische Spezialitäten: Auch hier wurden wir wieder verblüfft: Dieses Mal war die Speisekarte nur für Informationszwecke bei den Hauptgängen, die Vorspeisen konnten gewählt werden. Doch Vorsicht: Genügend Hunger über lassen um Hähnchen, Lamm, Rind und Taube sowie die typtischen Würstchen vom Grill, welche man alle vom Spieß angeboten bekommt, versuchen zu können!

Asiatische Köstlichkeiten: Auch hier bekommt man alle auf der Karte befindlichen Vorspeisen serviert, man wählt lediglich seinen Hauptgang.

Das Burger House wird alle Fans des gegrillten Hackfleischs zwischen knusprigen Brötchen mit Salat, Mayonaise und Ketchup begeistern. Ob mit Käse oder ohne, ob vegetarisch oder aus Hähnchen, alles das können die Gäste selbst bestimmen! Hier dürfen auch die Gäste vom Club und Garden reservieren und ohne Aufpreis Essen gehen!

Last but not least kann man sich eine frische Waffel mit Eiscreme zum Dessert gönnen, auch dies für alle Gäste der drei Hotels inklusive.

Hygiene

Selbstverständlich werden regelmäßige Chalitätschecks in den Resataurants und Küchen vorgenommen! Vielleicht könnt ihr es auch einmal beobachten!

 

Kinder/Jugendliche

Sowohl das Club als auch das Royal haben einen Kinderclub. Der im Club ist ziemlich modern, jedoch ohne Schatten, so dass die Aktivitäten viel drinnen stattfinden. Im Royal ist der Außenbereich im Schatten, jedoch ist der Club nicht besonders modern.

Die Kinderpools sind leider in beiden Hotels nicht im Schatten. Man sollte deshalb für die Kleinsten einen mobilen Schirm mitbringen.

Für Schulkinder wird diese Anlage ein Traumurlaub werden. Durch die Pizza- und Nudelstation gibt es immer was zu Essen, der weitläufige Strand bietet viel Auslauf, die kostenlosen Wasseraktivitäten Abwechslung und die Animation wird gerne von den Jugendlichen angenommen.

Aktivitäten

Die Gäste aller drei Hotels können die Wassersportangebote nutzen. Zwischen dem Club und Royal befindet sich der Wellnessbereich, in dem man sich die Massagen oder Hamamanwendungen buchen kann. Die Gardengäste haben einen kleinen Massageraum vor Ort. Am Ende der Foodpromenade (aus Richtung Meer kommend) befindet sich links bei dem Durchgang zu den Parkplätzen der Fitnessraum und Aktivitäten wie Tischtennis oder Kicker.

Besonderheiten

Zusätzlich hat jedes Hotel seine eigene Meetingpoint Longe, in der täglich ein deutschsprechender Ansprechpartner bei der Auswahl von Ausflügen, sei es mit dem E-Bike, mit dem Quat oder mit dem Flugzeug nach Kairo oder Luxor, hilft. Er begrüßt auch die neuen Gäste und gibt bei der Ankunftsinformation wichtige Tipps.

Im Royal kann man direkt am Meer kleine Bungalows mieten. Diese sind nur vor Ort gegen einen Aufpreis von 15€ pro Person/Tag zu buchen. Fragen Sie an der Rezeption!

Tipps

Die Angebote sind so Facettenreich, bitte nutzen Sie die deutschsprachigen Reiseleiter in der Meetingpoint Longe und die Gästebetreuung. Die Makadibucht selbst bieten außer Hotelanlagen keine Sehenswürdigkeiten, doch Sahl Hasheesh oder Hurghada ist schnell mit dem vor Ort angebotenen Shuttlebus (etwa 10€ pro Person) zu erreichen oder einen Ausflug wert.

Fazit

Eine ganze Menge Leistung für schmales Geld! Persönliche Bedürfnisse werden durch die drei verschiedenen Angebote gut befriedigt. Auf jeden Fall eine Möglichkeit, für Ägypteneinsteiger oder auch Langzeiturlauber!

El Gouna – Mövenpick Resort & SP

„Was ist das Besondere an diesem Hotel?“, eine Lieblingsfrage unserer Moderatoren aus München beim Live-Interview, welche wir gerne beim Informationsrundgang weitergeben. Brigitte Gobran, Marketin Comunications Managerin, kennt nach 18 Jahren ihr Haus aus dem FF und sprudelt los: „Die Schokoladenstunde und das Familykonzept, was typisch für alle Mövenpick-Hotels sind. Der weitläufige Strand am offenen Meer, welches nicht jedes Hotel in El Gouna hat,  die großen Lagunen, die Flexibilität für Neues, zum Beispiel seit einem Monat das BBQ am Lagunenpool immer montags.“ Wir merken schon, dass hier eine Ansprechpartnerin ist, die stolz auf das ist, was sie repräsentiert. Das ist der Beste Einstieg für ein gutes Interview, wo es uns wichtig ist, Informationen weiter zu geben, die im Angebot nicht nachzulesen sind und einen Platz zu finden, der im Werbefilm so nicht zu sehen ist. Also, dann lasst uns das Mövenpick mal erkunden!

Ankunft

In der Lobby bekomme ich schon viele Auskünfte: Am Montag ist am Lagunenpool Grillabend, am Donnerstag gibt es den Orientalischen Abend. Verlockend sind kleine Schokoladenkuchenstücke aufgebaut, bei denen mir der Spruch einfällt: „10 Sekunden gekaut, 7 Jahre auf der Hüfte!“ Ich bin gerade zur Schokoladenstunde gekommen. Besonders fällt das Bild vom Restaurant „El Sayadin“ ins Auge, da der Ausblick über die Terrasse zum Meer einfach traumhaft ist. Ich bin gespannt, ob die Fotokulisse hält, was sie verspricht. Brigitte besorgt ein Elektomobil, da die Anlage sehr weitläufig ist und ich mit Kamera und Stativ bepackt bin. Sie hat verschiedene Ideen, wo wir eine schöne Aussicht für das Interview haben. Ich genieße die Fahrt vom Haupteingang an den Tennisplätzen vorbei in Richtung Pool, wo wir den ersten Stopp machen. Treppen hoch und da sind wir.

Pool und Strand

Ein super Ausblick über einen Teil der Anlage mit Hauptpool, umrahmt von den Zimmern, mit direktem Übergang zum Meer. Das tolle: Wie ein Naturbecken ist das Meer durch eine Landzunge abgetrennt, so dass man hier wunderbar schwimmen kann. Dahinter erst geht es ins ungeschützte weite Blau. Ein Traum für alle, die richtig schwimmen möchten. Obwohl das Hotel gut belegt ist, gibt es noch freie Liegen. „Ist das der einzige Pool?“ Brigitte lacht, „Wir haben noch zwei weitere Pools, aber auch Lagunen, in denen man wunderbar schwimmen kann.“ Das ist die Besonderheit von El Gouna und es wird nicht umsonst das Venedig Ägyptens genannt.  Der Lagunenpool, an dem im Sommer der Grillabend ist, wird im Winter von den Gästen bevorzugt, da er windgeschützt liegt. Am liebsten würde ich mich jetzt zu den Urlaubern an die Poolbar setzen, doch die Arbeit ruft.

 

Zimmer

Wow! Die Zimmer haben die Doppelbetten in der Mitte des Raumes platziert, sodass man morgens beim Aufwachen vom Bett aus direkt zum Fenster hinausblickt. Da Ägypten eine Sonnengarantie hat, kann man sich jeden Morgen von der Sonne wachküssen lassen. Die Deluxe Zimmer sind mit 40 qm fast eine kleine Wohnung. Mir ist das wichtig, denn ich möchte im Urlaub mindestens so viel Platz haben wie zu Hause. Andreas meint, die Zimmer sind zum Schlafen da.

Das Bad ist modern und geräumig mit begehbarer Dusche.

Verpflegung

So viele neue Eindrücke, da muss ich wirklich noch einmal nachfragen, wie viele Restaurants den Gästen zur Verfügung stehen! Einmal das Hauptrestaurant „Palavrion“, in dem das Frühstück  und Abendessen als Büffet angeboten wird. Viele bevorzugen dies, da man eine große Auswahl hat und alles mal kosten kann. Ich bin eher für ein schönes Abendessen mit Service. Hier hätte ich die Möglichkeit, entweder thailändisch im „Bua Khao“ oder italienisch im „Gallery“ zu Essen. Man kann aus verschiedenen Menüs wählen. Mittags laden das italienische Restaurant sowie die beiden Pool Restaurants ein, in denen man beliebte Gerichte wie auch Kleinigkeiten essen kann, ohne weite Wege zurückzulegen. Im Poolrestaurant „Lagoon“ wird in den Sommermonaten wöchentlich ein BBQ zusätzlich zu den bestehenden Abendessen angeboten, Aufpreis 10,00 €.

Jetzt bin ich noch gespannt auf das Restaurant am Meer „El Sayadin“!

Die Bilder lügen nicht. Es wird Fisch und orientalische Küche angeboten. Mein Favorit: das Lobster Menü für umgerechnet etwa 35,00 €! Bitte beachten, dass dieses Restaurant ist im All inklusiv Paket nicht enthalten ist. Doch ein Abendessen mit diesem Ausblick, was dem Foto der Lobby nichts nachsteht, wäre für mich ein MUSS!

Wellnessbereich

Was wäre ein Urlaub ohne eine entspannende Massage? Deshalb bin ich auf die Wellnessabteilung sehr gespannt. Die Spa Abteilung hat einen relativ großen Relax Pool, der bereits beim Bestaunen entspannt. Als wir das erste Mal in Ägypten eine Sauna gesehen hatten, waren wir auch erstaunt. Doch tatsächlich freut man sich in den Wintermonaten November bis März auch auf eine heiße Entspannung und die meisten Massageabteilungen nutzen die Wärme, um die Muskeln vor der Massage aufzuwärmen. Doch bitte beachten: hier wird nicht nackt sauniert, sondern mit Badekleidung. Deshalb ist eine Dusche nach dem Saunagang wichtig, bevor man in den Wirlpool oder in den Pool geht. Ich empfehle jedem, zu Beginn des Sonnenurlaubes eine Hamambehandlung zu buchen. Durch das Peeling werden die alten Hautzellen abgerubbelt und die Bräune hält dadurch länger. Kosten: etwa 60€/Stunde, im Paketpreis günstiger.

Aktivitäten

Bei so viel gutem Essen, der Schokoladenstunde und den leckeren Cocktails kann man neben dem Dauerchillen auch ein bisschen aktiv werden. Die Tennisplätze mit Flutlicht sind natürlich im Winter mehr gebucht. Nur die ganz abgehärteten spielen in der Sommerhitze im Freien. Doch es gibt für den Sommer genügend Alternativen. Wie wäre es mit einem Schnuppertauchen, damit man die Unterwasserwelt nicht nur aus der Schnorchel Perspektive kennenlernt? El Gouna hat mehrere zertifizierte Tauchschulen, mit denen man dieses neue Abenteuer einmal testen kann.

Vom Pool aus kann man die bunten Drachen der Kiter beobachten, macht das nicht einmal Lust, es selbst zu versuchen? Die Winde in El Gouna sind bei Insidern sehr geschätzt. Im Jahr 2016 wurde in El Gouna sogar die Weltmeisterschaft der Kiter ausgetragen. Dabei haben mir Könner versichert, dass dies eine Sportart für jedes Alter ist! Vielleicht wage ich mich doch einmal ran.

Wer nicht ganz so wagemutig ist, der lässt sich vielleicht zur Wassergymnastik oder Beachvolleyball animieren. Es gibt für mindestens vier Wochen Aufenthalt genügend Angebote.

 

Kinder und Jugendliche

Jeder der Kinder oder Enkel hat, sucht ein Hotel, in dem auch der Nachwuchs auf seine Kosten kommt und für die Erwachsenen der Urlaub auch Entspannung ist. Seit April 2017 gibt es das „Mövenpick Family“ Konzept. Angefangen bei der Hardware für die Kleinen wie Flaschenwaermer,  Babsitz, Kinderbuggy , Toilettenaufsatz und Schemel für das Waschbecken über  die „Power Bites“, gesunde Kindermenüs, die in allen Restaurants angeboten werden, bis hin zu Aktivitäten für die ganze Familie. Natürlich gibt es auch eine professionelle Kinderbetreuung für die Kids zwischen 2 und 12 Jahren. Bei der Minidisco darf auch Papa mal tanzen. Ein Blick auf den Kinderpool beruhigt mich: es ist plantschen im Schatten möglich.

Besonderheiten

Das Hotel verfügt über 15 behindertengerechte Zimmer und auch der Außenbereich sowie die Restaurants sind für Rollstuhlfahrer und somit auch für Kinderwägen gut zu befahren.

Tipps

ElGouna bietet ein einzigartiges „Dining around“ Konzept an, welches den Gästen ermöglicht, in 14 weiteren Hotels am Büffetrestaurant das Abendessen einzunehmen. Da das Mövenpick Resort &Spa die höchste Sternekategorie hat, kann in allen 14 anderen Hotelrestaurants ohne Aufpreis zu Abend gegessen werden, nur die Getränke müssen bezahlt werden. Eine Reservierung ist bei der Gästebetreuung ist notwendig. Als Fortbewegungsmittel kann man sich ein TucTuc bestellen (60 Cent pro Person), den Shuttlebus zweimal in der Stunde nutzen oder mit dem Bootsshuttle kostenlos fahren, was auch schon fast einer Lagunenfahrt gleich kommt.

Sonntags gibt es in El Gouna das Street Festival, wo abwechselnd in Down Town oder in der Abu Tig Marina Bühnen aufgebaut werden um mit Musik zu Tanz einzuladen.

Oder ihr macht einfach mit uns einen individuellen Ausflug!

Fazit

Dieses Hotel zeichnet sich durch die Familienfreundlichkeit und den vielen Sportmöglichkeiten aus. Die Schweizer Marke Mövenpick steht  für qualitativ hochwertiges Essen und die Lage El Gouna rundet das Paket in Sachen Lifestyle und „raus aus der Anlage“ ab. Das waren auch die wichtigsten Punkte für unser Interview. Dieses Mal aus der Perspektive des Lagunenpools, beim nächsten Mal vielleicht vom Restaurant El Sayadin mit dem Blick aufs Meer. Schaut einfach mal rein!

Sonnige Grüß und bis bald

Andreas und Astrid

Ausflug Kairo

„Kann ich unbesorgt einen Ausflug machen – und dann noch nach Kairo?“ Leider ist das heutzutage die Frage Nummer eins, nicht wie früher: „Was kostet es?“ oder „Wie lange bin ich unterwegs?

Deshalb eine Wort dazu vorab:

Zum objektiven (soweit möglich) Sicherheitsaspekt verweise ich natürlich auf die Hinweise vom Auswärtigen Amt und bitte gleichzeitig, sich auf der Landkarte anzuschauen, wo der Nord Sinai und die ägyptisch-israelische Grenze verläuft. Nur für dieses Gebiet  ist eine Teilreisewarnung ausgesprochen worden.  Doch grundsätzlich: Wer kein gutes Bauchgefühl hat, der sollte einfach den Aufenthalt in der Hotelanlage genießen und langsam ein Gefühl für dieses Land bekommen!!

Für diejenigen, die gerne das Land kennenlernen wollen, stelle ich hier den Tagesausflug Kairo vor:

Wir fahren zusammen mit einem Minibus frühmorgens los Richtung Norden. Die Fahrt dorthin beginnt entlang am Roten Meer, was ich immer wieder zum Sonnenaufgang besonders genieße. Die Straße ist verhältnismäßig gut ausgebaut und nach etwa 2,5 Stunden machen wir auf einer Raststätte Pause, wo Andreas eine Shisha raucht, wir einen Tee trinken und die Toiletten genutzt werden können. Die Nutzung kostet 2 LE, dann bekommt man Toilettenpapier.

Ein Hinweis zu ägyptischen Toiletten: das Abwassersystem ist hier nicht wie in Deutschland, deshalb gibt es die Analduschen und das Toilettenpapier ist zum Abtrocknen gedacht und wird dann im Abfalleimer entsorgt.

Der Verkehr in Kairo erinnert mich an Neapel, Paris oder andere Großstädte. Hier gibt es tatsächlich eine Rushhour und Stau, was eine 100prozentige Termineinhaltung nicht möglich macht.

 

Sphinx und Pyramiden

Dieses kulturelle Highlight gehören zu Kairo wie das Hofbräuhaus zu München! Das Gelände durchqueren wir zu Fuß und bekommen von unserem deutschsprachigen Guide alle Informationen und individuelle Fragen beantwortet. Der Vorteil ist dann auch, dass man von den selbsternannten Reiseführern und Grabwächtern innerhalb des Geländes nicht bedrängt wird. Leider werden viele Tricks angewendet, um den Touristen ein bisschen Geld abzuverlangen: Von geheimen Gräbern die erklärt werden (was auch sehr interessant ist!) bis hin zu den tollen Photos, die gemacht werden, (die auch Spaß machen) gibt es für alles Spezialisten! Trotzdem gibt es dann meist Diskussion über die Höhe des freiwilligen Trinkgeldes, was mit einem ägyptischen Reiseführer im Keim erstickt wird.

Tipp: Die Sound & Light Show der Pyramiden am Abend, doch dafür muss man eine zweitägige Tour einplanen!!

Die Mohamed Ali Moschee

Normalerweise darf man in Moscheen nur gecovert gehen. Hier durften wir die Moschee mit angemessener Kleidung ohne Galabea besichtigen. Die Schuhe müssen vorher ausgezogen werden.

Tipp: Bei kulturellen Tagesreisen immer lange Hosen und Schultern bedeckt bekleidet sein, Schuhe, die bequem an- und ausgezogen werden können.

Khan el Khalili Basar

Eines der größten Basare der Welt ist der Khan el Khalili Basar. Wir gehen gemütlich eine Shisha rauchen und einen Tee trinken, während sich die Gäste gerne in das Getümmel stürzen dürfen und sich auf orientalisches Handeln freuen dürfen. Überlegen Sie sich zu Hause, was Sie mitnehmen möchten und  erkundigen Sie sich vorher bei unserem Reiseleiter nach dem Preis, dann kann es losgehen!

Ägyptisches Museum

Wer in Luxor im Tal der Könige war, weiß, dass das Grab von Tutanchamun leer ist und die Überreste im ägyptischen Museum von Kairo zu besichtigen ist. Das Museum ist so umfangreich, dass man darin alleine einen Tag verbringen könnte. Auch hier ist natürlich der Tipp: Wer sich wirklich alles genau anschauen möchte, der sollte einen Zweitagesausflug einplanen!

Sound and Light Show

Für alle, die sich nicht so für Geschichte interessieren, empfehle ich die Sound and Light Show sowohl an den Pyramiden, als auch in Luxor.  Die Geschichte wird durch einen Sprecher mit sonorer Stimme erzählt und durch Iluminierung (Beleuchtung und Bilder) der  entsprechenden Pyramiden bildlich dargestellt. Es ist Gänsehaut pur.

Verpflegung

 Wir haben im Auto eine Kühltasche mit Softdrinks dabei. Während der Autofahrt wird eine Pause gemacht, wo auch Tee oder Kaffee getrunken werden kann. Gegen 14.00 Uhr laden wir die Gäste zu einem typisch ägyptischen Mittagessen ein.

Tipp: Hotelgäste haben die Möglichkeit, sich Lunchpakete vorbereiten zu lassen, da es so früh morgens meist noch kein Frühstück gibt.

Diesen Ausflug (maximal drei Ausflugsziele bei einem Tag) können sie individuell mit Übernachtung bei Fairholiday buchen, aber natürlich auch in Ihrem Hotel bei Ihrem Reiseleiter!!

Wir freuen uns auf Euch!

Gute Vorsätze

Oh ja, wir haben wie jedes Jahr gute Vorsätze fürs Neue! Die Klassiker: gesünder Essen, mehr Bewegung. Lassen wir das Essen mal beiseite, denn Weißwürste, Speck und Spätzle sind dafür nicht representativ. Doch ich bin ganz stolz, dass ich tatsächlich bereits am 5. Tag des neuen Jahres mich das erste mal überdurchschnittlich viel bewegt habe. Wer uns kennt weiß, das unsere Durchschnittsbewegung sich auf Wege zwischen Balkon (zum Rauchen) Kühlschrank (Essen) und Wohnzimmer (fernsehen) beschränken und bereits das Treppensteigen einem Halbmarathon gleich kommt.

Letzte Woche habe ich eine Bekannte in El Gouna besucht und bei ihr Inliner entdeckt. „Wo fährst du?“, war meine spontane Frage, denn seit drei Jahren suche ich für meine eine Strecke. Der Gute Wille war da, denn ich dachte, Sahl hasheesh wäre dafür geeignet. Leider hat es mich auf einer Strecke von 2,5 KM zweimal niedergestreckt, so dass ich einen blauen Oberschenkel hatte und seit dem nicht mehr gefahren bin. Auch dort sind immer wieder die Straßen offen oder durch einen Bump für Inlinerfahrer mit meinen Kenntnissen unüberwindbare Hindernisse.

„Hier ist ein Parcour, der dauert eine halbe Stunde!“ Sie deutet auf den Golfplatz, der mit einem kleinen Weg durchzogen ist. Das ist es. Und heute habe war es dann soweit!

Erst einmal die Ausrüstung zusammen suchen. Von den Inlinern wußte ich, dass sie in einem Koffer verstaut waren. Nach der Anfangseuphorie habe ich ja drei Paar gekauft und mit nach Ägypten genommen. Doch wo sind meine Knie- und Ellenbogenschoner? Nur die für Kinder sind in dem Koffer dabei. Ich räume den ganzen Schrank mit den Sportsachen aus: Tischtennisschläger, Beachtennisbälle, Flossen und Schnorchel und auch so ein Bauchmuskeltrainer auf Elektroschokbasis ist dabei. Aber keine Schutzausrüstung. So werde ich mich wohl in die Kinderausrüstung quälen müssen. Schnürt nur ein bisschen die Venen ab, aber was solls. Los geht es mit dem Auto, da es ja doch 15 KM zu fahren ist. Ein Fahrrad wäre für diese Sache passender, doch ich habe keines. Vielleicht doch eines kaufen?

Ich parke das Auto, ziehe die Knieschoner hoch und stecke die Klettverschlüsse oben rein, denn die sind zu kurz für mein Knie. Beim Ellenbogen- und Handschoner ist es das selbe. Jetzt laufe ich über die Sanddüne hinab zum asphaltierten Weg und setze mich zum Schuhwechseln in das Gras. Plums – und fast genauso schnell wäre ich, wenn ich könnte, wieder hochgesprungen! Das so weich aussehende Gras entpuppt sich als eingewachsenes Stroh was sich wie Nadeln durch meine dünne Hose bohrt und dort wie Tannennadeln pickst. Egal, jetzt sitze ich und zieh die Dinger an.

Wacklig stehe ich auf und bewege mich vorsichtig vorwärts. Mit 40 Jahren habe ich mit den Inlinern begonnen, als ich wiedermal 3 Monate meinen Führerschein abgeben musste. Ich war wirklich fitt und konnte auch über kleine Hindernisse springen. Im Bayrischen Wald war es dann unmöglich zu fahren, wegen den steilen Bergen und in Ägypten bin ich auch nur zwei Mal gefahren, vor drei Jahren. Es ist wie Fahrradfahren, man verlernt es nicht doch ich bin extrem unsicher und wackelig. Aber es geht vorwärts und freue mich. Ich bin wohl ziemlich verkrampft, denn bereits nach den ersten Metern beginnen meine Füße zu schmerzen. Es geht ganz leicht bergauf, doch wenn ich jetzt stehen bleibe, rolle ich rückwärts, und das kann ich nicht. Also weiter Ausfallschritt. Wo es bergauf geht, geht es natürlicherweise auch mal wieder runter. Normalerweise ist das zum entspannen, doch in diesem Falle macht mir das wirklich leitchte Gefälle schon Angst, das Gleichgewicht zu verlieren. Ich versuche zu bremsen, doch wo sind die Bremsen???? Ich wage es, ein Bein quer hinter zu stellen, um langsamer zu werden. Bei dem leichten Gefälle wird man nicht langsamer, sondern bleibt stehen. Diese Gelegenheit nutze ich, meine Bremsklötze an den Inlinern zu suchen. Vielleicht sind sich ausnahmsweise links? Nichts! Rechts? Ja – da ist einer! Wohl schon so abgefahren, dass ich wirklich stark in die Knie gehen muss um damit zu bremsen. Gut, ich starte wieder. Es geht wieder bergauf, was so ohne Schwung echt anstrengend ist. Das ganze erinnert mich jetzt an unsere Langlaufrunden. Da war ich auch ein hoffnungsloser Fall. Bergauf ging nicht, weil mir die Kondition fehlte, bergab ging nicht, weil ich nicht bremsen und lenken konnte. Geschafft, ich bin oben schon kommt eine neue Herausforderung: eine Kurve in der Abfahrt, die an einen U-Turn erinnert! Nein, mit dem Übersetzungsschritt traue ich mich noch nicht in die Kurve. Also langsamer werden und schön paralell die Beine um die Kurve zu bekommen. Geschafft.

Der Schlittschuhschritt geht jetzt schon fließend und die Schmerzen lassen nach. Ich fahre wohl entspannter. Weiter schaue ich jedoch auf die Strecke wie ein Luchs. Und was entdecken meine Adleraugen? Eine Art Gullideckel über die komplette Wegbreite. Also ein Ablaufgitter. Ich möchte nicht testen, ob meine Rollen breiter sind als die Gitterabstände. Also blitzschnell entscheiden: Anhalten und drübersteigen oder langsam im Fahren mit Schlittschuhschritt drübergleiten. Ich entscheide mich fürs fahrende überschreiten. Und – es klappt!

Lange kann ich mich nicht über meinen kleinen Teilerfolg freuen, als die nächste, schier unüberwindbare Hürde kommt: Abfahrt mit anschließendem Berg(chen) wo in der Talmulde Sand liegt, bis etwa ein drittel der Auffahrt. Ich bleibe stehen, um einen Plan zu machen. Da es sich anscheinend um getrockneten Sand handelt, der ziemlich fest erscheint, denke ich, das Beste ist, mit dem Schwung der Abfahrt einfach drüberzurollen und dann den Rest mit V Schritt nach oben zu kommen. Ich versuche es. Abfahrt Schwung holen und dann rollen lassen. Beim durchrollen merke ich, dass der Sand nicht fest ist, sondern lose auf dem Belag ist. Keine Chance, darauf anzufahren. Ich muss einfach hoffen, dass der Schwung mich über die Stelle hinaus bringt. Es klappt.

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Und siehe da, ich komme an die Stelle, wo meine Schuhe auf mich warten. In 14 Minuten bin ich die Runde gefahren, ich denke es sind zwischen 3 und 4 KM gewesen.

Fazit:

Dieser Parkur (es ist nur die Hälfte gewesen, um auf die andere Seite zu gelangen, muss man eine Sandstraße überqueren, das beim nächsten mal!)ist hervorragend für Inlinerfahren geeignet. Wer routiniert ist, schafft die Runde denke ich in 10 Minuten, da man eigentlich überhaupt nicht bremsen muss, außer man ist so ein Hosenschisser wie ich. Doch wenn ich noch ein paarmal fahre, klappt es wieder wie zu alten Zeiten! Übrigens: Auch für jogger ist der Weg toll. Ich habe keine Ahnung, ob der Golfplatz in Betrieb ist, doch wenn man in El Gouna Richtung Abu Tig Marina fährt und dann Richtung Tawilla, dann ist er nicht zu übersehen. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Menschen, die mitmachen!! Würde mich freuen!

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Sicher fühlen und sicher sein?

Die sichersten Reiseländer 2017 überraschen doch und ich nehme diesen Anlass, um die „Sicherheit“ in Ägypten wieder neu zu betrachten. Tatsächlich wird für die Ermittlung der sichersten Reiseländer nicht nur das terroristische Risiko mit eingebunden, sondern auch Sicherheit im Straßenverkehr, allgemeine Kriminalität und die Gesundheitsvorsorge. Auch auf diese Punkte möchte ich hier eingehen.

Nach den jüngsten Schlagzeilen wurde Menschen am Flughafen gefragt: „Fliegen Sie trotzdem nach Ägypten?“ war die Antwort:

„Ja, wo ist es heute noch sicher?“

Eine allgemeine Antwort darauf,  wird sogar vom Auswärtigen Amt gegeben. Wir sind abgestumpft. Tägliche Schlagzeilen von Überfällen, Anschlägen oder Attentaten berühren uns nicht mehr so. Der Spiegel hat in seinem Beitrag über die, sichersten Reiseländer, einen interessanten Absatz geschrieben:

„Anschläge mit terroristischem Hintergrund – etwa in Nizza, Paris, Berlin und Brüssel – hätten in der jüngeren Vergangenheit in West- und Südeuropa zwar für eine veränderte Wahrnehmung von Sicherheit gesorgt, schreibt die Schweizer Stiftung (WEF). Doch die Auswirkung auf das Reiseverhalten internationaler Urlauber sei zuletzt nur von kurzer Dauer gewesen.“

Was empfinden wir als sicher?

Obwohl Deutschland bei Punkto sicheres Reiseland auf Platz 51 abgefallen ist, Frankreich auf Platz 67 und Italien auf Platz 70 ist, fühlen wir uns dort sicherer als in dem vermeintlich 2. sichersten Reiseland Dubai oder Ruanda von Platz 9!

Gewohnte Umgebung, Kultur, Sprache, Gepflogenheiten helfen uns, gut mit einer eventuellen neuen Situation klar zu kommen. Wenn ich zum Beispiel in dem Einkaufszentrum bin, welches ich gut kenne, und ein Feuer ausbricht, macht mir das weniger Angst als in einem fremden Gebäude.

Bei einem Urlaub in Ägypten oder einem anderen, für mich fremden Land, habe ich vermeintlich gar keinen Anker mehr, auf den ich zurückgreifen kann. Doch Information kann schon helfen, sich sicherer zu fühlen.

Grundsätzliches zu unserer gefühlten politischen Sicherheit:

Es gibt keine Reisewarnung für Ägypten, nur eine Teilreisewarnung für den nördlichen Sinai, besonders die Grenze zu Israel und dem Gazastreifen. Wer hat sich den schon einmal die geographische Karte unter diesem Aspekt angesehen?

Übrigens: auch für Israel gibt es keine Reisewarnung, außer für den Gazastreifen. Und jetzt bitte die Entfernung zum nördlichen Sinai im Verhältnis in Deutschland:

Zum nördlichsten Punk (Asha) bis Hurghada sind es 621 KM, zwischen Sharm el sheik (südlicher Sinai) bis zum Gazastreifen 500 KM. Diese Touristischen Orte sind etwa die Strecke München Berlin vom nördlichen Sinai entfernt.

Ich möchte weder etwas beschönigen, noch verharmlosen, nur relativieren. Es ist nämlich auch etwa die gleiche Entfernung wie zwischen Zypern und Aleppo, doch hat jemand Angst, nach Zypern zu fliegen?

Kriminalität – Ägyptisches Rechtssystem:

Vor 10 Jahren war die Kriminalität in Ägypten nicht erwähnenswert. Heute ist sie etwas gestiegen, jedoch im Vergleich zu Handtaschenraub in Italien, Organhandel in Europa oder sogar London, welches eine Kriminalität von über 30% hat, immer noch nicht nennenswert.

Ägypten ist kein rechtsfreier Raum, wie vielleicht manche meinen. Die meisten Gesetze wurden von Frankreich übernommen, wie zum Beispiel das Straßenverkehrsrecht, Wirtschaftsrecht oder auch Strafrecht. Ein Ägypter sagte einmal zu uns: Was bei dir in Deutschland verboten ist, ist zu 99% auch hier verboten. Also, gar nicht so anders. Wenn man ein Problem hat, geht man zur Touristenpolizei (Tel. 126 Landesweit) oder, bei wirklich ernsten Problemen, zur deutschen Botschaft nach Kairo. Doch die meisten anfallenden Problemchen können durch den Reiseleiter geklärt werden!

Tipp: Sollte man in eine Situation kommen, die einen Angst macht, laut schreien beginnen! Es wird sofort eine Ansammlung von Menschen kommen, die sich um den Touristen kümmern. Die Reputation ist auch den Ägyptern wichtig und sie wollen als guter Gastgeber gesehen werden. Bei einer Menschenansammlung kommt dann auch ganz schnell die Polizei.

Risiko im Verkehr

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Tatsächlich sehe ich dabei das höchste Risiko.  Die Problematik beginnt bei unzureichend technische einwandfreien Fahrzeugen über eine schlechte Ausbildung der Fahrer bis hin zum chaotischen Fahrverhalten mit riskanten Ablenkungen durch die Nutzung des Handys. Deshalb empfehle ich bei Fahrten mit dem Taxi auf den angebotenen LimousinenService des Hotels zurück zu greifen, auf Empfehlungen oder ABC Taxi. Alle weiteren Fortbewegungsmittel empfehle ich erst, wer hier sein gefühltes 2. Zuhause hat und die Ägypter und die Risiken gut einschätzen kann.

Gesundheit und Hygiene

Das Gesundheitssystem für die Ägypter ist nicht gut was jedoch nicht an der Qualität der ärztlichen Versorgung liegt, sondern daran, dass die guten Ärzte und Krankenhäuser privat bezahlt werden müssen.

Bei Egypt Air wird im Magazin sogar für Urlaub in Kliniken geworben, um sich durchchecken zu lassen, Augen- oder Zahnoperationen zu erledigen.

Da ärztliche Eingriffe für Europäer hier günstiger ist als zu Hause, wundert es mich, dass es noch keinen Gesundheitstourismus gibt. Es muss keiner Angst haben, wenn hier etwas passiert. Egal, ob eine Brücke aus dem Zahn bricht, sich die Augen lasern lassen will oder eine Dialyse im Urlaub braucht, tatsächlich können geplante Eingriffe hier günstig und mit hervorragenden Ärzten erledigt werden.

Ein Unfall ist so ziemlich der Super Gau im Urlaub, doch dieser ist in Ägypten nicht großartig anders zu händeln als in Österreich: Am besten man schließt in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab. So kann man sich hier im nächsten Krankenhaus versorgen lassen:

El Sallam – Hurghada Mitte (Dialysestation)

Royal Hospital  – nächstes zum Flughafen

Nilhospital – nah zum Flughafen mit Ausstellung eines Rückflugscheines

El Gouna Hospital – El Gouna (Dialysestation)

Hypermed – Airportroad, bei Hals-, Nasen- und Ohrenprobleme, auch Tauchunfällen.  Frau Dr.  Hanaa spricht deutsch und es kann telefonisch Kontakt aufgenommen werden unter 01226391450

Hygiene

Viele meinen, es wird unhygienisch gearbeitet und nehmen als Indiz dafür, die Magenkrämpfe, die oft bei Urlaubsaufenthalten zu schaffen machen. Natürlich werden auch in den Hotels regelmäßige Untersuchungen und Hygienechecks gemacht, siehe dazu unseren Beispielfilm. Dazu folgende Hinweise: Unser Wasser kommt aus dem Nil über Pipelines. Teilweise wird es mit Chlor versetzt. Das Wasser aus dem Hahn kann zum Zähneputzen benutzt werden, sollte nicht getrunken werden. Dieses Wasser wird auch für das Waschen von Salaten genutzt, verursachte jedoch bei mir noch nie Magenprobleme. Diese resultieren meist vom Klimawechsel, zu kaltem Trinken (nicht die Eiswürfel sind schuld, sondern die Temperatur) und das Essen mit fremden Gewürzen. Übrigens: Wenn wir nach Deutschland fahren, bekommen wir auch Durchfall und Magenprobleme.

Tipp: bei kleineren Beschwerden in die El Ezaby Apotheke auf der Airportroad oder in der Senzomall aufsuchen. Sie ist staatlich und es ist immer ein Arzt vor Ort.

Ein Urlaub in einer Hotelanlage:

Der Tourismus hat sich darauf eingestellt, dass sich die Menschen einen Tapetenwechsel wünschen, aber doch viel von zu Hause wiederfinden wollen. Diesem paradoxen Wunsch wird gerade bei Pauschalurlauben Rechnung getragen.

Deutschsprachige Reiseführer, die einem vom Flughafen bis zum Hotel begleiten und wieder zurück.

Der deutschsprachigen Gästebetreuung und teilweise auch die Angestellte, die unserer Sprache mächtig sind, kann ich meine Wünsche sagen, ohne Sprachbarriere.

Die Essens- und die Getränkeauswahl ist international, so dass ich neue Gerichte versuchen kann, aber nicht muss.

Übrigens: Wenn man es allen recht machen will, so muss man den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, und das ist wenig Würze.

 

Außerhalb der Hotelanlage

Niemand muss Angst haben, die Hotelanlage zu verlassen. Wagen Sie den Schritt in eine fremde Kultur. Das unangenehmste, was einem dabei passiert ist, von den Shop Besitzern angesprochen zu werden. Da die Geschäfte zurückgegangen sind, meinen die Kaufleute, mit aktiven Verkaufsgesprächen die Touristen in ihr Geschäft holen zu müssen. Sie verstehen nicht, dass es die Kunden eher abschreckt. Wer das nicht möchte, sollte in El Gouna flanieren, dort ist es den Händlern untersagt aktiv zu werben, oder auf dem ägyptischen Markt, da ist ein Tourist einfach ein Fremder, kein potentieller Kunde. Wer an touristischen Shops vorbei geht, sollte einfach nicht reagieren und sich das ansehen, was ihn interessiert. Übrigens: die Souvenirläden von Cleopatra sind ausgepreist. Da kann man weder handeln, dafür wird man auch nicht in ein Verkaufsgespräch gezwängt.

Ausflüge:

Sie können unbesorgt alle Ausflüge, die angeboten werden, buchen. Weder ist eine Fahrt nach Luxor noch nach Kairo gefährlich. Im Gegenteil, ich finde besonders die Fahrten immer wieder schön. Nach Luxor führt die Straße durch die Berge, welche eine einzigartige Kulisse bietet,  nach Kairo lange Zeit am Roten Meer entlang.

Die Checkpoints, die an den Ein- bzw. Ausfahrten von Hurghada eingerichtet sind, sollten Ihnen keine Angst machen. Es ist eine Kontrolle, wer in oder aus dem Ort will. Touristischen werden selten kontrolliert. Es ist wirklich überwiegend für die Ägypter zur Überprüfung, was sie in die Stadt führt. Auf der ägyptischen ID ist unter anderem der Arbeitgeber eingetragen, so dass die Polizei damit sehr wohl überprüfen kann, wenn jemand geschäftlich hier zu tun hat. Wer keinen vernünftigen Grund nennen kann, wird wieder zurückgeschickt.

 

Ein persönlicher Hinweis

Die Deutschen sind hier in Ägypten sehr angesehene Gäste. Sie lieben uns, weil wir respektvoll mit ihnen umgehen, weil wir gute Umgangsformen haben und nicht zuletzt, weil wir guten Fußball spielen und tolle Autos produzieren. Deshalb ist jeder um die deutschen Touristen besonders besorgt. Geben Sie die Anerkennung mit einem Lächeln und vielleicht einem Dollarschein zurück. (Münzen wechselt keine Bank, deshalb wird man oft darum gebeten!).

Das ist mein ganz persönliches Statement dazu für interessierte, die Ägypten noch nicht kennen. Ich würde mich freuen, unseren „Neuen“ damit geholfen zu haben, sich für Ägypten zu entscheiden!

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir euch natürlich zur Verfügung

Eurer Fairholiday Team

Abu Simbel

Astrid und Andreas