Bella Italia

Unsere erste Wahl des Urlaubsdomizils  ist Italien, da dies der erste Plan unserer Auswanderung war.

Lucca, eine alte Stadt in der Toscana, deren Stadtmauer komplett erhalten ist und in deren Ring sich die Altstadt befindet, ist ein guter Ausgangsort, um Sonne, Strand, Meer und Kultur zu verbinden. Neben Restaurants, Shops, Eisdielen und das typische italienische Flair kann man im Juli auch auf der open Air Bühne verschiedene Künstler am Sommerfestival hautnah erleben. Wir hatten das Glück, ein Doppelkonzert von Earth Wind and Fire und Linol Richie besuchen zu können. Liebhaber der klassischen Musik kommen auch auf ihre Kosten, da zu Ehren von Giacomo Puccini, der dort sein Geburtshaus hat, immer wieder Opern aufgeführt werden.

Woher wir das wissen? Weil Miriam Keller, meine Schulfreundin, uns diesen Tipp gab. Sie kennt sich hervorragend aus, denn seit 23 Jahren lebt sie hier mit ihrem italienischen Mann Marco, dessen Bar in Lucca seit 25 Jahren ein Geheimtipp ist und vermietet Zimmer im  Antika Casa Naldi Antica Casanaldi, in dem wir uns ausgesprochen „italienisch zu Hause“ fühlen.

 

Es ist, als wohne man in einem Landhaus: großräumige Zimmer mit liebevoller, antiker Einrichtung, was dem Namen des Hauses alle Ehre macht. In der Wohnküche wird am Morgen von der „Mama“ frischer gebrühter Cappuccino mit einem typischen italienischem Frühstück serviert. Wer will, kann dieses auch mit den ersten Sonnenstrahlen in dem kleinen Innenhof genießen. Das Haus befindet sich inmitten des Zentrums von Montecarlo, welches abends nicht mehr angefahren werden kann denn da gehört die Straße den Restaurants und Bars, die den Platz vor ihre kleinen Tische benötigen, an denen Wein und typische einheimische Köstlichkeiten anbieten.

Neben dem Essen gibt es noch ein Markenzeichen von Italien: Schuhe! Wie die Kirche gehört in jeden noch so kleinen Ort auch ein Shop, in dem man sein Schuhwerk erneuern kann. Dieser hier ist ein besonderes Erlebnis: Auf engstem Raum sind gefühlte 1000 Schuhkartons so drapiert, dass man keinen Inhalt sehen kann. Dafür kann man sich erst einmal durch viele ausgepackte Exemplare „wühlen“, um dann den passenden von einem Angestellten innerhalb kürzester Zeit zu erhalten. Es scheint doch ein System zu geben.

Von hier aus machen wir verschiedene Ausflüge: Pisa, Florenz und Venedig sind als Tagesausflug zu erreichen. Besonders der Juli und August ist mit Sonnengarantie und die Quecksilbersäule klettert täglich über die 30 Grad Grenze. Wer sich bei diesen südlichen Themperaturen abkühlen möchte, kann dies ein einem der öffentlichen Schwimmbäder in Lucca machen oder fährt ca. 40 Minuten bis ans Meer in Via Veggio. Wir entscheiden uns am Sonntag für das Freibad, da auch die Italiener das Meer lieben und das typische Bild, was wir von Rimini noch im Kopf haben, hier wieder aktuell ist. Doch sonntags gehen auch die Einheimischen auch ins Freibad, was zur Folge hat, dass der Eintritt statt 9€ auf 11€ an diesem Tag angehoben wird und wir gerade noch ein Stück des Rasens abbekommen, welches wir mit unseren Handtüchern direkt markieren. Ein wildes Getümmel von Italienern jeder Altersklasse verspricht großes Kino. Da ist die 14 jährige, die vor einem der vier Bademeister kokettiert. Der 60jährige, der den Jungen zeigt, wie man elegant vom 5 Meterturm springen kann was von Alt und Jung mit „Arschbomben“ beantwortet wird. Die Kasse hat Doppelfunktion: von draußen wird der Eintritt bezahlt und von innen der Verzehr. Zur Mittagszeit werden neben Getränken, Eis und frischem Obst auch kleine Snacks wie Pizza und Pommes angeboten. Der Poos ist nicht besonders groß, etwa 8 mal 15 Meter, trotzdem ausreichend für alle und eine Abkühlung, die wir genossen haben.

Am nächsten Tag gehen wir ans Meer. Die größten Unterschiede zu unserem Roten Meer sind die Farbe und die Wellen. Auch hier sind wirklich viele Menschen, doch der Strand ist so lang, dass man genügend Platz hat. Als ob ich ein vollkommen unerfahrener Beachgänger wäre, habe ich die falschen Schuhe an – geschlossene. Der Versuch, barfuß zu gehen, scheitert an der Gefahr, Brandblasen zu bekommen. Also gehe ich bis zum Meer mit Schuhen, dann kann man im abgekühlten Schlamm gut die Schuhe ausziehen.

Mein Problem war dann nur: Wie komme ich jetzt über den heißen Sand ohne die panierten Füße in die Schuhe zu stecken? Also stellte ich die Schuhe an die Grenze zwischen trockenen und nassen Sand. Ich stellte mich auf ein Bein und wartete die nächste kleine Welle ab, um das andere Bein im Wasser vom Sand zu befreien. Die erste kam und ich schüttelte wie ein Hund den Fuß im Wasser. Ich wartete auf die nächste, die leider etwas stärker war und meine Schuhe erfasste und ich mich entscheiden musste, mit schmutzigen Füßen die Schuhe anzuziehen oder die Schuhe ins Meer spülen zu lassen. Schnell schlüpfte ich schmutzig hinein und stapfte mit Lehmsohlen durch den tiefen Sand. Als ich hoch schaute, grinste mich ein Mann an. Bestimmt war meine Show besser als die von Mr. Bean. Also Tipp: die Wasserschlappen nicht vergessen!

Von Miriam kann man noch mehr Insidertipps erfahren: Wo gibt es kleine Osterias, die selbstgemachte Menüs mit Wein für 20,00 € servieren? Was ist der Unterschied, sich in einer Bar den Cafe am Tresen zu holen oder an eines der Tische servieren zu lassen? Der Unterschied ist etwa 2,00€ beim Espresso!

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Natürlich kann ein Italiener nicht verstehen, warum wir jeden Besuch in der Toscana auch mit einem Besuch bei http://www.lavialla.it/de/ La Vialla verbinden. Diese Fattoria hat sich auf den deutschen Markt spezialisiert und bietet alles, was italienisches Feeling mit nach Hause bringt: Wein, Nudeln, Soßen, Essig und Öl. Auch wenn es etwas teurer ist als beim Weinbauern in und um Lucca, sollte man sich dieses Erlebnis einmal gönnen. Immerhin kann man alles auch online bestellen und es wird kostenlos geliefert!

Fazit: Wer Italien liebt und eine gelungene Mischung aus Natur und Kultur erleben möchte, der sollte als Ausgangspunkt Antika Casa Naldi wählen!

Astrid und Andreas

Fairholiday

astrid und andreas