The same procedure than last year?

The same procedure than every year!

Facebook hat eine wunderbare Funktion: Teile Erinnerungen mit anderen! Folgende Erinnerung blinkte vom letzten Jahr auf:

7 Tage fasten
Wow, wir machen heute die erste Woche Fastenkur voll! drei Kilo Orangen, zwei Kilo Karotten, ein Kilo Äpfel, eine Melone wurden ausgepresst, zwei Kilo Tomaten, zwei Kilo Karotten, vier Kilo Kartoffeln, ein Blumenkohl, ein Weißkohl wurden ausgekocht und 5 Liter Zimt- Hibiskus und Pfefferminztee aufgegossen. Ich glaube, so viel Obst und Gemüse haben wir in den letzten Monaten nicht gekauft wie in dieser ersten Woche und wir fühlen uns wohl.
Wir wundern uns, dass die Küche trotz fehlendem Kocheinsatz verschmutzt wird, die Spülmaschine täglich läuft und wir trotzdem Zeit für unsere Suppen und Säfte brauchen. Die gute Idee von Andreas, eine Saftmaschine zu kaufen, habe ich sofort am 2. Tag umgesetzt mit Einkauf des dazugehörigen Obstes. Fasten und vollbepackt vom Einkaufen klingt ist paradox, ist jedoch unumgänglich, wenn man wirklich frische Säfte und Suppen zu sich nehmen will.
Wir entscheiden uns immer lieber zum Fasten als zu sonstigen Diäten, weil wir dadurch kein Hungergefühl haben und eine schnelle Gewichtsabnahme. Da ticken wir beide gleich: ungeduldig und verfressen. Doch durch den leeren Darm ist auch das Hungergefühl weg, Wir fühlen uns schon viel besser. Das Schuheanziehen geht schon ohne Luftanhalten bis man blau anläuft, die Hosen sitzen schon ein wenig besser. Nicht lockerer, sondern sie beginnen passend zu werden.
Um den Stoffwechsel anzukurbeln, werden wir heute mit Sport beginnen. Ich hoffe, zusammen können wir Günther, unseren Schweinehund, überzeugen. Günther hindert uns schon seit einer Woche daran. Morgens frage ich: „Gehen wir zum Gym?“ Immerhin sind wir seit 2,5 Jahren passives Mitglied. Schweinehund Günther von Andreas antwortet: „Mach mal langsam. Erst mal Kaffee trinken, Morgenshischa und dann schauen wir mal.“ Mein Schweinehund nickt und schon sitzen wir auf dem Balkon. Die Sonne kommt hervor und in der Wärme liegen beide Schweinehunde einvernehmlich und dösen vor sich hin, immer auf der Lauer, falls doch noch einer auf dumme Gedanken kommt.
Wenn wir uns dann abends zurecht machen, um in die Stadt zu fahren, kommt Andreas auf die glorreiche Idee, vorher zum Sport zu gehen. Mein Schweinehund antwortet: „Jetzt? Ich bin gerade frisch geschminkt und geduscht! Nein, das ist eine schlechte Idee.“ Die getuschten Wimpern von Günther klimpern. Heute werden wir nach Morgenkaffee und Shisha losziehen und uns unseren ersten Muskelkater holen und damit den Stoffwechsel ankurbeln – hoffentlich

Mythos Fasten

Wirkt eine Fastenkur gegen lästige Pfunde?

Das Fasten hat eine Jahrtausende alte Tradition. Schon immer haben Menschen aus religiösen oder spirituellen Gründen gefastet, also auf Genuss- oder Nahrungsmittel eine bestimmte Zeit lang verzichtet. In der westlichen Welt dient das Fasten inzwischen mehr dazu, das körperliche Wohlbefinden zu steigern oder auch schlicht ein paar Kilogramm abzunehmen. Doch der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel macht nur dann auf Dauer schlank, wenn man seine Fastenerlebnisse dazu nutzt, seine Essgewohnheiten umzustellen.

Quelle: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2012/mythos-fasten-100.html

Genau das habe ich ende der 90er zum ersten Mal in einer Gruppe begonnen. Die Gruppenleiterin war eine – Frisörin! Wir trafen uns täglich nach den offiziellen Öffnungszeiten, meditierten, erfuhren, was in unserem Körper passiert und bekamen den nötigen Motivationsstoß, die nächsten 24 Stunden durchzuhalten. Zumindest hat mich diese Erfahrung so beeinflusst, dass ich die Fastenzeit, seit ich in Ägypten lebe, auch wieder mache. Natürlich auch angespornt durch den muslimischen Ramadan, den man hier hautnah miterleben kann. Egal, wie man dem Glauben gegenübersteht; Fakt ist, dass jeder Muslim die Zeiten und die Durchführung des muslimischen Fastens kennt und gefühlt über 90% mitmachen. Natürlich spielt der Gruppendruck auch da eine große Rolle. Doch ich kann mich nicht erinnern, dass ich in Deutschland erlebt hätte, wie durch die Kirche die Fastenzeit vor Ostern und Weihnachten durchgesetzt wurde. Die Ägypter erklären mir, dass diese Fastenzeit, auch mit Verzicht auf Flüssigkeit, einerseits den Körper trainiert, in der Wüste mit wenig Wasser zurecht zu kommen, und man selbst ein großes Glücksgefühl bekommt, wenn man diese Fastenzeit konsequent durchhält.

Genau das ist auch der Grund, warum ich immer wieder Faste: Einerseits glaube ich daran, dass unser Körper leider immer noch in der Steinzeit stehengeblieben ist, weil er ja Fettdepots ansammelt und ich ihm die Möglichkeit geben möchte, diese auch einmal zu Nutzen; andererseits möchte ich sehen, in wie weit ich den Willen aufbringe, auf Nahrungszufuhr zu verzichten. Da unsere Kalorienbilanz IMMER im Plus ist, versuchen wir diese übers Jahr damit auszugleichen. Zum Vergleich:

Ein Student, der das ganze Jahr wenig Einkommen hat, malocht in den Semesterferien, damit ist für die restlichen 10 Monate reicht.

Da es immer wieder spannend ist, führe ich Tagebuch!